Ich kann dem letzten Beitrag hier nur zustimmen.
Die häufigste Form von Rückenschmerzen, der ich begegne sind Schmerzen im LWS Bereich (Kreuzschmerzen). Diese haben als eine der wichtigsten Ursachen eine Verkürzung d. m. illiopsoas und des m. piriformis.
Daraus folgt, dass eine Dehnung der selben der Ursache entgegenwirken würde. Allerdings ist dies bei schweren und akuten Fällen wiederum nicht angebracht, da bei Dehnen der Zug auf die betroffenen, schmerzenden passiven Strukturen ja grösser wird (wenn auch nur vorübergehend).
Dieses Hohlkreuz generiert dann zu Kompensation üblicherweise einen Rundrücken. Gegen diese Fehlstellung, kann dann mit der Stärkung der Oberen Rücken- und hinteren Schultermuskulatur angegangen werden. Oft lässt sich über so auch das Hohlkreuz soweit beeinflussen, dass dann da auch gezielte Massnahmen möglich sind.
Grundsätzlich ist das ganze immer ein heikles Thema. In vielen Fällen ist Bewegung für den betroffenen schon mal ne gute Sache und ein durchschnittlicher Allgemeinpraktiker hat da nicht mehr zu bieten als ein
KK-Lehrer.
Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die berechtigte Frage nach der Qualifikation des
KK-Lehrers in diesem Bereich. Ich stelle immer wieder fest, dass es da Leute gibt, die zwar entsprechende Übungen empfehlen oder sogar direkt therapeutische Praktiken vornehmen, ohne den nötigen Background zu haben und oft nichtmal über anatomisches Basiswissen verfügen.
Sowas ist m.E. nicht zulässig und auch ein Vertrauensmissbrauch.
Gruss Skyguide