Einleitung siehe voriges Posting
TKD Geschichte
37. v. Chr.
Im Norden von Korea (Königsgräber Muyong-chong und Kakchu-chong in Tangku, wo sich die Hauptstadt Koguryos befand) wurden 1935 von japanischen Archäologen Deckengemälde und Steinfiguren entdeckt, die auf Motive des Taekyon , einem der Vorläufer des heutigen Taekwondo, hinweisen.
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Hwarang-Do und die Silla-Dynastie
Im Südosten des Landes lag das Königreich Silla, gegründet 20 Jahre vor dem Koguryo-Königreich. Zwei buddhistische Steinskulpturen im Suckkul-am bei Kyongju (ehemalige Hauptstadt Sillas), die den von Kim Dae Sung (751-774 n. Chr.) geschaffenen Schrein bewachen, stellen sich dem Besucher mit Kumgang-makki, einem heute noch im Taekwondo praktizierten Abwehrblock, entgegen.
Silla war damals berühmt für sein Hwarang-Do, einer Kampfkunst, die auch eine wesentliche Rolle bei der Eroberung und Vereinigung der Königreiche Koguryo und Paekche durch Silla hatte.
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Karate und Taekwondo
Über die Herkunft des Karate gibt es grundsätzlich zwei Theorien und genaue Daten liegen wie immer leider nicht vor.
Eine Version lautet, daß ein Chinese namens Chen Yuan-pn in der späten Ming-Dynastie nach Japan auswanderte und dort das chinesische Kung Fu lehrte.
Die zweite Version sagt, daß Karate eine weiterentwickelte Kunst des “Okinawate” ist, eine aus Okinawa (Japan) stammende Selbstverteidigungsart. Historische Belege dafür liegen in den Aufzeichnungen über das Königreich Chosun (Yi-Dynastie), wo steht, daß Gesandte der Ryukyu-Inseln dem König von Chosun regelmäßig Tribut zollten.
Zu dieser Zeit war in Korea “Subak”, auch ein Vorläufer des heutigen Taekwondo, sehr populär, und es ist nicht auszuschließen, daß die Gesandten aus Okinawa Subak lernten, um es in ihrem Heimatland zu verbreiten. Der Gedanke ist deshalb nicht abwegig, weil auch das koreanische “Nul” (eine Art Schaukelspiel) und andere Künste von den Okinawa-Einwohnern übernommen wurde.
Subak war besonders in der Zeit um 1150 n. Chr. unter König Ui-jong sehr beliebt, auch in Form von öffentlichen Turnieren und Wettkämpfen. Zur gleichen Zeit war auch Kung Fu in China in großem Maße bekannt (Song- und Ming-Dynastie). Da aber gänzlich unterschiedliche Werte auf Angriff und Verteidigung gelegt wurden und die Techniken sich deutlich unterschieden, gehen Historiker von einer grundsätzlich selbständigen Entwicklung dieser Kampfkünste aus.
In der zweiten Hälfte der Yi-Dynastie verlor Subak an Beudeutung, was auf die politischen Machtkämpf der damaligen Königshäuser zurückzuführen ist, die ihre Aufmerksamkeit nicht mehr sportlichen Wettkämpfen sondern mehr politischen Ereignissen widmeten. Subak blieb aber weiterhin die Freizeitbeschäftigung Nr. 1 des einfachen Volkes.
Überblick von 1943 bis heute
1943
- 1945
Korea wird durch Japan besetzt. Das japanische Karate erfreut sich in Korea zeitweiliger Beliebtheit.
1946
Die höchsten Dan-Träger der unterschiedlichen Schulen versammeln sich
-> erste Vereinigungsbestrebungen
1953
Gründung des korean. Tangsoodo-Verbandes (Präsident ist Hwang Ki aus der Mooduk-Kwan-Schule)
1955
Auf Aufforderung der Regierung wurden alle Bestrebungen, eine einheitliche Form und Bezeichnung für die Vielzahl der Richtungen zu finden konkretisiert
-> die größte Stilrichtung Ji-Do-Kwan setzte sich durch und auf Vorschlag von General Choi Hong Hi wurde der Name “Taekwon-Do” als einheitliche Bezeichnung gewählt;
Zahlreiche Differenzen zwischen den Hauptgruppierungen behindern die Weiterentwicklung und Verbreitung der neugeschaffenen Kampfkunst
1961
Erlaß der neuen Militärregierung:
Gründung des korean. Taesoodo-Verbandes (“Tae” von Taekwondo, “Soo” von Soobakdo) am 16. September als erste ernsthafte Vereinigung der Dan-Träger
aller Schulen
1962
Anerkennung von Taesoodo durch die korean. Amateur Sports Association
1963
Erste offizielle Teilnahme an den jährlichen, nationalen Sportfestspielen am 29. Oktober
1965
Der Name “Taesoodo” wird in “Taekwondo” geändert (Grund ist der Austritt der Soobakdo-Schule aus dem Verband) -> Umbenennung in bzw. Gründung der Korean-Taekwon-do-Association. Ihr gehören die fünf großen Schulen
Chung-Do-Kwan, Moo-Duk-Kwan, Chang-Moo-Kwan, Oh-Do-Kwan und Ji-Do-Kwan an.
