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Alt 15-10-2004, 23:31
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Klaus Klaus ist offline
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Kleiner Tip: Die "höhere Erklärung" weshalb auch böse Sachen irgendwarum toll sind, oder nicht wichtig, liegt meistens an der Angst vor der eigenen Reaktion - vor dem wütend werden. Genau der Wut die eigentlich angebracht ist. Man hat Furcht das zu fühlen was man eigentlich fühlt, und erfindet dann irgendwelche Abschwächungen, dabei hilft das Empfinden der Wut ungemein, auch im stillen Kämmerlein - da geht sie nämlich weg. Allerdings hat mir auch der Satz geholfen daß sich NIE einer bei mir dafür entschuldigen wird was passiert ist. Ich musste lernen, daß ich gut oder böse selbst entscheiden muß, und nicht auf Leute hören darf die es für mich auslegen. Es gibt immer Idioten die eigentlich normale Verhaltensweisen verteufeln, oder falsches normal finden, sprich, lügen, und nicht helfen. Das schlimmste was einem passieren kann, ist wenn man mit einer schweren Sache zu jemandem geht um sich moralisch unterstützen zu lassen, und der erzählt einem einen unheimlichen Stuß in der Richtung man ist selber schuld, was hast Du denn auch... Das hat mich in Momenten wo ich eigentlich schon fast wieder drüber weg war runtergezogen bis in den Keller.

P.S.: Als ich das erste Mal Wut gezeigt habe, als ich fünf war, hatte ich hinterher ein paar Narben mehr im Gesicht. Es ist also manchmal schlau, nicht zu protestieren. Das darf nur nicht der Normalzustand sein sobald man sich ärgern kann ohne daß was passiert. Ist aber ein langer, schwieriger Weg, auf dem man sich auch in Ruhe lassen muß. Die Wahrheit ist manchmal eine schwierige Sache, mit vielen kleinen Wahrheiten.

Geändert von Klaus (15-10-2004 um 23:40 Uhr).
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