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Alt 08-12-2006, 19:22
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Klaus Klaus ist offline
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Für Thaiboxer mag das stimmen. MT ist voll von Würfen, es kann halt nur nicht jeder und ist auf vielen Veranstaltungen verboten (z.B. K-1, wo Ignashov Aerts ohne Probleme mehrfach wie einen Sack durch die Gegend geworfen hat und dafür verwarnt wurde).

Es geht bei manchen Rahmenübungen wie solchen Reaktionsübungen im Bagua und anderswo wo man einen Schlag fängt oder weghaut nur darum solche einfachen grundlegenden Dinge so zu lernen daß es später automatisiert ist. Es kommt ein Schlag und man hat sowas schon 1000 mal abgeledert und macht es auch dann wieder.

Später lernt man das im Kontext mit grundlegenden anderen Dingen zu mischen, daß man nämlich auf Folgeaktionen achten muß und ggf. in der Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung auch mehr davon blocken muß bevor man in die eigene Aktion kommt. Manche Aktionen blockt man auch gar nicht sondern nimmt sie schlicht weil man den Körper so konditioniert hat. Wenn man sich mal Profiboxen ansieht, dann ist es da nicht an der Tagesordnung daß hochtrainierte Profis ihre Kombinationen nach Belieben landen. Die Schläge zum Körper kommen durch, der Rest geht auf die Deckung, oder der defensive Mann geht schlicht in dem Moment wo der ANSATZ kommt aus der Distanz. Andere Stile wie KM trainieren auch solche Schlagblocks, wenn man es lange genug macht dann fängt man auch so ziemlich alles. Wenn nicht dann nimmt man den einen Schlag eben, es ist ja nicht so daß man ständig mit Roy Jones konfrontiert ist. Einen halb abgeblockten Schlag kann man auch mal nehmen, man muß nur in der Folge ein Echo abgeben das Eindruck macht.

Was erstens von einigen "Praktikern" und eben manchen Beobachtern falsch verstanden wird, ist daß solche reinen Übungspositionen dann die 08/15-"Kampfposition" ist. Sprich, der Baguamann steht dann in seiner verdrehten Trainingsposition da und wartet daß einer die Hand an seinen Arm anlegt, weil es das im Training in einer Übung so gibt. Tatsächlich lernt man in jedem ernstzunehmenden Umfeld das Ganze schlicht aus der Bewegung umzusetzen und mit Taktiken zu arbeiten, der Block ist eine Momentaufnahme irgendwo mitten im Geplänkel zwischen Schritten, Meidbewegungen und Aktionen.
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