Hallo Zusammen
Sorry Leute aber es ist erschreckend was für Vorurteile immer noch unterwegs sind.
Schwerter waren durchaus scharf, laut Dr. Geibig von der Veste Coburg allerdings nicht über die gesammte Länge der Klinge. Vielmehr nahm die Schärfe vom Ort zum Gehilz ab. Sprich der Ort (vorderer Teil der Klinge) war sehr scharf der hintere im Verhältnis dazu weniger.
Generell muß man unterscheiden unter welchen Umständen gekämpft wurde. In einer Schlacht, in einem gerichtlichen Zweikampf, Bloß (ohne Rüstung ) oder in Rüstung. Für jeden Zweck gab es spezielle Waffen bzw. Kampftechniken.
Beispiel SpäMi Kampf zu Fuß in Rüstung: ein durchtrennen der Rüstung mit einem Schlag ist höchst unwahrscheinlich daher bediente man sich einer eigenen Kampfweise für diese Art des Kampfes, nämlich den sogenannten Halbschwert Techniken. Hierbei wurde versucht mit Hilfe des Schwertes oder eines Spießes in die Fugen oder ungedeckten Stellen des Gegners zu Stechen, oder man verwendete die Waffe als Hebel um den Gegner zu Fall zu bringen und am Boden mit einem Dolch den Todesstoß zu versetzen.
Zu sagen das damals nur dumpf draufgedroschen wurde ist schlichtweg falsch. Grade die deutsche Schule verwendet neben Häuen und Schnitten häufig Stiche, das ist auch schon fü
rs HoMi belegt ( I 33 Fechtbuch von ca 1300).
Grüße Andreas