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Zitat von Tengu Und was hat man mit Pallasch, Schwert, Sax, Dussack usw. angestellt?
Gruß
Tengu |
Mit all diesen Waffen wurde (und wird zum Teil noch) "gefochten" ... ich sehe das wie meisten hier, es wäre eine Sinnlose Waffe wenn damit nur auf den Gegner "eingehoben" wird und man sie im Nahkampf dann wegwerfen müßte weil sie dafür nicht geeignet wäre

Vom gesamten aufbau ist der Schaschka/Shashqa ebenso zum Parieren, zum austeilen von Hieben und Stichen geeignet. Sowohl von der Form her als auch vom Material!
Fechten ist ein Mittelalterlicher Begriff < 8. Jh. Mhd. vehten, ahd. fehtan, as. fehtan aus wg. *feht-a- stV. "fechten, kämpfen" auch in ae. feohtan, afr. fiuchta. Daher auch weitere Ableitungen wie Gefecht, gefochten, ausfechten, ausgefochten usw. Hier wird unter Fechten teilweise nur ein Bestandteil, nämlich das parieren verstande was mich mehr als irritiert. Das Parieren swV. obs. "einen Angriff abwehren" (< 15. Jh.) ist aus dem it. parare entliehen. Sprich "sich vorbereiten" oder auch "Vorkehrungen treffen". Der Begriff "Block" ist im übrigen in der Kampfsprache der jüngste von allen hier gefallenen Begriffen, er stammt aus dem < 17. Jh. und ist aus dem frz. bloquer (mit einem Fort versehen - sprich, einer FESTUNG oder Festungsfort) entstanden. Sprich es ging in erster Linie um eine s.g. Verteidigungsstellung - es ging also um ein s.g. VERSPERREN des Weges durch eine Befestigungsanlage. Daher auch der Begriff einer Blockade!
Ich gehe also davon aus, dass hier nur die Begrifflichkeit des FECHTENS unterschiedlich (warum auch immer) ausgelegt wird - dies, obwohl sie eindeutig ist und zwar ganz unabhängig davon ob mit oder ohne Stichblatt, Glocke, Parierstange, Pariergestänge usw. usf. Tengu hat schon so manche Waffe aufgezählt die ebenso ohne einen solchen zusätzlichen Handschutz auskommt, die gleichermaßen für Hiebe (Streiche) als auch Stiche ausgelegt waren und ebenso zum parieren eines Angriffes eingesetzt wurden.