Also ich finde diese Diskussion etwas unsinnig, vielleicht auch, weil ich nicht viel von traditionellem Schnickschnack halte. Ich habe auch einmal einen Schüler gehabt, der mich Meister nennen wollte. Das ging mir persönlich ziemlich auf die Nerven und ich habe einige Wochen gebraucht, bis er mich mit meinem Vornamen angesprochen hat. Ebenso hasse ich das, wenn man mich im Training mit Sie anspricht.
Sicher halte auch ich oftmals einige Moralpredigten beim Training (Und halte dies auch für meine Pflicht!), weil es mir eben nicht egal ist, ob sich meine Jungs auf der Straße hauen oder im Umfeld, beispielweise auf einem Wettkampf daneben benehmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das nie auf Meister/Schüler Basis funktionieren kann, sondern eher auf freudschaftlicher Basis, gepaart mit einer leichten Vorbildfunktion.
Und ich denke, als Trainer sollte man in vieler Hinsicht immer ansprechbar für seine "Schützlinge" sein und auch mal ein offenes Ohr für persönliche Probleme haben. Aber das ändert nichts daran, das man ist, was man ist, ein Trainer und kein Meister.
Genauso halte ich das in meiner Firma mit meinen Angestellten, dort bin ich in erster Hinsicht Kollege, auch wenn ich in letzter Konsequenz das Sagen haben. Dort, sowie als Trainer will ich durch meine Kompetenz und mein Können Respekt erreichen und nicht durch Pseudotitel wie Meister oder Ähnliches.
Vielleicht habe ich nur auch ein überspitztes Bild eines Meisters im Kopf, der seine Wirren Gedanken zum Besten gibt ohne den Sinn zu erklären. Seine Schüler laufen ihm nach ohne eigenständig zu denken. Das ist gerade in dieser Zeit verkehrt. Die Leute verlernen ohnehin schon das selbstständige Denken, da muss ich nichts mehr vorkauen. Fördern ja, Vorkauen nein!
Hoffe das war jetzt nicht zu konfus und Ihr versteht was ich meine. Wenn nicht bitte nachfragen...
Gruß,
Schlankili
Geändert von Schlankili (18-10-2005 um 10:06 Uhr).
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