Hallo,
generell stimmt alles, was Eniac beschrieben hat.
Der LE-Kurs bei der IKMF ist darüberhinaus so strukturiert, dass
a) Civil Instructors der IKMF sozusagen nur die Hälfte machen, weil sie ja schon erhebliche Vorkenntnisse aufweisen.
b) Angehörige von polizeilichen und sonstigen staatlichen Einheiten im ersten Teil (den die Civil Instructors sich naheliegenderweise sparen können) erst einmal im Schnellverfahren ins System
KM als solches - also seine Basics - eingeführt werden.
Im zweiten Teil trainiert dann die gesamte Truppe zusammen, d.h. die Civil Instructors stoßen zu den anderen hinzu. Erst dann widmet sich das Training den LE-spezifischen Inhalten.
Wenn man beide Teile machen muss, ist es eine sehr lange und anstrengende Zeit.
Ich hoffe niemanden zu nahe zu treten, wenn ich meiner Meinung Ausdruck verleihe, dass man den nicht-schon-vorher-Civil-Instructor-Seienden häufig mangelnde
KM-Substanz anmerkt. Aber das können sie zweifellos nacharbeiten.
Es darf nicht übersehen werden, dass es bei diesem Ansatz keinesfalls darum geht, fertige "Meister" zu produzieren (der Meisterbegriff besteht in der landläufig bekannten, aus dem Asiatischen stammenden Form in dem
KM, das ich kenne, sowieso nicht). Sondern um eine technische und methodisch-didaktische Qualität zu erreichen, damit diese Leute in ihren Einheiten und Dienststellen das Gelernte weitervermitteln können.
Es soll nicht allzu spöttisch klingen, aber: Dieses Personal in diesen Einheiten und Dienststellen ist häufig schon damit überfordert, schwungvoll aus einem Streifenwagen auszusteigen (das ist nicht meine Meinung alleine, sondern ein Klagelied von vielen Polizei-
SV- und Schießausbildern, die ich kenne). Folglich können die LE-Instructors in jedem Fall genug, um derartige Behördenvertreter auszubilden.
Abgesehen davon, ist das
KM in Deutschland weit davon entfernt, bei der Polizei aufgenommen zu werden. Aber in meinem LE-Kurs waren Angehörige aus insgesamt 14 Nationen - vor allem aus Nord- und Osteuropa, wo
KM eben wesentlich verbreiteter und etablierter ist als hierzulande.
Damit bin ich bei einem Punkt, den Eniac schon betont hat: Die Instructor's Courses der IKMF - egal welche - sind für Leute gedacht, die lehren wollen! Und nicht für solche, die intensiv trainieren, aber letztlich nur sich selbst verbessern wollen.
Mich fragen häufiger Schüler, ob sie nicht am Civil Instructor's Course (CIC) o.ä. teilnehmen könnten, weil sie mehr trainieren wollen. Ich verweise dann auf die mittlerweile recht zahlreichen Trainingscamps (der IKMF) in Nord- und Osteuropa bzw. das "Touring & Training" in Israel. Im Instructor's Course wird eben auch viel Zeit auf die Vermittlung bzw. Aneignung der Methodik und Didaktik des IKMF-
KM gelegt. Und natürlich strebt die IKMF an, dass Absolventen eines CIC auch eine eigene Gruppe gründen - auch wenn sie das niemandem vorschreibt.
In den erwähnten Trainingscamps geht es dagegen um Training pur.
Und, wie gesagt: Zur KMAA und zu deren
KM, deren Angeboten und Inhalten kann ich überhaupt nichts sagen.