Hi Board,
@maximus
zitat:
„ich denke, dass gerade "
jkd" eine gute plattform ist, um eigene süppchen zu kochen. diese idee ist nicht zwangsläufig schlecht. wichtig ist, dass die zutaten für das süppchen solide sind und dass man sich mit diesen zutaten (boxen, clinchen, waffen, boden, trapping...) auskennt.“
Dies ist ein weitverbreitetes Missverständnis.
JKD hat einen Lehrplan, eine Trainingsmethode, eine Progression zu lernen, zu trainieren und sich zu verbessern. Genau so wie es Boxen, Escrima, Silat oder Jiu Jitsu haben. Es geht nicht darum eine neue „chop suey“ methode mit diesen „Zutaten zu kochen“ oder das Rad neu zu erfinden. Viele Zutaten zu sammeln (boxen, clinchen, waffen usw.) führt einen nicht unbedingt zu
JKD oder mit den Worten einer meiner Lehrer: Viele Techniken im
JKD zu sammeln mit dem Glauben sich zu verbessern gleicht dem Sänger der viele verschiedene Songs lernt. Es ist nicht WAS du machst, sondern WIE und WARUM was uns wieder zurück zum thread bringt: Nachdem du
JKD hast, in welchem Terrain, Umfeld, Situation usw. findet es den besten Einsatz und Gebrauch?
@ Frank,
schließe mich deiner Meinung an, was Interviews, vor allem alte angeht. Diese punchline Zitate sind oftmals aus dem Kontext gerissen oder sogar verdreht worden. Aus eigener Erfahrung kenne ich mindestens 3 Fälle in denen US Redakteure an Interviews gedoktert haben, um die Auflage zu erhöhen.
@Andreas,
zitat:
„Vergleiche mal die alten Aufnahmen BLs mit seinem Schüler und Demopartner Taky Kimura und die vom Long Beach Tournament 64/67 mit heutigem
JKD“
Diese Aufnahmen sind nichts anderes als ein geschichtlicher „Schnappschuss“. Viele Wing Chun Vertreter benutzen gerne die
WC Aufnahmen der Long Beach Vorführung um zu ihre Thesen zu stützen, Kickboxer benutzen den Sparring Teil um zu sagen, see it´s just kickboxing.
Genau so ist das „heutige
JKD“ egal was man im jeweiligen Moment sieht, auch nur ein Schnappschuß, zumal viele
JKD Lehrer (inklusive mir) noch andere Methoden und Systemen unterrichten und diese kein Teil des Jun Fan Gung Fu /
JKD sind.
zitat:
„Der Vergleich mit Aikido, Karate usw. hinkt meiner Ansicht nach etwas, da man im
JKD erst untersuchen müßte, inwieweit bestimmte Eigenschaften essentiell für das erfolgreiche Ausführen dieser Methode (im Kampf!) sind, und inwieweit ein Curriculum überliefert ist, das genau diese Eigenschaften durch bestimmte Lernschritte erzeugen und fördern kann (etwas, das Stilbegründer wie Uyeshiba, Kano und Funakoshi sicher hinterlassen haben).“
Diese Untersuchung hat schon lange stattgefunden und alle qualifizierten Instruktoren haben den
JKD Lehrplan der einen Schritt für Schritt zur Anwendung führt. Nur haben Uyeshiba, Kano und Kunakoshi heute mehr Vertreter und Anhänger als das
JKD. Das wäre der einzige Unterschied.
zitat:
„Wer kennt jemanden, der ohne überdurchschnittliches Talent und durch reines ("Original"-)
JKD-Training (und nicht durch andere Kampfsportarten) ein guter Kämpfer geworden ist? (womit ich nicht sagen will, daß es nicht solche gibt)„
Ich kenne dutzende.
So long,
Bob Dubljanin
www.soai.de