Ob am Anfang mehr als eine Einheit die Woche zu viel sind, hängt sehr von der Person ab.
Wer sich noch nicht so sicher ist, ob das das richtige ist, ist mit 1x besser bedient. Wer aber begeistert davon ist sollte eine 2. Einheit machen können, oder die Sachen für sich wiederholen.
Der Grund für isoliertes Anfängertraining ist einzig, dass die Techniken nicht genug sitzen, um viel zu variieren und Partnerübungen zu machen. Ich habe hier eine kleine Gruppe und keine Möglichkeit getrennt Anfängertraining anzubieten oder jemanden dafür abzustellen. Es ist manchmal sehr mühsam, jemand neues zu integrieren.
Ich fand es als Anfänger damals auch langweilig, im Training nur die Stände und Grundtechniken zu wiederholen.
Da habe ich zu hause geübt, nur ein paar Minuten am Tag, aber das hilft enorm bei den Techniken und Abläufen, selbst wenn man es nicht ganz richtig macht.
Zu der Gefahr, Fehler einzuschleifen:
Es braucht tausende von Wiederholungen, um eine Bewegung wirklich zu programmieren. Wer nicht nach der ersten Stunde unter Anleitung zehn Stunden alleine übt, bevor wieder Feedback kommt, lernt vermutlich nichts falsches.
Darum: Ich halte es für das beste, den 'Anfängerstatus' schnell zu überwinden, was durch mässiges Technikenwiederholen zu hause sehr schnell geht, wenn man nicht sehr unbegabt ist. Danach mindestens 2 Trainings je Woche, wenn möglich drei (mit 2 Einheiten kommt man bis zum 6. Kyu noch ganz gut zurecht, danach merkt man kaum Fortschritte).
Fragt die Trainer nach Hilfen, um Euch selbst am Spiegel kontrollieren zu können (Bsp.: Yoko Uke bzw. Uchi Ude Uke: Stock über Schulter und Faust wäre waagerecht, Handgelenk so weit aussen wie Oberarmseite, bei beidhändiger Uke: Unterarme V-förmig zum Hara, eine Faust zwischen Ellbogen und Rippen).
Für die korrekte Technik sind am Anfang die Endstellungen wichtiger als der Weg dahin, den man eher automatisch 'optimiert'. Aber das automatische Durchlaufen macht Anfängern die grössten Probleme. Deshalb kann man den Grunderwerb einer Technik nach einer Einführung auch ganz gut allein machen. Später hat man dann sowieso andere Bewegungsmuster für die neuen Techniken parat und es geht leichter. Ausserdem sind es nicht mehr so viele neue Techniken zugleich.
Wünsche einen guten Einstieg! |