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Alt 04-02-2005, 13:11
purger purger ist offline
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Kampfkunst: mal dies, mal jenes
 
Registrierungsdatum: 29.01.2005
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Standard

Zitat:
Zitat von Rebecca
Seit etwa zwei Monaten mache ich Aikido, und es gefällt mir eigentlich sehr gut.
Das ist ja schon mal ein Anfang
Zitat:
Zitat von Rebecca
Aber ein bißchen schade finde ich, daß es keine wirklichen Wettkämpfe oder Gürtelprüfungen wie bei den meisten anderen Kampfsportarten...
Nun Wettkämpfe gibt's im Aikido nicht, aber Gürtelprüfungen (auch wenn sie aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendig sind) sollte es eigentlich schon geben???
Frag doch mal explizit danach. Wie ist denn der Trainer/Meister/Sensei zu seiner Graduierung gekommen???
Zitat:
Zitat von Rebecca
Vor einigen Tagen habe ich mal bei einer Stunde Ju-Jutsu zugeschaut, was mit Aikido ja eigentlich relativ nah verwandt ist
Wenn "verwandt", dann nur über mehrere Ecken... richtiger ist, das im JuJutsu einige Techniken enthalten sind, die auf Aikido Prinzipien basieren.
Die Ausführung dieser Techniken (die Gebräuchliste dürfte wohl der Kipphandhebel bzw. Kote Gaeshi sein) ist teilweise aber ganz anders.
Zitat:
Zitat von Rebecca
...Ju-Jutsu war mir irgendwo "zu rangelig", Aikido ist irgendwie "rund" - ich kann es so schlecht beschreiben, ist irgendwie so mein Gefühl
Sagen wir mal so und völlig wertfrei - JuJutsu ist anders.
Erstens haben Aikido und JuJutsu unterschiedliche Zielsetzungen. Aikido ist eine Schule des Weges (Do), während JuJutsu eine Schule (System) der Selbstverteidigung ist.
Ziel im JuJutsu ist den Angreifer "auszuschalten" (ausschalten heisst nicht eliminieren!) unter besonderer Berücksichtigung von zwei elementaren Aspekten - Verhältnismäßigkeit + Eigensicherung.
Der Verteidiger hat somit die freie Wahl der Mittel um den Angriff abzuwehren ... d.h. er wird das tun, was er (am besten) kann.
Zudem wird im JJ Training (in den sog. Weiterführungs- bzw. Gegentechniken)auch die Reaktion des Gegners mit einbezogen. D.h. der Gegner sperrt z. B. einen Wurfansatz...
So kann JuJutsu durchaus "eckig" oder wie eine "Rangelei" wirken. Muss es aber nicht.
JuJutsu ist nicht immer gleich JuJutsu (Ich beziehe mich hierbei auf den DJJV). In den Vereinen wird teilweise sehr unterschiedlich trainiert - auch wenn sich alle an eine vom Verband festgeschriebene Prüfungsordnung halten.
Es kommt immer auf das Können, den Werdegang bzw. die Präferenz des Trainers an. Das Spektrum geht dabei von "fast nur Judo" bis "fast schon Arnis/Escrima/Kali".
Es gibt aber auch Vereine (allerdings immer weniger)in denen eher "klassisches" JJ trainiert wird.
D.h. weite Bewegungen, viel Würfe und dem Karate ähnliche Atemis - das sieht dann eher "runder" aus.
Zitat:
Zitat von Rebecca
Nun meine Frage: gibt es eine Kampfkunst, die so ähnlich wie Aikido ist, aber wo es vielleicht auch eine gewisse Möglichkeit zu Wettkämpfen gibt?
Ja, das hier in einigen Antworten zitierte Tomiki-Aikido. Nur (leider) gibt es in D sehr wenig Dojos die diesen Stil praktizieren.
Eine andere dem Aikido "ähnliche" (d.h. von der Technik und den "runden" Bewegungen) Kampfkunst mit Wettkampf gibt es nicht.
Eine gute Ergänzung (sofern Du Aikido nicht aufgeben möchtest) - wie bereits von ingoM erwähnt - ist Kendo.
Da gibt's Wettkämpfe (da gehts richtig zur Sache) und das Ganze harmoniert mit dem Aikido (Prinzip, Bewegungslehre)...
Du solltest aber bedenken, dass, wenn Du wirklich Wettkampf (mit allen Konsequenzen) machen wilst, es rein aus Zeitgründen kaum möglich ist, zwei (Kampf)Sportarten zu betreiben.
D.h. wenn Du eine Sportart leistungsmäßig betreibst, dann bedeutet das mindestens 3 Trainingseinheiten/Woche + separatem Konditions- bzw. Krafttraining...

Geändert von purger (04-02-2005 um 13:44 Uhr).
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