Also, teilweise hast du recht, teilweise aber auch nicht. Sicher verfolgen MMAler einen Weg, den Bruce Lee vorgezeichnet hat, aber
JKD ist nun mal ein Stil. In diesem Stil kommen bestimmte Techniken und Prinzipien zur Anwendung. Der Gedanke Lees wird hierbei in so fern angewand, dass er ja erstens schon einen
MMA-Stil kreiert hat, in dem er das
JKD schuf und zweitens, dass das
JKD ja nur die Basis darstellt, um sich selbst zu einem kompletten Kämpfer abzurunden. Deswegen wird auch so großer Wert darauf gelegt, die Attribute zu trainieren, wie Ansatzloses Schlagen / Treten, Schnellkraft, Ausdauer etc.. Das sind keine Stilgebundenen Werte, sie sind immer hilfreich, und das ist ja schon einer von Lees Grundgedanken: "Trainiert was ihr wollt, aber trainiert es richtig!". Dann bietet das
JKD eben ein System, dass es dem Übenden ermöglicht seine Attribute zu schulen und zugleich die Grundbegriffe des Kampfes, wie Lee sie empfunden hat, zu erlernen und auf Basis so erworbenen Wissens und Fähigkeiten dann sich selbst zu vervollständigen. Es ist praktisch ein Leitfaden. "
JKD ist nicht dazu da jemanden zu verletzen, sondern ist ein Weg sich selbst zu erkennen!".
Was das Trapping anbelangt: Im freien Vollkontaktsparring setzt sich immer Boxen durch, und gegen Boxen Trappt man eher schlecht. Auf der Straße sieht das anderes aus: Im
JKD sollte man den Gegner permanent angreifen, immer auf verschiedenen Höhen und Distanzen.
Ein Weg, das durchzusetzen ist das Trapping. Viele nehmen instinktiv ihre Arme hoch, wenn sie so angegriffen werden, und strecken sie dem Gegner leicht entgegen um ihn wegzuhalten und hier setzt eben das Trapping ein, welches nicht nur den Vorteil hat, das man den Gegner trifft, sondern auch, dass man ihn unerwartet und verwirrend trifft, wodurch sich neue Lücken für einen Angriff auftun.
mfg,
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