@Hamurra-e: Da haben wir uns missverstanden, ich hatte geglaubt, du hälst den Schmiedevorgang mit einem weichen Eisenkern und einem harten Stahlmantel für überflüssig, nicht auf den Bezug zu den Stahlsorten für den Mantel. Dass schon zu antiken Zeiten nur eine Stahlsorte Verwendung fand, ist korrekt, es gab z.B. Schmiede, die nur eine Stahlsorte eben nach ihren regionalen Möglichkeiten zur Verfügung hatten. Cih persönlich bemesse den Wert einer Klinge nach historischem apsekt, aber natürlich hast du ganz sachlich gesehen Recht, heutzutage werden in Japan immer noch viele gute Klingen hergestellt, die so manche antike aus der Bürgerkriegsperiode in den Schatten stellt.
@Richard: Ich habe auch nur zu deinen Aussagen hinzufügen wollen, was historisch korrekt ist und auf antike Klingen zutrifft. Es gibt sehr wohl genug Leute, die sich eine Klinge aus der Sengokujidai leisten können, mit dem entsprechenden Know-How und Glück muss man da keine Tausende ausgeben.
Zur Luftfeuchtigkeit: In Japan herrscht eine absolut höhere Luftfeuchtigkeit als hier, trainier dort mal im Sommer, dann reden wir weiter. Die Rostanfälligkeit eines Katana, das in der saya im gewärmten Wohnzimmer steht ist sehr, sehr gering und somit reicht aus meinen Erfahrungen ein Reingungs- und Ölungs-Gang pro Jahr... öfters macht natrülich mehr Spaß
Zum Widerspruch zwecks Klingenkontakt: Es geht darum, dass ein Samurai nicht bewusst seine Schneide auf eine andere Schneide hacken würde wie im Film. Nichts desto trotz kann es im Kampf zu Kratzern, Scharten etc. auf der Klingenoberfläche kommen. Nicht jeder Samurai konnte vermeiden, dass sein katana nach dem Kampf noch 1A aussah.
Zum Thema Lack auf der Klinge: Das ist aber dennoch moderner Unfug.
Zum Schwerttest an der Eisenstange: Sorry, über diesen von Vornerein unsinnigen Versuch kann ich immer noch nur fragen, wie man auf sowas kommen kann

Obata Kaiso hat mit seinem kabutowari einen riskanten Versuch gewagt und es gelang ihm einem geschmiedeten Stahl-Kabuto eine tiefe Scharte zuzufügen. Mit Know-How und Glück ist es sicherlich möglich solche Härtetests zu bewältigen, aber prinzipiell ist das unnötig und nicht nützlich.
Ansonsten empfehle ich allgemein das Buch "Japanische Schwertschmiedekunst" von Kapp und Yoshihara, denn das Thema ist viel zu komplex und wartet zog Missverständnisse auf für ein Forum.