Zitat:
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Zitat von BuZuS ...
2.) Und es geht doch gerade darum, dass alles verschmilzt, und man eben nicht mehr nur MZ und dann BJJ trainiert. Sondern alles in Verbindung. |
@Buzus,
es stimmt, alles verschmilzt, aber dadurch wird
MMA noch zu keiner eigenständigen
KK, geschweige denn Super-
KK!
Dazu gehört ja neben den technischen Mitteln auch ein gewisses Repertoire von strategischen und taktischen Prinzipien in Form grundsätzlicher Verfahrensweisen der praktischen Anwendung, die dann natürlich bei Spitzenleuten noch im Rahmen der Indvidualisierung auf höchstem Niveau entsprechend interpretiert werden. (Von philosophischen Fragen, die für viele untrennbar mit einer
KK verbunden sind, wollen wir erst garnicht reden!)
Aber ein
KK-Trainierender, der dauerhaft efolgreich in einem der zahlreichen Freefight-Formate (z.B. UFC, Pride, Shootwrestling, Sandawang, Shidokan Wettkämpfe, Freefight nach FFA und weiß der Teufel was noch alles...

) kämpfen will, muß sich ausgiebig einem
MMA-Crosstraining unterziehen oder eine
KK betreiben, die sich aus dem
MMA-Training entwickelt hat. Und falls er eine solche
KK betreibt, dann muß er tortzdem permanent über seinen Tellerand schauen,
MMA-Crosstraining betreiben, damit er sich mit eventuellen neuen Entwicklungen auseinandersetzen kann.
Nehmen wir als Beispiel einen Typen wie Imanari (siehe Video "Leglock" von JKDberlin), der nunmal ein gewisses Set strategisch-taktisch-technischer Verfahren entwickelt hat, nach dem er agiert. Im Falle eines Kampfes gegen diesen Mann muss ich mein Set entsprechen tunen, damit ich erfolgreich gegen ihn kämpfen kann.
Klassische und moderne Trainingsmethoden, strategisch-taktische Verfahren und Techniken werden immer mehr verschmelzen und die übergeordnete Kampfsportart ist dann Freefight, das in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftritt und auftreten wird.
Ein
BJJ-Kämpfer oder allgemein Wrestler/Grappler wird den Bodenkampf suchen, aber trotzdem versuchen seine Skills im Boxen und Kicken zu verbessern. Seine strategisch-taktisch-technischen Verfahren wird er versuchen entsprechend seiner Schwerpunkte im Angriff, wie in der Defensive im Rahmen seines
MMA-Trainings zu konditionieren. Analoges gilt für die Jungs und Mädels, die primär als Boxer oder allgemeiner Striker versuchen im Stand-Up zu agieren. Sie müssen halt umgekehrt ihre Skills am Boden und bei der Takedowndefence verbessern, auch wenn sie nicht versuchen werden aktiv den Bodenkampf zu suchen.
Oder nehmen wir Sanda-Kämpfer. Im Sanda-Freefight gibt es mittlerweile zeitlich limitierten Bodenkampf, Ellbogen und Knie sind neben dem Körper auch zum Kopf im Stand und am Boden erlaubt. Um zu lernen und ihr Technikrepertoire sinnvoll anzupassen haben sich die Chinesen z.B. teilweise Top-Thaiboxtrainer aus Thailand und russische Samboexperten geholt. Wir selber arbeiten hier in Deutschland mit Experten aus dem Sambo-Combat und aus dem Muay-Thai zusammen. Und obwohl im Sanda ein ausgefeiltes Repertoire an Würfen, Fegern, Tacklings usw. unterrichtet wird, werden diese strategisch nicht dazu benutzt um den Bodenkampf an sich zu suchen, sondern um ein Fastfinish anzusetzen.
Ein z.B. klassischer Kung Fu Mann oder Stilist anderer klassischer
KK ohne
MMA-Training, nur einem einzigen "traditionellen" Stil nachgehend, hat einfach keine Chance mehr sich in den diversen Freefight-Derivaten zu behaupten. Und gleiches gilt auch für alle anderen traditionellen Stile. Sie bieten zwar ein gewisses Basis-Set, das dann aber dazu passend durch
MMA-Training ergänzt werden muß, um im Freefight bestehen zu können!
Fazit:
IMHO wird sich
MMA also nicht als eigenständige
KK oder gar Superkampfkunst etablieren, sondern aus dem
MMA-Training heraus werden sich neue
KK - also Schulrichtungen des Freefight wenn man so will (!) - entwickeln, die je nach Ausrichtung unterschiedliche Sets strategisch-taktisch-technischer Verfahren beinhalten werden und
MMA-Training ist dann halt ein wichtiges methodisches Mittel des gesamten Trainings bereits bestehender oder zukünftig noch entstehender "Superkampfkünste"

!
