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Alt 09-01-2006, 08:33
Tega Tega ist offline
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Kampfkunst: Aikido, Modern-Arnis
 
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Zitat von Ritter Sport
Hallo zusammen!

Im Augenblick denke ich darüber nach, zusätzlich zum Ju-Jutsu, Aikido zu trainieren. Ich interessiere mich schon sehr lange für Aikido und habe dementsprechend viel Literatur zum Thema bewältigt. Allerdings fehlt mir noch die Praxis...

Angenommen ich praktiziere über Jahre den Stil Yoshinkai, bin aber dann gezwungen durch einen Umzug das Dojo zu wechseln. In dem neuen Dojo wird aber kein Yoshinkai abgeboten, sondern beispielsweise Aikikai, 3A, Tendo-Ryu etc.
  • Darf man seine Graduierung (z.B. 1.Dan) aus einem anderen Stil in der Regel weitertragen?
  • Ist ein Wechsel der Stilrichtung so ohne weiteres möglich?

Natürlich könnte ich einen Sensei in einem benachbarten Dojo fragen, aber ich bin vor allem an überregionalen Info´s und an euren Erfahrungen interessiert.

Vielen Dank!

Liebe Grüße
Ritter Sport
Kommt immer auf die Stilrichtung und die "Menschen" an.
Bei uns im Verein im Training selbst (Tendo Ryu) ist das kein Thema, wir haben auch ziemlich regelmässig "Gäste" aus anderen Stilrichtungen. Trotzdem gab es meines Wissens, bei uns im Verein selbst, in den letzten 10 Jahren in denen ich dabei bin keinen Dan-Träger einer anderen Stilrichtung, der sich um offizielle Anerkennung bemüht hätte, deshalb bin ich da aus dem Stehgreif etwas überfragt was die offiziellen Landesverbandkriterien da sind. Kyu-Grade sind bei uns oft kein Problem, haben gerade einen 3.Kyu Studenten aus dem DAB bei uns, dem haben wir angeboten auf dem nächsten Lehrgang bei uns den 2. zu machen, liegt aber viel am verantwortlichen Trainer.

Gegenbeispiele selbst im "aikido" gibt es leider aber auch. Ein Freund und Trainingspartner von mir hat lange Zeit Do und Fr arbeitsbedingt in einer anderen Stadt verbracht. Donnerstags Abends nichts anderes zu tun, ist er kurzerhand ins örtliche Aikido-Dojo gegangen, hat sich vorgestellt und mitgemacht. Zu dem Zeitpunkt war er 1.Kyu, der örtliche Trainer wies ihn eiskalt zu den Weisgurten. Da der Trainingskollege ein ganz lieber ist und Donnerstags eh nichts anderes zu tun hatte in der Stadt ging er trotzdem immer wieder hin. Das Spiel ging DREI JAHRE so weiter, ihm wurde zwar immer wieder angeboten dort doch Prüfungen zu machen, aber die waren Samstags und er nur Do und Fr dort. Um unkenrufen vorzubeugen, nein, er ist nicht nur nicht schlecht, er ist sogar ein sehr guter Aikidoka , Das war reine Sturheit vom verantwortlichen Trainer (und natürlich ihm selbst, da er trotzdem immer wieder hingegangen ist).

Gerade bei einem Verbands-Vereinwechsel erkennt man "gute" Lehrer.
Gute Lehrer weisen einen auf stilbedingte Unterschiede hin und erklären vor und Nachteile, ohne gleich "Missionieren" zu wollen. Kommt ein "Das machen machen wir anders, weil das hat diesen und jenen Grund" solltest du bleiben und versuchen zu verstehen warum das hier anders gemacht wird, kommt ein "das ist so falsch, richtig ist das wie wir es hier machen", sei vorsichtig
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