Hach Tigercrane, ob deiner Arroganz scheint es mit der Charakterbildung nicht weit her bei euch, wie?
Alle Punkte die du aufgezählt hast (wie immer nur kurz, ohne wirklich etwas zu begründen, aber niemals, ohne zu vergessen, sich über die "neuen" Stile lustig zu machen) finden sich auch in den "Sportarten", sogar in denen, die nicht Kampfimmanent sind, also Bodenturnen, Fußball etc.. Einzige Ausnahmen bilden hier a) deine öminösen Kräfte und b) Kaligraphie/Musik/Literatur, was nicht überall gleichermaßen enthalten ist.
Auch wenn ich eigendlich keine Lust habe, hier eine genaue aufzählung der Richtigstellungen:
In keiner
KK (ich nutze diese Abkürzung nur der vereinfachten Kommunikation wegen, weil sie hier jeder versteht, nicht, dass jemand auf die Idee kommt sich dran aufzuhängen!), fehlt eine strategische Schulung, sie ist nur von Fall zu Fall, von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich stark ausgeprägt. Gerade im
JKD (non-classical Kung-Fu, DAS BÖSE!!) sind tatktische Überlegungen sehr present, genauso im Kali oder Muay-Thai, niemand ist hier so dumm, aufs gerade Wohl loszuprügeln, im
MT nicht, weil man so nie einen Wettlkampf überstehen würde, im Kali nicht, weil es sich um eine aus der Not herausgeborene Disziplin handelt, in der um das schnelle töten des Gegenüber ging, ohne selbst filetiert zu werden.
Zitat:
|
- medizinische kenntnisse
|
(Diese beiden Segmente fasse ich mal zusammen.)
Jeder vernünftiger Trainer, in
jeder Sportart hat fundierte sportmedizinische Kenntnisse und gibt diese auch an seine Schüler weiter. Nur so kann ein sinnvolles Training abgehalten werden. Wenn du dei esotherische Medizin als Abgrenzung betrachtest, mach dich mal über die traditionelle Thai-Massage schlau, die ein
MT-Trainer in grundzügen beherrschen muss!
Also bitte, im
MT betreibe ich keine Körperertüchtigung, oder im Fußball, oder im Handball?!? Wo lebst du denn...?
Im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung, lässt sich geistige Entwicklung nicht forcieren. Schüler einer Kung- Fu- Disziplin verändern sich nicht, weil sie
KF trainieren, es verhält sich vielmehr andersherum! Nur wessen Mentalität bereits von Anfang an mit der des Sportes vereinbar ist, bleibt auf Dauer dabei, jeder andere wird unzufrieden sein und mit der zeit abspringen. Es wird also nichts neues entdeckt, sondern vielmehr bereits vorhandenes aufgedeckt und/oder ein Fundament ausgebaut.
Spielt man mit "geistiger Entwicklun" auf Disziplin, Mut, Fähigkeit sich selbst zu überwinden etc. an, so entwickelt sich dies beim ernshaften Training eins JEDEN Sportes! Wieder eine gewisse Grundeinstellung vorrausgesetzt!
Zitat:
|
- kaligraphie/musik/literatur usw.
|
Wie gesagt behinhaltet jeder Sport diese Aspekte in unterschiedlicher Gewichtung. Im
MT wird man beispielsweise unweigerlich mit der traditionellen thailändischen Musik konfrontiert, spätestens wenn es um den Wai Kruh geht. Ebenso werden in den verschiedenen Sportarten immer auch begleitend Bücher über die Thematik gelesen, in abhängigkeit von dem Interesse des Schülers für seinen Sport.
Hierzu gibt es nur ähnliches zu sagen, wie zu dem Punkt "geistige Entwicklung": Philosophie als Audruck verschiedener Ansichten und Interpretationen dieser Welt und der Menschen wird immer vermittelt, sobald man sich einer Gruppierung anschließt und sich mit dieser identifiziert, wie wir es mit unseren Stilen und der
KK allgemein tun. Es gibt in jedem Stil Lichtgestallten, deren Lehren und Methoden weitergetragen und geübt, gegeneinander kontrastiert werden. Dabei erfährt man zwangsläufig von deren "Philosophien" und gleicht sie mit eigenen Erfahrungen ab, erstrecht, weil eigene Methoden Interpretationen eines Stiles in Zusammenhang mit eigenen Erfahrungen und somit Ausdruck der eigenen Philosophie ist.
Oder lernt ihr etwa Texte von Decartes verstehen? Ich glaube nicht, ist zu neu um klug zu sein, oder?
Jeder Stil beschäftigt sich mit seiner und allgemeiner Geschichte, sogar Boxer machen sich Gedanken über die Herkunft ihres Sportes und in wie weit sich ihre Techniken vom Bareknuckelfighten unterscheiden. Die Sinnhaftigkeit eines jeden Stiles und einer jeden Technik liegt in der jeweiligen Vergangenheit und in den Umständen des Herkunftortes begründet (zum beispiel das pencak Silat, wo man sich immer ganz nah am Boden aufhält, sich sogar freiwillig auf selbigen wirft, da in Malaysien zum großen Teil der Zeit Knie hoher Matsch herrscht, durch Monumartige Regenfälle). Das weiß jeder KKler und macht sich auch seine Gedanken darüber.
Zitat:
|
- allgemein die traditionen des stils
|
Siehe "Geschichte".
So, du bist dran, erleuchte mich dummen westler! Ach ja, ich darf nicht vergessen meine Pillen heute noch einzuschmeißen!
mfg,
Luggage