Hallo f8ion,
das ist eine Frage, deren Antwort mich ständig beschäftigt. Und ich finde Du gibst die meisten Antworten selbst.
Ich habe für mich folgende Punkte erkannt:
1. Wir haben alle den prinzipiell gleichen Körperaufbau, aber Unterschiede in den Maßen.
2. Die Grundbewgungen sind vom Prinzip her gleich. Hieb, Stoß, tritt, usw. Namen sind Schall und Rauch.
3. Den Hauptunterschied macht die Kampfstrategie einer Kampfkunst. Damit wird ein Schwerpunkt an Bewegungen herausgearbeitet. Die einen suchen die Nähe, die anderen halten Distanz, Arme, Beine, Waffengattung und viel feinere Unterschiede sind da schon zu finden.
4. Letztendlich muß Du für Dich herausfinden, welche Strategie und welcher Schwerpunkt zu Dir paßt. Also bist Du quasi auf der Suche nach Dir (bin ich aggressiv, defensiv, ausweichend, hinterfotzig, edel,...?) und nach dem Verständnis über die Funktionsweise Deines Körpers.
Ich denke, Du kannst das alles in jeder
KK lernen. Die Frage ist nur, wie das in dem jeweilgen Stil und bei dem jeweiligen Lehrer gemacht wird.
Alles in allem schränkt Dich eine Kampfkunst nicht ein. Es ist die Betrachtungsweise. Ich habe füher sehr viel Taekwondo gemacht. Da war Denken nicht gefragt. Ebenso das Individuum. Die Gruppe war wichtig. Dann weiter gesucht und nach vielen Zwischenstops Serrada bei Tom Fischer entdeckt. Tja. Das war etwas, wo ich denken mußte. Und wo die Dinge bei mir nun mal anders funktionieren, als bei meinem Lehrer. Aber das war etwas, was ich nicht nur erkennen durfte, sondern auch sollte. Heute wünsche ich mir einen Partner, mit dem ich das Taekwondo auf diese Weise betrachten kann. Und ich bin mir sicher, ich würde sehen, daß
TKD alles bietet, aber daß der spezielle Lehrstil meine Betrachtungsweise eingeschränkt hat.
Rein technisch unterscheiden sich KKste in der Tat. Aber weniger durch die "Techniken" an sich, als durch ihre Zusammenstellung, Gewichtung und Verwendung. Aber das schränkt an sich nicht ein.
Adios,
würfel.