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Alt 26-01-2006, 13:41
Hamurra-e Hamurra-e ist offline
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=>Der Damaszenerstahl darf nicht mit dem Katana-Schmiedeverfahren verwechselt werden. Die Araber verwendeten eine völlig andere SchmiedeTECHNIK(ich betone: nicht ein anderes Verfahren!) als die Japaner. Ein echter Damaszener hat echte "Damaszener-Flecken" (vgl. Hamon) und nicht etwa eine Säureätzung. Zudem gilt das Geheimnis der antiken arabischen Schmiedekunst ohnehin als verloren. Echte Damaszener werden heutzutage auf Auktionen für riesige Summen verkauft, während die Messerläden mit "Damaszener-Nachbau" vollgestopft sind.

Ich weiß jetzt nicht was du mit "Damaszener-Flecken" meinst, aber wenn du auf das Muster anspielst, dann hast du Recht im Unrecht, außerdem verwechselts du den Schweißdamast mit dem Kristalisationsdamast (am meisten als Wootz oder Pulat bekannt).
Mann zieht in der Regel, den Damast, aus den Stahl mit Säuren, das muss aber nicht unbediengt sein, durch natürliche Korusion kommt der Damast von selbst zum vorschein. Bei Wootz muss man sowieso sehr vorsichtig sein beim Ätzen. Das entstehende Muster hat mit der Hamon nichts zu tun, die Hamon ist eine Härtelinie, d.h. sie ensteht durch das Härten, und kann durch schleifen mit Steinen (Tradionell), oder auch Sandpapier, hervorgebracht werden. Wer sich aber diese Arbeit spahren will kann auch mit Säure nachhelfen.

Kurz zur Geschichte des Damastzenerstahls (erhebt keine Recht auf vollständigkeit).
Zur Zeit der Kreuzzüge sind unsere Ritterlichen Vorfahren mit dem berühmtberüchtigeten Damaszenerstahl in kontakt geraten. Und zwar über die Stadt Damaskus im Orient.
Damaskus war schon immer ein Ort, wo sich die alten Welten trafen, es war ein Umschlagplatz für Seide, Gewürze und auch Stahl. Ob in Damaskus selbst Damaszenerstahl hergestellt wurde ist bis jetzt fraglich.
Aber sicher ist das Wootzstahl (der durch ein Schmelzverfahren hergestellt wird und mittlerweile schon von eineigen Messermachern rund um die Welt wiederentdeckt wurde), von Indien, Arabien und vermutlich sogar aus Russland (Georgien) dort gehandelt wurde.
Auserdem kann es auch sein das Schweißdamast, ebenfalls über Indien nach Damsakus kam.

Unter dem Namen Damast sind also 2 verschiedene Stähle bekannt,
einmal, und Heute der bekannteste, der geschweißte Damast( den hab ich schonmal erklärt) und dann der Wootz.
Den will ich jetzt mal schnell erklären.
Seine Herstellung sieht so aus, ein Roheisen wird zusammen mit Holzkohle, zerstossenem Glas und grünen Blättern in einen Tontigel gegeben und dann in geschlossener Atmosphäre Geschmolzen. Dann, und dass ist für die Mustergebung ganz wichtig, läst man den Stahl ganz langsam abkühlen.
Mitlerweile ist bekannt das bei dieser Methode nur dann Wootz ensteht wenn im Roheisen verunreinigungen wie Mangan, Moliptänium, Vanatium oder auch Crom, enthalten sind. Diese müssen nur in sehr geringen Mengen enthalten sein!
Guggst du hier:
http://www.tms.org/pubs/journals/JOM...even-9809.html
Sind diese "Verunreinigungen" nicht vorhanten dann bekommt man immernoch einen sehr guten und reinen Kohlenstoffstahl, der aber keine Muster zeigt.
Soviel zu den Damasten.

Jetzt dazu:
=>Geschmiedete Katanas sind in der Regel für nicht unter 200€ zu bekommen. Nicht-geschmiedete Katanas überstehen gar kaum leichte Hiebe.

=>Dass ein Katana geschmiedet ist, bedeutet längst nicht, dass er zu einem realen Schwertkampf taugt. Grundsätzlich sollte der Zusammenstoß zweier Klingen vermieden werden.

=>Geschmiedete Katanas werden meist aus 1095er oder 1050er Kohlenstoffstahl hergestellt, besitzen eine Rockwellhärtung von Schneide 60/Rücken 40.
Nicht-geschmiedete Katanas werden fast immer aus 440A oder 420 rostfreien Stahl geschmiedet.
Fazit: Nicht-geschmiedete Katanas rosten in der Regel nicht, während geschmiedete rosten.

Also bei der Reinheit Heutiger Stähle, ist Schmieden vollkommen unnötig, um ein brauchbares Schwert Herzustellen!!!
Im gegenteil! Wer das Schmieden und seine Themperaturen nicht beherscht, fügt dem Stahl mehr schaden zu, als dass er ihm gut tut.
Zum einen wird das Gefühge durch falsche Themperatur sehr Krobkörnig, dann wird meist der Stahl an der Oberfläche entkohlt usw.
Schmieden ist eine schöne Sache und eine materialspahrende Methode Metall in die Form zu bekommen, aber geschliffene Klingen stehen ihnen in nichts nach. Solange nicht auf die äußere Erscheinung, wie Damast, wert gelegt wird.
Das wichtigste Ist die Materialwahl (kein rostfreier Stahl)und die Wärmebehandlung!!!
Wenn die Stimmt, dann macht schmieden oder schleifen keinen unterschied!
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