Einzelnen Beitrag anzeigen
  #25  
Alt 09-11-2005, 21:38
Benutzerbild von arben
arben arben ist offline
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 09.04.2005
Ort: Bangkok
Beiträge: 473
Standard Tag 8

Tag 8

Ich wache gegen 10 Uhr auf und mir geht es dreckig. Ich habe Magenkrämpfe, Durchfall und Fieber. Mein erster Gedanke ist: "Oh nein, da muss ich wohl heute das Training ausfallen lassen".

Leider bewahrheitet sich meine Vermutung schnell als es mir mit jeder Minute schlechter geht. Ich verfluche mich, dass ich gestern von dem Huhn gegessen habe und denke mir, dass es wohl vom Essen herrührt. Nachdem es meinen Jungs aber allen gut geht, kann ich das ausschließen. Erst einige Tage später stellt sich heraus, dass es der Freundin von Leonard, dem italienischen Kämpfer und ein paar Thais ebenfalls so geht. Es lag also nicht am Essen, sondern hat sich vielmehr um einen Infekt gehandelt. Leider zieht sich der Infekt bei dem Italiener etwas in die Länge, so dass er leider seinen geplanten Kampf absagen muss. Wir alle sind enttäuscht.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass man in Thailand meinen Erfahrungswerten nach eigentlich überall problemlos essen kann. Gerade Pattaya gilt als die Stadt mit der besten Infrastruktur Südostasiens.

Einer der Bonner ist am abend zuvor aus Bangkok zurückgekehrt und wir tauschen schnell die Erfahrungsberichte der letzten 3 Tage aus. Ich leihe mir 2 Immodium von ihm und sage meinem Durchfall den Kampf an.

Gegen Mittag schleppe ich mich mit den beiden Bonnern in ein kleines Thai-Restaurant. Irgendwie kann ich mich aber nicht durchringen etwas zu essen und bestelle nur eine Cola. Nach dem Mittagessen bewegen wir 3 uns in das Einkaufszentrum BIG C. Dort möchte ich mir ein Croissant holen, da ich denke dies könnte gut magenverträglich sein.
Der eine Bonner trennt sich von uns und will in ein anderes Einkaufszentrum weiterziehen.
Der Syrer und ich versorgen uns derweil mit Croissants. Kaum haben wir die Croissants gekauft, bricht die Hölle über uns zusammen. Pünktlich zum Nachmittag setzt der Monsunregen ein und wir sitzen im BIG C fest.

Ich lasse mich mit letzter Kraft auf einer Bank nieder und stelle fest, dass mein Fieber wohl gestiegen ist. Nach kurzer Zeit stelle ich fest wie 2 junge Verkäuferinnen aus einem Foto-Geschäft zu uns hinstarren und merklich über uns reden. Nachdem das längere Zeit so geht, steht unser Syrer auf und gesellt sich zu den jungen Damen. Auch ich bewege mich kurze Zeit später in das Geschäft und nehme auf einem Hocker Platz. Ich bete darum, dass der Regen aufhört und ich mich endlich in mein Bett legen kann. Die beiden jungen Verkäuferinnen bieten mir an mich im Geschäft hinzulegen , aber ich lehne höflich ab und weise auf mein schönes Hotelzimmer hin . Der Syrer flirtet derweil heftig mit einer der beiden und wir werden für abends auf eine Party eingeladen. Nach einer halben Stunde hört der Regen auf und wir gehen zurück ins Hotel.

Die Jungs machen sich für das Training fertig während ich mich ins Bett haue. Ich schlafe sofort ein und stehe erst gegen 19 Uhr wieder auf. Durch 2 Immodium bedingt, muss ich zwar nicht mehr auf Toilette, hab aber nach wie vor ein wenig Fieber und Magenkrämpfe.


MatzeOne und unser Holländer gehen zur Massage. Ich lasse mich von den Bonnern überreden mit ihnen bei BIG C etwas zu essen. Es ist mittlerweile 22 Uhr als wir uns in Pizza Hut reinsetzen. Ich bestelle mir in der Hoffnung auf baldige Genesung Spagetti und verzichte wohlwissend auf die Pizza.
Während des Essens stoßen die beiden Verkäuferinnen aus dem Foto-Geschäft zu uns. Trotz der Versuche des Syrers mich zu überreden auf die Party mitzukommen, bleibe ich standhaft und gehe zurück ins Hotel. Auch die anderen Jungs verzichten auf die Party und der Syrer zieht schimpfend mit einer der beiden Verkäuferinnen los. In einem thailändischen Club genehmigt er sich mit der Verkäuferin und 3 ihrer Freundinnen schließlich 2 Flaschen Whisky.
Gegen 3 Uhr morgens höre ich ihn schließlich mit Begleitung im Hotel an meinem Zimmer vorbeipoltern.

Sofort schlafe ich wieder mit der Hoffnung auf einen besseren Tag ein.
Im Nachhinein erzählt mir der Syrer von einer super Party in einem thailändischen Club. Außerdem erhöht sich unsere Anzahl in der Gruppe um eine der Verkäuferinnen. In den folgenden Tagen ist sie öfters an der Seite des Syrers mit von der Partie.
Mit Zitat antworten