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Alt 21-01-2006, 09:46
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Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 16.11.2005
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Zitat:
Zitat von Alfons Heck
Immer wieder nett welche Stilblüten Übersetzungsmaschinen liefern
...und vergesst nicht Euren "schwarzen Riemen" anzulegen
Ich habe mir oft Gedanken zu diesem Thema gemacht, weil man ja als Taekwondoin in einem Forum permanent damit konfrontiert wird eine vollkommen untaugliche Kampfkunst zu betreiben. Diese Einstellung wird sozusagen von den älteren auf die jüngeren Forumsteilnehmer "vererbt", weil schon diejenigen die 1 Jahr irgendwelches ing/ung oder Kickboxen und MT machen ganz genau wissen das Taekwondo nix taugt.

Also mal zu der Frage " tut es wirklich Arbeit?" oder fehlt das "Lochen zum Kopf" - sorry, aber bei den beiden "Übersetzungsvarianten" hab´ ich mich fast weggeworfen

1) Taekwondo hat sich von der Kampfkunst hin zum Kampfsport entwickelt.

= richtig - für einen Großteil der VEreine und Sportschulen
= aber - es gibt genügend Schulen, die den Traditionen verbunden bleiben Kwon-Jae-Hwa, oder auch WTF/ITF - Schulen die ihr Augenmerk nicht auf Wettkampf sondern auf sV und Formen legen

2) können Taekwondo-Kampfsportler sich selbst verteidigen?

= ja- gegen jeden nicht Kampfsportausgebildeten, unbewaffneten Angreifer.
= aber, sie sind nicht speziell trainiert für Straßenkampf oder Waffenabwehr.

Die Stärke eines Kampfsportlers sollte in der Vernunft und in der Deeskalation liegen. Durch seine selbstbewußte, sportliche Ausstrahlung fällt er aus der Opferrolle meist raus. Selbstbewußtes Auftreten deeskaliert sehr oft.

3) könnten Taekwondo-Sportler gegen andere Kampfkünstler gewinnen?

= Unsinn, da Kämpfer A gg. Kämpfer B die richtige Frage wäre
= Unseinn, weil der TAekwondoin dafür nicht trainiert, sondern nach seinen sportlichen Regeln. Genau wie der Judosportler oder Boxsportler.

4) wäre der Taekwondoin in der Lage Kickboxerisch oder in der MT - Szene Fuß zu fassen?

Die Kick-Techniken der (guten und erfolgreichen) Taekwondoin sind denen der MT- oder Kickbox-Szene klar überlegen.
Es fehlt jedoch die Bandbreite der Handtechniken und die Erfahrung der Kampfführung und - je nach Stil - die der Lowkicks.

= ich bin sicher dass ein national/international erfolgreicher sagen wir 20 jähriger tAekwonodin nach spätestens 2-3 Jahren an der nationalen Spitze mitmischt, wenn er umsteigt z.B.: auf Kickboxen-Vollkontakt und genauso professionell dieses trainiert wie vorher TAekwondo.

5) Ist ein wettkampforientierter DAN-Träger genauso ausgebildet wie ein Taekwondo-Kampfkünstler, der mehr Formen oder SV trainiert hat?

= die meisten deutschen Top-Kampfsportler im Taekwondo stecken den engagierten Breitensportler mit 2-3 mal 90 Minuten Training die Woche in jeder Disziplin, egal ob Bruchtest, Formen oder SV in die TAsche.
= aber es gibt auch Vereine vollkommen ohne Basistraing, da stimmt das nicht.

6) der größte Unterschied zwischen den TAekwondo-sportlern und den Kampfküünstlern die 10 Jahre Selbstverteidigung trainieren um es 1 oder 2 mal im Leben zu brauchen ist, dass ein Taekwondo-WEttkämpfer der 10 Jahre im Wettkampfzirkus dabei ist je nach Erfolgen 250 bis 500 Kämpfe bestritten hat,

also der Vorteil zu wissen was man tun könnte in einer SV-Situation und dies 1000 mal trocken geübt zu haben,
gegen den Vorteil in vielen reelen sportlichen Wettkämpfen mit Regeln TEchnicken eingeübt zu haben, die zwar nicht SV-spezifisch sind, aber im Unterbewußtsein verankert und 100% perfektioniert sind.

Allerdings bitte beachten-

Ich gehe hier nicht von einem Taekwondo-Anfänger mit 2,3 oder 4 Jahren TAekwondo-Training, sondern von einem Sportler, der seinen Sport gelernt hat und beherrscht.
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