Zitat:
|
Zitat von Gasmann Da ist mir jetzt aber doch noch mal eine Frage gekommen.
Nehmen wir an, ich halte den Schild seitlich wie beschrieben. Dabei halte ich mich aber auch in einer weiten (sicheren) Mensur auf. Ich kann nun jeden Hieb abwehren - aber was ist mit den nachfolgenden Hieben?
Der Punkt ist ja, daß der Gegner zu seinem Hieb einen Schritt auf mich zu macht und damit die Mensur verkürzt. Wenn ich mich nicht zurückziehen, sondern den Gegner hier und jetzt fertig machen will, ändern sich die Spielregeln, weil ich den Schwertarm des Gegners aktiv mit meinem Schild blockieren muß. |
A)ist das kein Problem
B)musst du das nicht unbedingt. Du hast auch zwei Arme, und kannst während der Abwehr auf der einen Seite einen Angriff auf der anderen Seite machen.
Zitat:
*Man* hat mir gesagt, Wikinger-Schwerter sind vorne abgerundetet, damit man nicht am Schild es Gegners hängen bleibt. Das sollte uns doch einiges über den typischen (oder gefürchteten) Aufprallwinkel des Schwerts zum Schild verraten.
Wenn ich mit dem Schild gegen die Breitseite haue, bleibt da jedenfalls nix hängen.
Stellungnahmen?
Gruß
|
Itto ryu hat schon ein Bild gezeigt. Dazu als Variante auch
http://www.vikingsword.com/petersen/...l#anchor294927
aber auch
http://www.vikingsword.com/vmuseum/vmm1.html
Was durchaus möglich ist, ist dass Spatha-Schwerter, die ausschliesslich von berittenen Truppen auf Hieb benutzt wurden, eine abgerundete Spitze hatten. Aber ich kenne kein Beispiel aus dem Frühmittelalter, wo dies wirklich eindeutig der Fall wäre -problematisch ist allerdings, dass die Spitze als dünnster Teil meist recht stark durch Korrosion entstellt wurde. Wenn anderswo zwei Millimeter fehlen, ist noch was da. Fehlen sie an der Spitze, ist da nichts mehr.
Im Übrigen würde ein Abrunden der Spitze das Steckenbleiben im Schild ja nur verhindern, wenn man gegen den Schild stechen würde, nicht aber bei einem Hieb. Berührt da die Spitze den Schild, war die Mensur sowieso fragwürdig.