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Alt 24-09-2002, 14:44
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Klaus Klaus ist offline
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Das ist sogar sehr nötig für einen Taiji-Stil, weil Taiji ein Wechsel zwischen Rou und Gan (hart/weich) und Stille und Bewegung darstellt (wobei Stille ein Zustand ist, der selten vollständig bewegungslos ist). Daß gewisse Stile sowas NICHT mehr enthalten, ist eher ein Zeichen für die totale Degenerierung, Verwässerung und Verschlimmbesserung von Leuten, die fünf Minuten mit einem Meister Tee getrunken haben, und als Großmeister wieder gegangen sind. Selbst im Wu-Stil hält man an vielen Stellen inne, das ist also nichts unnormales. Gewisse Leute meinen nur, ihrer Schule eine Sonderstellung einräumen zu müssen, indem sie dieses Märchen einer direkten Transkription aus Wudang vorbringen, und irgendwie begründen warum Chen Stil schlechter ist. Unglücklicherweise sind die historischen Bezüge an den Haaren herbeigezogen und sind lediglich aufgrund der fehlenden historischen Aufzeichnungen nicht zu widerlegen, ohne aufgrund eigener Erfahrung eine fundierte gegenteilige Meinung zu haben.
Was man nicht machen darf, ist eine Begründung an dem zu verifizieren, was ortsansässige Anzugträger machen, oder lassen.

Der heutige Yang-Stil stammt von Yang Chen Fu oder sogar einem Schüler von ihm. Diverse Anpassungen könnten ihre Bedeutung auch in den 150 Kilo Körpergewicht haben, die er in späteren Jahren mit sich rumschleppen musste. Praktisch alle Schüler von Yang Chen Fu haben irgendwelche Änderungen vorgenommen. Ich würde raten, mir dazu mal die Meinung der aktuellen Yang-Familie anzuhören (http://www.yangfamilytaichi.com), die verheimlichen nämlich weder, daß ihre Formen vom Chen-Stil abstammen, noch daß sowohl Yang als auch alle anderen ihre Formen immer wieder geändert haben. Und wenn Dir einer was von original "Qi disrupting"-Formen erzählt, schick in mir mal vorbei, oder hau ihm gleich selbst eine rein, mit Grüssen von mir.
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