Probier's aus. Es sind ZWEI Taktiken.
1. Nicht so reagieren wie erwünscht. Keine Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Mobbings, keine verbale Antwort. Einfach nur non-verbale Indikation daß man ihn für einen Vollidioten hält und nicht weiter mit ihm redet. Das Gute ist, den Stinkefinger kann man beliebig variieren, und er passt immer. Man kann nicht dadurch verlieren daß man nicht so gut reden kann. Das Einzige was man riskiert ist daß es körperlich wird, und dann kann man immer noch los hauen.
2. Man spricht eine ganz andere Ebene an, die auf der sich die Aktion (Mobben) eigentlich bildet. Man mobbt nicht aus "Spaß" sondern weil einen irgendetwas so ärgert daß man es an jemandem auslässt. Auch da ist wichtig daß man sich inhaltlich mit dem Mobbing gar nicht belastet ("stimmt ja ga nich" hilft nicht weil es nicht darum geht daß es stimmt, sondern darum was "böses" zu behaupten). "Futter" KANN das nicht sein, was will er schliesslich darauf antworten ? Er ist in der Defensive und wird mit den eigenen Gefühlen konfrontiert, nicht mit dem Ergebnis der Attacke. Man kann nichts attackieren was denjenigen selbst gar nicht betrifft. Ich meinte auch nicht "Sprüche" loszulassen wie "Deine Eltern stinken!", sondern das PROBLEM anzusprechen. "Deine Eltern kümmern sich wohl nicht um Dich ?" spricht etwas ganz anderes an als "Deine Eltern sind schwul Alda!". Es spricht ECHTE Probleme an. Mal versuchen, klappt öfter als man denkt. Jemand dessen Eltern ganz dufte tolle Typen sind, beschäftigt sich nicht mit irgendwelchen Mobbereien. Das machen die Leute deren Eltern entweder Vollidioten sind, oder teilnahmslose Zuschauer die nie irgendwas vernünftiges von sich geben. Das anzusprechen dürfte den Mobber erstmal mit sich selbst beschäftigen. Und es beendet alle Diskussion über die eigenen Schulnoten, wie schön die Hefte oder Frisur von einem sind, usw. Wobei ich tatsächlich mal haarscharf an Plan B vorbeigeschrammt bin (Schädel desjenigen mit einer Stuhlkante einschlagen). |