Ich will hier keinen ans Bein Pissen. Aber manche behauptungen sind einfach falsch.
Ich komme aus dem Metallbereich, schmiede Damast und hab schon das eine oder andere Messerchen und Schwert gemacht, auserdem hab ich das zeug mal ein paar Jahre in einem Waffenladen verkauft, sowohl Rostfreie als auch Paul Chen.
Natürlich weiß ich nicht alles, aber es gibt genügend Bücher (von denen ich die Meisten hab) in denen die tratitionelle Herstellung genau beschrieben wird. Mir geht es auch nicht darum an dieser herum zu mäkeln, sondern einige Verwechslungen und allgemeine Falsche annahmen aufzuklären.
Ich glaube es ist nicht ganz klar, dass Hamon und die Damaszener-Flecken an sich etwas sehr ähnliches sind. Die Hamon ist quasi die sichtbare Abstufung der zähen und der harten Metallschichten an der Klinge. Das sind Damaszener-Flecken auch, bloß wesentlich exzessiver und an der gesamten Klinge sichtbar.
Ich klaube wir reden hier aneinader vorbei, ich weiß noch immernicht was du unter "Damaszener-Flecken" verstehst.
Wenn man Damaszenerstahl ätzt, dann wird durch die Säure die verwendeten Stähle unterschiedlich angegriffen. Je Säure und verwendeter Stahl, kann es sein das zuerst der Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt oder der mit niedriegeren angegriffen wird. Dadurch wird einer der Stähle dunkler und der ander bleibt heller.
Hier was zum nachlesen wens interressiert:
http://www.arsmartialis.com/technik/damast/damast1.html Das Schmieden in verschiedenen Lagen ist beim katana notwendig, da du nur so den weicheren Klingenkern aus Weicheisen (shingane) und den härteren Klingenmantel aus Stahl (kawagane) inkl. gehärteter Schneide gewährleisten kannst. Dies ist zum Gebrauch des Schwertes insofern notwendig, da es von außen hart genug sein muss, um entsprechende Wirkung zu erzielen, von innen her aber flexibel genug sein muss, um der Gefahr vorzubeugen, dass es bricht. Eine Klinge aus reinem, hartem Stahl würde leicht brechen, eine nur aus Eisen sich leicht verbiegen. Dieses Prinzip gibt es bei Klingenwaffen schon seit Jahrhunderte, nicht nur in Japan war dies so, auch schon im Europa der Antike kannte man ähnliche Verfahren, um eine Klinge widerstandsfähiger zu machen. Um ein brauchbares Schwert herzustellen, braucht es sicherlich nicht den Aufwand eines Schmiedevorganges, aber dieses Verfahren macht sie widerstandsfähiger und brauchbarer vor allem im Einsatz gegen andere Schwerter und auch Rüstungen.
Wenn du heute einen Japanischen Schmied fragst, warum er seine Schwerter in z.B. Kabuse aufbau schmiedet oder Hon Sanmai, wird er dir sagen das er dadurch das Teure Mandelmaterial Kawagane Spahrt.
Masamune hat einige seine Besten Schwerte nur aus Kawagane geschmiedet, bei einer Untersuchung seines Schwertes wurde festgestell das es aus über 4 Milionen Lagen Stahl bestand. er hatte also einen Ultra reinen Monostahl hergestellt. kein weicher Kern oder Rücken!
Diese hart, weich Kompination ist natürlich überall bekannt und macht völlig Sinn nach damaligen Standart und ergibt auch heute noch beste Ware.
Aber wenn ich nut ein Gutes Schwert will und nicht unbedingt 10.000€ hinlegen möchte, dann kann ich z. B. aus einem C60 Stahl durch Selektiver Härtung (schneide hart, rücken weich) ein wirklich gutes und manchen alten schwertern, weit überlegenes Schwert herstellen.
In Japan wurden Schwerter ebenso in Massen produziert wie wo anders auch, der einfache rollende Fleischklops von Soldat, hatte nur ein Minderwertiges Schwert zur verfügung und wurden ausdrücklich darauf hingewiesen sie nur gegen ungerüsstete Ziele ein zu setzten.
Ich will nicht an den alten Methoden rum meckern, von denen ich selber sehr fasziniert bin, sonst würde ich keine Messerschmieden oder Damst machen.
Aber wenn man gutes und günstiges haben will, und nicht unbediengt ein Orginal will, dann gibt es gute alternativen dafür.
Jedenfalls wird ein Moderner Stahl durch Fallten nicht besser und das hart, weich gefüge ist durch das Selegtivehärten mehr als ausreichend.
so
das dürfte auch interressant sein
http://www.jpsword.com/files/swordma...rd-making.html