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Zitat von MazeMan Denn wenn man bedenkt, dass zwar die Begründer des modernen Karate (ich rede vom modernen Karate von 1903) schon in mehrere Stilrichtungen unterteilt war und die Entwicklung schon immer etwas auseinanderging, sollte man aber auch bedenken, dass diese Stilrichtungen ohne Streit nebeneinander existieren konnten. Und die Werte des Budo wurden damit nicht in Frage gestellt, bei Streitigkeiten dieser Art schon...
Denn letztendlich ist Budo mehr als nur das Einpauken von Techniken, es sollte zumindest eine Lebenseinstellung sein... |
Hier stellt sich natürlich auch die nicht ganz unerhebliche Frage, ob denn das Karate um 1900 überhaupt als Budo bezeichnet werden kann (dieses Thema haben wir
hier schon einmal diskutiert). Für mich beginnt jedenfalls die 'Budo-Ära' des Karate erst um 1930 mit der Anerkennung durch den Butokukai und den dafür erforderlichen Reformen. Davor war es lediglich eine okinawanische
SV-Kunst mit chinesischem Einfluss bzw nach 1900 auch ein Körperertüchtigungssystem für Schulkinder (um diese für den Dienst in der Armee vorzubereiten).
Ob die 'Stile' damals ohne Streit nebeneinander existiert haben? Mir fällt hier zB der Konflikt zwischen Funakoshi und Motobu ein. Aber Stile im heutigen Sinne gab es damals wohl noch nicht so wirklich, sondern eher unterschiedliche Auffasssungen von Einzelpersonen...
Mit der Wettkampfentwicklung und weltweiten Verbreitung nach dem 2.WK hat sich hier auch in Japan einiges verändert (schließlich ging es dann natürlich auch um Macht, Einfluss und nicht zuletzt um Geld).
Naja, wie man bei uns so schön sagt: 'Wo Menschen sind, da menschelt es halt...' und ich bin nach wie vor skeptisch, dass man alleine durch das Ausüben einer 'Budo'-
KK zu einem besseren Menschen wird (so fern man nicht von Anfang an das entsprechende Potenzial mitbringt).