Trainingsprinzipien, Teil 2 weiter gehts: 2 Prinzip zur Sicherung der Anpassung (Zyklisierung) 2.1 Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung
(Superkompensation)
Trainingsbelastungen benötigen eine bestimmte Zeit um morphologische Anpassungsvorgänge im Körper hervorzurufen. Dieser Prozess vollzieht sich in der Erholungsphase des Körpers in der Aufbauvorgänge stattfinden.
Dieser Vorgang wird häufig durch das Modell der Superkompensation erklärt welches von vier Phasen gekennzeichnet ist.
Phase 1: Durch die Belastung kommt es zur Ermüdung des Körpers und zur vorübergehenden Abnahme der Leistungsfähigkeit
Phase 2: Der Organismus erholt sich, regeneriert verbrauchte Energiequellen und stellt den alten Zustand wieder her (Kompensation)
Phase 3: Die Regeneration in Phase 2 geht über das Ausgangsniveau hinaus. Die Leistungsfähigkeit nimmt zu (Superkompensation)
Phase 4: Erfolgt kein weiterer Stimulus (Trainingsreiz) bildet sich die Anpassungserscheinung bis zum Ausgangszustand zurück (Reversion)
Aus dem Modell der Superkompensation (hier als Grafik angehängt) ist ersichtlich wann der nächste Belastungsreiz gesetzt werden soll um eine optimale Steigerung der Leistungsfähigkeit zu erreichen.
Wird der Reiz zu spät gesetzt, findet keine Steigerung mehr statt. Das momentane Leistungsniveau wird nur erhalten. Wird eine Belastung hingegen zu früh gesetzt, fällt sie in die Phase der Ermüdung. Die physiologische Anpassung wird beeinträchtigt was zur einer Abnahme der Leistungsfähigkeit führt.
Der Zeitraum der vollständigen Regeneration hängt von der Intensität der vorausgehenden Belastung ab und kann je nach Quelle bis zu 72 bzw. 84 Stunden andauern.
Geändert von Shogun (29-06-2004 um 23:41 Uhr).
|