Ich sehe es so, dass das Prinzip Jeet Kune Do wie du schon beschrieben hast den eigenen Weg darstellt, indem man halt das -für sich selbst- nützlichste kombiniert und schlicht und ergreifend das auslebt, was man selbst den verschiedenen Kampfkünsten entnimmt bzw entnehmen kann.
Auf der anderen Seite bezeichnet man als
JKD natürlich auch Bruce Lees definierten Kampfsport, also sozusagen Bruce Lees persönliches Beispiel eines verwirklichten Jeet Kune Do-Konzeptes. Er sagt ja schließlich auch selbst, das -was wir als Jeet Kune Do bezeichnen- sein persönliches
JKD ist.
Von daher denke ich, das Problem besteht schlicht und ergreifend darin, dass wir einen Begriff für 2 Dinge verwenden. Und zwar 1.
JKD als für jeden anwendbares Prinzip und 2.
JKD als Lees individuelle Interpretation dieses Konzeptes, also
JKD als Sport wie er auch gelehrt wird.
Ob nun der Stil
JKD (der er zwar nicht sein sollte, aber da er so gelehrt wird ist er unweigerlich einer) oder das Prinzip Jeet Kune Do höherwertiger ist, bleibt offen. Ich persönlich finde
JKD an sich interessant und würde das auch ne zeitlang trainieren, doch dann im Sinne des Prinzip JKDs mir das nehmen, was ich gebrauchen kann, also
JKD als normale Kampfsportart wie auch die anderen ansehen und ebenso mit ihr verfahren.