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Alt 01-05-2002, 15:59
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DasHaeschen DasHaeschen ist offline
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Zitat:
grundlegende Reform des Schulsystems.
Jaa!
Endlich sagts mal eine. Ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, ob das denn keinem einfällt oder ob das so selbstverständlich ist, dass es keiner mehr sagen muss!?

Lehrer sind heutzutage in den meisten Fällen nur noch Wissensvermittler. Dabei sollten sie in erster Linie Pädagogen sein.

Was die Eltern zu Hause verbocken und verbockt haben, ist noch viel schlimmer, aber das können wir nicht ändern (Wenn wir jedem schlechten Elternpaar die Kinder wegnehmen würden, hätten wir in Deutschland nur noch halb so viele Haushalte mit Kindern!), außer vielleicht durch Aufklärung. Das Problem ist nur, dass die schlechtesten Eltern in der Regel auch die unverbesserlichsten sind.


Was wir (also die Gemeinschaft, der Staat...) ändern können, ist die Aus- und Weiterbildung der Lehrer.

Wozu muss ein Physiklehrer 8 Semester Physik studieren? Den ganzen Schulstoff lernt er schon im ersten Semester!
Wieso nicht 4 Semester Physik (dann kann er immer noch weit mehr, als er je wieder braucht), 2 Semester Psychologie und 2 Semester Pädagogik?

Wieso ist die Einrichtung des Vertrauenslehrers bei uns so lasch geregelt?
Selbst in den USA (und dieses Land ist bestimmt kein Vorbild) gibt es an vielen Schulen Leute, die sich hauptberuflich um die Probleme Schüler kümmern, vor allem im privaten Bereich.

Wir brauchen endlich Lehrer, die hauptsächlich Pädagogen sind! Bei der jetzigen Ausbildung unserer Lehrer ist das aber fast unmöglich.

An meiner ehemaligen Schule waren über hundert Lehrer. Als Ansprechpartner in Problemsituationen hätten nicht mal zehn getaugt...


Was wir brauchen, ist eine Reform der Ausbildung der Lehrkörper und des Schulsystems im allgemeinen (mehr geisteswissenschaftliche Fächer, z.B.)


Ein Verbot von Computerspielen bringt nichts.

Einfaches Beispiel dafür, dass diese Begründung für Gewalttaten hinkt:
Der Amokläufer war meines Wissens auch Raucher. Es gibt sicherlich weniger rauchende 19-jährige, als 19-jährige, die schon mal CS gespielt haben.
Was schließen wir daraus? Genau, er wurde durch das Rauchen gewalttätig und zum Amokläufer!
Schwachsinn, oder?
Aber dadurch, dass es weniger Raucher als CS-Nichtspieler gibt, ist die Wahrscheinlichkeit für das Zutreffen dieser These höher, als die Wahrscheinlichkeit, dass die These der Medien stimmt!
Wenn er Nichtraucher war, dreh ich diese These einfach um und behaupte, dass er gewalttätig wurde, weil er nicht geraucht hat. Die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit dieser These liegt noch um ein vielfaches höher!!!


Abgesehen davon stütze ich dennoch die Forderung, dass alles, was Gewaltverherrlichend ist (und da zählen Spiele wie CS, Quake etc. NICHT dazu, ich meine die richtig extremen Sachen...), nicht nur bei uns sondern weltweit auf den Schrott gehört.

Allerdings glaube ich nicht, dass das an der Situation etwas ändern würde. Es gehört einfach auf den Schrott, weil es Müll ist.


Und ich stütze den Vorschlag, dass alle blutigen Filme, Spiele etc. (Im übrigen auch die Nachrichten, die viel zu harmlos rüber kommen. Dort geht es schließlich nicht um geschminkte Schauspieler, sondern um echte Tote!) mit den realistischen Gerüchen unterstützt werden sollten.
Die Erfindung dazu gibt es schon, und die ersten Versuche von Duftkinofilmen laufen in irgend einem Filmpark (weiß leider nicht mehr, von welchem Produzenten).


Wer einmal brennende Menschen oder den Geruch von verwesendem Fleisch gerochen hat, der ist ein für alle mal kuriert!


Ciao,
Häschen
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