Hallo!
Mal was zu der Herkunft der japanischen Begriffe im Shaolin-Kempo (welches ja eigentlich chinesisches Kungfu ist bzw. war):
- als sich die ersten Shaolin Kempo Vereine in den 50er Jahren in Deutschland organisierten, schlossen sie sich dem Deutschen Karate Verband bzw. Judo Verband an und mußten daher deren Begriffe übernehmen.
- Außerdem hat selbst Sifu Chen Tao Tse aus einem "Kauderwelsch" von Niederländisch, Chinesisch, Deutsch und Englisch unterrichtet. Und da damals (50-60er Jahre) die meisten Leute aus dem Karate kamen, hat man halt deren "Sprache" übernommen. Dafür sprachen folgende pragmatische Gründe:
Die japanischen Begriffe sind logisch aufgebaut, schnell zu lernen und kurz und knapp (wie es sich für ein Kommando gehört: "Oi Tsuki Jodan" ist wohl kürzer als "Ping chung chuen ha lo"...) und einfach auszusprechen. Es gab damals noch keine Bücher mit chinesischen Begriffen, aber Pflüglers "Karate Do"

Welches sich wohl damals großer Beliebtheit erfreute...
Außerdem gibt es im chinesischen tausende Dialekte und damit für ein und dieselbe Technik zig verschiedene Begriffe (hat was mit der den Chinesen eigenen Verheimlichungswut zu tun), was nicht gerade zur Verständigung beiträgt.
Was zur "Wirbelsäulengymnastik":
Damit soll wohl nur gesagt werden, daß die "Turnvater Jahn Hauruck" Gymnastik, die oft von "echten" chinesischen Wushu Meistern hier auf Lehrgängen etc. demonstriert wird (Schwungtritte auf Überkopfhöhe zum Warmwerden, Runterwippen in Längsspagat etc.) im Kwoon Do nicht praktiziert wird, da sie sportmedizinisch schon seit Jahren überholt ist - wenigstens im westlichen Kulturkreis - in China anscheinend nicht...
Soviel dazu,
MfG