Erstmals bereist im Oktober ein koreanisches Großmeister-Team im Auftrag der koreanischen Regierung unter der Leitung von Choi Hong Hi den vorderen Orient, Asien und Europa -> Niederlassung koreanischer Meister in vielen Ländern
-> in Deutschland vor allem Kwon, Jae-Hwa und Kim, Kwang-Il
1966
Gründung der
ITF (International-Taekwon-Do-Federation) durch Choi Hong Hi
1966
1. Deutschen Meisterschaften in München
1972
Eröffnung des Kukkiwon in Seoul/Süd-Korea als internationale Zentrale des Taekwondo
1973
Gründung des Welt-Taekwondo-Verbandes (
WTF) in Seoul am 28. Mai
(
WTF Präsident bis heute: Dr. Un Yong Kim) anläßlich der 1.Weltmeisterschaft vom 25.-27. Mai in Seoul/Süd-Korea
1973
2.Weltmeisterschaft vom 27.-31. August in Seoul/Süd-Korea;
WTF wird offizielles Mitglied der General Association of International Sports Federations (GAISF)
1976
Gründung der Europäischen Taekwondo Union;
Anerkennung von Taekwondo durch das International Military Council (CISM);
Jahreswechsel 76/77 Vereinigung aller verschiedenen Schulen im Taekwondo
1977
3. WM vom 14.-17. September in Chicago/USA
1979
4. WM vom 24.-28. Oktober in Stuttgart/BRD
1980
Anerkennung von Taekwondo durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Moskau/UDSSR am 17. Juli
1981
Gründung der DeutschenTaekwondo Union am 20. Juni (Präsident Heinz Marx);
1. World Games 24.7.-2.8. in Santa Clara/USA
1982
Aufnahme der Deutschen Taekwondo Union in den Deutschen Sportbund
als 52. Spitzenfachverband;
5. WM vom 23.-27. Fenruar in Guayaquil/Ecuador
1983
Taekwondo wird als offizielle Sportart der Pan-America-Games aufgenommen;
6. WM vom 19.-23. Oktober in Kopenhagen/Dänemark
1984
Aufnahme von Taekwondo als offizielle Sportart bei den Asien Games
1985
7. WM vom 4.-8. September inSeoul;
2. World Games vom 3.-4. August in London/Großbritannien
1986
1. World Cup vom 3.-5. Juli in Colorado Springs/USA;
1. Universitäts-Weltmeisterschaft 26.-30. November in Berkeley Californien/USA
1987
8. WM (Herren) / 1. WM (Damen) vom 7.-11. Oktober in Barcelona/Spanien;
2. World Cup vom 15.-17. Mai in Helsinki/Finnland
1988
Taekwondo als Vorführungsdisziplin bei den 24. Olympischen Spielen in Seoul/Süd-Korea vom 17.-20. September
1989
9. WM (Herren) / 2. WM (Damen) vom 9.-14. Oktober in Seoul;
3. World Cup vom 22.-25. Februar in Kairo/Ägypten;
3. World Games vom 21.-23. Juli in Karlsruhe/BRD
1990
4. World Cup vom 9.-11. November in Madrid/Spanien;
2. Universitäts-Weltmeisterschaft vom 5.-8. April in Santander/Spanien
1991
10. WM (Herren) / 3. WM (Damen) vom 23.-31. Oktober in Athen/Griechenland;
5. World Cup vom 16.-18. Mai in Zagreb/Jugoslawien
1993
11. WM (Herren) / 4. WM (Damen) vom 19.-21. August in New York/USA
1995
12. WM (Herren) / 5. WM (Damen) vom 17.-21. November Manila/Phillipinen
1997
13. WM (Herren) / 6. WM (Damen) vom 19.-23. November in Hong Kong/China
1999
14. WM (Herren) / 7. WM (Damen) vom 2.-6. Juni in Edmonton / Canada
2000
27. Olymischen Spiele vom 27.-30. September Sydney/Australien
(zum ersten Mal offizielle Disziplin; siehe auch die Olympia-Links);
6. Universitäts-Weltmeisterschaften 29. März.-2. April in Kaohslung/China;
World Cup 14.-16. April in Lyon/Frankreich
2001
15. WM (Herren) / 8. WM (Damen) vom 14.-16. September in Cheju City/Korea
Grüße,
Murat