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Alt 03-03-2005, 13:08
zephyr zephyr ist offline
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Eigentlich die gleiche Anmerkung wie Twist.

Meiner Meinung nach ist es nicht unbedingt abzusehen, dass jemand beim Schlag zum Kopf danach nach hinten um fällt. Obendrein noch so ungünstig, dass es tödlich endet. Bin ich dann wirklich für rechtlich für die, nicht absehbaren, Folgen meines Konters verantwortlich. Bei dem Schlag zum Kehlkopf sehe ich das ein, genauso wie ich keinen Schlag von unten auf die Nase setzen werde.
Andererseits ist es doch so, dass ein Schlag zum SP nicht unbedingt Wirkung erzielt, da er nicht so gut ist wie er sein sollte, nicht genau genug plaziert ist /werden kann.
Ich für meinen Teil würde vermutlich nicht zum SP schlagen, da ich die Wirkung in diesem Fall nicht abschätzen kann. Treffe ich nicht genau, erziele ich bei einem trainierten Menschen wenig Wirkung, während es bei einem untrainierten zu Verletzungen der Organe führen kann, was ebenfalls tödlich enden kann.
Ein Arzt hat bei uns im Training mal gemeint, dass er nie zum Körper schlagen wird, eben wegen der eventuellen Organschäden, sondern immer zuerst auf die Extremitäten.
Wenn ich die Möglichkeit habe meinen Konter bewusst zu platzieren, würde ich auch diesem Ansatz folgen. Auch in der Voraussicht, dass ich Gelenke für immer kaputt mache, was ich aber für besser halte als eine lebensgefährliche Verletzung zu riskieren. Mein nächstes Ziel wäre der Kopf, da ich dort die Wirkung leichter abschätzen kann als am Rumpf.
Um einen sinnvollen, nicht zu gefährlichen Konter zum Körper zu machen, müsste ich aus meiner Sicht doch kurz mit dem Angreifer kämpfen um Rückschlüsse auf seine Konstitution schliessen zu können, was aber ja nicht im Sinne der Notwehr sein kann, da es für mich ein erhöhtes Risiko bedeutet.

Eins würde mich noch zu der Einschätzung des Angreifers interessieren. Wie soll man diese als Person mit Kampfsportkenntnissen vornehmen. Es ist doch nicht unbedingt so, dass ich sofort beim ersten Angriff erkennen kann, mit wem ich es zu tun habe. Andererseits weiß ich aber aus dem Training, dass es auch unscheinbare Personen gibt, die mir weitaus mehr Schaden zufügen können, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut. So gesehen müsste ich mich ja dann doch möglichst leicht verteidigen und bei Bedarf die Konterstärke schrittweise erhöhen, womit ich mich dann doch wieder einer erhöhten Gefahr ausliefere selbst Schaden zu nehmen.

Hoffe die Problematik auf die ich raus wollte ist etwas deutlich geworden.
Vielleicht kann darauf ja noch etwas Bezug genommen werden.

Eins noch. Habe mal gehört, dass wohl in der Bewertung der Selbstverteidgung ein Unterschied gemacht wird, ob man einen schwarzen Gürtel hat oder einen darunter. (Unterscheidung zwischen Kampfsportler und nicht Kampsportler ist klar.) Wäre es also aus Selbstverteidigungssicht sinnvoller beim braunen Gürtel zu bleiben und nie den schwarzen zu machen?

Eine Antwort auf den letzten Absatz würde mich wirklich sehr interessieren.

Gruß
zephyr
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