Hi faB*
Zitat:
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Zitat von faB* Werte Freunde der russischen Kampfkunst,
seit Tagen finde ich keine Ruhe mehr, treibt mich doch folgende Frage um:
Wieso hat die Schaschka keine Parierstange?
Sicher ist eine Schaschka ohne Parierstange besser als eine Parierstange ohne Schaschka, aber warum verzichtete man auf den zusätzlichen Handschutz?
Gruß,
-f. |
Ursprünglich war der Schaschka/Shashqa die kaukasische Nationalwaffe, mit schwach gekrümmter Säbelklinge ohne Handschutz, mit schnabelförmigen Griffabschluss als stilisierter Vogelkopf. Später wurde es der traditionelle Säbel der russischen Kosaken-Regimenter. In Russland war der Shashqa während des ganzen 18. Jh. groß in Mode. Die Standardausführungen sind inder Regel in Messing gehalten, es gibt aber auch schöne Stücke in Silber mit Niello-Dekoration. Sie wurden für die russischen Offiziere von Handwerkern in Daghetan im Kaukasus hergestellt.
Den Kavallerie-Schaschka M 81/27 gab es mit und ohne Bajonetthalterung an der Scheide (siehe Seifert, DWJ 3/1986, Seite 302 f).
Die gesamte russische Kavallerie führt den Schaschka/Shashqa mit der Krümmung nach oben getragen.
Selbst die s.g. Wehrmacht-Kosaken trugen während des zweiten Weltkriegs noch den Schaschka/Shashqa.
Bzgl. der Handhabung
Seine Klingenform weißt ihn deutlich als Hiebwaffe aus, was aber das Stechen nicht ausschließt. Ob man den Schaschka/Shashqa zum Werfen benutzt hat konnte ich nirgends belegt finden, was aber wiederum nicht ausschließt und/oder widerlegt das er zum Werfen benutzt werden kann! Letztlich liegt es im Ermessen des Kämpfenden wie er seine Waffe einsetzt.