imaginationen, vorstellungen im zusammenhang mit bewegung: da unterscheide ich zwischen verbalem denken und räumlichen nonverbalen (vorstellungs)bildern.
einstellungsdenken, dass mit repetitiven sätzen im kopf operiert (ich will dies und dies, diesmal schaffe ich es, ich habe schon mut etc.), hat bei mir noch nie angeschlagen, im gegenteil, es ist ein grundsätzliches indiz dafür, dass die körperorganisation verstockt ist.
und ich behaupte auch mal, dass diese 'positive thinking' therapien, wenn sie denn helfen, aus ganz anderen gründen funktioneren als wegen dem kognitiven sich einhämmern von schönen sätzen.
ich habe geschrieben räumliche bilder. das ist durchaus interessant. z.b. den eigenen schwerpunkt unter den des gegners visualisieren.
im yiquan gibt es sehr viele begleitende vorstellungen, die wenn sie ruhig ablaufen, ein indiz sein können, dass die bewegung bereits recht gut ist.
das 'fühlt' sich aber ganz anders an, als wenn man auf ein paar vielversprechenden gedanken herumkaut. es kann auch sein, dass man spontan auf neue bilder kommt, also auch mit der fantasie in bewegung ist.
oft reicht ein bild, um etwas zu starten. das bild wird in dem fall nur für einen sekundenbruchteil gebraucht, dann wird der körper fähig ihm zu folgen.
man merkt mit der zeit auch, welche bilder man brauchen kann und welche nicht wirken.
ich erachte diese bilder aber nicht als muss. wer während den übungen oder dem kämpfen nichts denkt oder sich vorstellt, ist deswegen noch nicht im nachteil. wenn man wirklich an der sache dran ist, so ist die kogniton eher eine bremse und sowieso zu spät. das ist ja auch das schöne; der körper weiss, was zu tun ist und das echo des denkens gibt endlich mal ruhe. |