Hallo Sebastian,
also Trapping im klassischen Sinne eines Pak Sao Lap Sao Angriffes gibt es im KMM als solches nicht. Natürlich lernt man auch eine bestehende Barriere (z.B. Arm) evtl. mit massiven Mitteln wegzuschlagen, aber dies ist nicht das Grundkonzept des KMM’s. Das KMM versucht im Infight eher zu kontrollieren, zu schlagen und dabei aus der Linie des möglichen Angriffs rauszugehen. D.h. wenn wir einen Angriff machen und auf dem Rückweg z.B. einer Faustattacke findet die Hand Kleidung in die sie sich reinkrallen kann, dann wird diese Kleidung gekrallt und möglichst so über die Arme oder den Körper des Gegners runtergezogen, dass dieser in seinen Aktionen eingeschränkt ist UND wir gleichzeitig mit der anderen Hand weiter angreifen können. D.h. das Ziel ist es einerseits die Handlungsfreiheit des Anderen einzuschränken und andererseits anzugreifen. Wie diese Einschränkung nun genau geschieht hängt davon ab, was sich für Möglichkeiten ergeben. Ist Kleidung am Oberkörper bzw. Arm vorhanden, so kann diese gezerrt und gerissen werden, Kommt man an langen Haaren vorbei so können diese gezogen werden. Lässt ein Gegner eine offene Hand zu weit vorne stehen, so können die Finger gegriffen und evtl. mit Bruchwirkung nach unten gerissen werden. Ist ein Arm des Gegners in günstiger Position, so kann er in einer Armbeuge fixiert werden.
Ziel dieser Aktionen ist es immer, dass neben der Fixierung eine günstige Ausgangslage geschaffen wird zum Weiterschlagen, ansonsten wird auf die Fixierung verzichtet. Es ist nun auch nicht so, dass das Primärziel das Auffinden einer Fixierungsmöglichkeit ist, nur soll der fortgeschrittene KMM Schüler lernen, sofern sich beim Zurückziehen einer Angriffsaktion eine solche Chance ergibt, diese auch zu nutzen.
Gruß Ralf |