Hatte ich vor ein paar Monaten mal entworfen.... vielleicht passt es jetzt ja zur Atmosphäre.
Fragt mich aber bitte nicht, was das bedeutet. Weiss ich inzwischen selber nicht mehr...
Marseiller Tarot in Wing Chun Version.
0.- Le Fou/Der Narr. Abgebildet wird der Torso eines gesichtloser Mannes der aus der Karte herausschaut. Die rechte Hand des Mannes ist nach vorne gestreckt, mit der Handfläche zu seiner linken Seite geöffnet, die Fingerspitzen zeigen auf den Betrachter. Die linke Hand des Mannes wird vertikal vor der Brust gehalten, mit der Handfläche nach rechts die Finger zeigen nach oben.
1.- Le Bateleur/Der Magier (der Gaukler?). Abgebildet ist ein dürrer Mensch mit Schlappmütze, halb im Schritt nach links, mit unnormal verdrehten und verwinkelten Füßen. Die Arme des Mannes sind angehoben, der rechte Arm zeigt mit dem Ellenbogen auf den Betrachter, die linke Hand ruht auf der Brust. Im Hintergrund sind Berge zu sehen, unter dem Magier prangt die Inschrift „Ex nihil“
2.- La Papesse/Die Päpstin (Die Hohepriesterin). Eine alte Frau in orientalischer Kleidung, hinter ihr ein brennendes Gebäude, am ehesten ein Tempel. Vor ihr ein Kranich und eine Schlange. Die Inschrift "Sum et non sum" steht eingraviert über der Pforte des Gebäudes.
3.- L' Impératrice/Die Herrscherin. Eine riesige geflügelte weibliche Figur in griechischem Gewand, in der rechten Hand ein Schwert, in der linken einen Apfel in der mit griechischen Buchstaben das lateinische Wort "Legitimissimae" eingraviert ist.
4.- L' Empéreur/Der Herrscher: Ein bärtiger Mann mit ausgeprägter Muskulatur auf seinem nackt dargestellten Oberkörper. In beiden Händen kurze Schwerter. Unter ihm die Inschrift „Divide et“ auf einem Spruchband.
5.- Le Pape/Der Papst (Der Hohepriester) Ein auf einer Insel im Meer stehender Mann der in den Händen einen langen Stock hält. Am Unterrand des Bildes der Schriftzug „Scio sola veritas“ auf Pergament. Am Himmel eine Sonne.
6.- L' Amoureux/Die Liebenden: Kurioserweise werden hier im Gegensatz zu den meisten klassischen Tarot-Decks zwei Männer abgebildet, die die Rücken gegen Rücken stehen. In der rechten Hand des linken Mannes, ein herzförmiger Lebkuchen. In der linken Hand des rechten Mannes, ein Stück aufgeschnittenes Brot, aus dem Fleisch und Salat herausschauen. Im Hintergrund eine brennende Festung, auf den herausquellenden Rauchschwaden steht der Spruch "Similia similibus pugnatur".
7.- Le Chariot/Der Triumphwagen: Ein mittelalterlicher Heuwagen, jedoch ohne Heu, ganz mit Blumengirlanden umwunden, wird vor zwei Ochsen gezogen.. Auf der Ladefläche steht ein Mann mit glücklichem Gesicht und scheint ein rechteckiges Pergament (eine Urkunde?) zu lesen. