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Alt 18-03-2004, 07:55
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Zitat:
Zitat von gazi
@collisions_course
Du hast natürlich auch recht, die Beteiligung ist auf Seiten der Muslime oftmals geringer als bei den gebürtigen Deutschen
Mir geht es nicht, um deutsch oder nicht deutsch...mir geht es darum aus Eigeninteresse seine Religion wieder ins richtige Licht zu rücken...daran scheint aber nur wenigen Leuten etwas zu liegen.



Zitat:
Zitat von gazi
Das hat aber mehrere Gründe:
1. die Muslime sind hier eine Minderheit und bleiben es auch bei entsprechenden Veranstaltungen
Ich sage Dir ganz ehrlich, wenn nur 100, von sagen wir mal 30 000 Moslems in Berlin, mit einem Anti-Terrormarsch durch die Strassen ziehen, würde mir das ein positives Gefühl vermitteln....tun sie aber nicht.
Die Minderheit, als Ausrede möchte ich auch nicht wirklich gelten lassen, denn als es um Demonstrationen gegen Israel ging, säumten tausende Araber und auch Türken (wohl auch ganz sicher gläubige Moslems) usw. Berlin's Strassen.
Man muss eben nur wollen, oder eben ein vermeindlich "wichtiges Ziel" haben.



Zitat:
Zitat von gazi
2. die Mehrheit der Muslime in Deutschland gehört zur sozial-schwachen Schicht. Hier hat man es eben schwerer Menschen für derartige Dinge zu begeistern bzw. ihren Stellenwert zu vermitteln.
Ich meine nochmal...Es müsste im Eigeninteresse eines jeden Moslems sein, seine Religion von dem Schmutz des Terrorismus reinzuwaschen und sich zu distanzieren.


Zitat:
Zitat von gazi
3. die Moscheen sind oft schlecht organisiert, weil eben die Führung immer noch oft aus Personen besteht, die als Gastarbeitet nach Deutschland gekommen sind und eigentlich gar nicht qualifiziert sind die notwendige Arbeit auszuführen. Moscheen funktionieren auch anders als Kirchen und Behörden, also muss man seine Erwartungen an eine Moschee überdenken bzw. genauer formulieren.
Ist Menschlichkeit, Respekt und Toleranz schwer auszuführen ?



Zitat:
Zitat von gazi
5. die öffentliche Anteilnahme und Kooperation der Muslime und Moscheen wird von den Politikern und Kirchen sehr oft nicht ernsthaft eingefordet, ja teilweise sogar blockiert. Die Sache hat immer zwei Seiten.
...ahso, Anteilnahme muss man einfordern, dachte immer sie sei ein natürliches Ergebnis.


Zitat:
Zitat von gazi
Du kannst mir glauben, das die Moscheen bemüht sind vor alllem die Jugendlichen von Schleppern und Kriminellen jeglicher Art fernzuhalten, die versuchen Leute für ihre Gruppierungen anzuheuern. Aber gerade dies ist nicht immer leicht. Diese Leute haben ein Gespür dafür wer auf ihre Lehren anspringt. Bei Jüngeren vermischen sich oftmals Religiösität mit Nationalismus, einer unbegründeten Heldenlehre, falschverstandener Politik und einem übertriebenen Aktionismus. Frust, Identiätsprobleme und fehlende Kenntnisse tun den Rest. Ich hatte schon mehrere Begegnungen mit Personen, die man radikal nennen könnte und ihr Islam- und Menschenverständniss unterscheidet sich wirklich extrem von dem was ich sonst unter den Muslimen gewohnt bin. Es hört sich aber eben sehr leicht und unkompliziert an und zieht damit unkomplizierte und einfach gestrickte Leute an. Die beste Möglichkeit solchen Leuten das Wasser abzugraben ist es die Moscheen zu unterstüzen. In einer Moschee ist es normalerweise für Fremde nicht möglich sich in Schattenzonen zu bewegen und Leute anzuheuern, es sei den die Moschee ist zu diesem Zweck errichtet, was es leider auch gibt, diese sind dann in der Regel aus dem Ausland finanziert, was im Gegensatz zu den hier aus Eigeninintiative gegründeten Moscheen steht.

Ich glaube Dir, dass sich viele Leute Mühe geben, mit den Dingen, die Du oben beschrieben hast, doch sind es im Leben überwiegend die negativen Dinge, die unsere Aufmerksamkeit erwecken, denn was positiv läuft, sollte eh die Regel sein und ist daher nichts besonderes.
Meiner Ansicht nach, läuft aber eben noch viel zu viel verkehrt.







Zitat:
Zitat von gazi
Man sollte aber wirklich nicht verallgemeinern, weil die Muslime keine homogene Masse sind. Es gibt bereits riesige Unterschiede zwischen Türken und Arabern oder Afrikanern, geschweige den Sunniten, Schiiten ... Die Muslime in Deutschland lassen sich aber grob in drei Gruppen unterteilen:
1. religiöse und praktizierende Muslime mit entsprechenden Kenntnissen
2. Radikale und Fanatiker
3. Muslime, die nicht praktizieren bzw. über wenige Kenntnisse zum Islam verfügen
Die absolute Mehrheit und damit meine ich mehr als 95% (kann ich aber nicht belegen) gehören zur Gruppe 1 und 3. Der größte Schwachsinn wird aber leidern oft von den Gruppen 2 und 3 verbreitet. Ich weis nicht mit wem du Kontakt hast und was du dir da anhören musst.
Und genau das ist mein Problem, denn ich höre auch von Gruppe 1 in pers. Gesprächen zu viele Dinge, die mich stutzig machen und den Kopf schütteln lassen....und daraus resultiert mein Vorurteil...muss man bei den Gruppen 2+3 vielleicht noch mit "leicht entflammbaren" Worten rechnen, so überraschen sie mich, bei Gruppe 1 umsomehr und lassen mich daraus schliessen, dass negatives, religiöses Gedankengut unter allen 3 Gruppen verbreitet ist...lediglich die Dosierung variiert.
Somit komme ich natürlich öfter mal in Versuchung, div. Themen ein wenig pauschaler anzugehen...man möge es mir vielleicht auf die eine oder andere Art verzeihen....ich weiss, dass es im Groben und Ganzen nicht ganz richtig ist, aber in meiner näheren Umgebung gibt es schon Sinn.






Zitat:
Zitat von gazi
Man sollte abschliessend anmerken: der Terrosimus macht keine Unterschiede zwischen Muslimen und Nichtmuslimen. Er dient nur dem Selbstzweck. Den Terrorismus einer der Pateien kategorisch zuzuschreiben dient nur der Polarisierung und damit auch wieder den Terroristen. Gewalt trägt sich von selbst es führt zu einer sich selbstbestätigende Prophezeiung.
Wenn ich heute lese das, «Moros hijos de puta. 100 x 1. Viva Espana!» (Ihr maurischen Hurensöhne. Es lebe Spanien) in Madrid auf den Wänden stehen, dann sehe ich den ersten Erfolg des Anschlags leider schon erreicht (Als Mauren werden abfällig die in dem Land lebenden Muslime bezeichnet).

So das wars, konnte mir den Beitrag nicht vekneifen. Bis dann...
Du magst in diesem Punkt genauso recht haben, wie Du unrecht hast...der Terror trägt in diesem Fall und vielen anderen Fällen immer einen Namen...es liegt an den Millionen gläubigen Moslems, diesen Namen nicht den Terroristen zu überlassen...wer anders könnte die Welt von der Friedfertigkeit des Islam überzeugen, wenn nicht sie ?



Hab' Dank für Deine Ausführung und verzeihe meine etwas einseitige Sicht...alles was ich zu meiner Entschuldigung sagen kann ist...ich habe schon zuviel gehört und gesehen (persönlich), als das ich noch so objektiv sein könnte, wie ich es gern wäre.


Gruss
C.C.
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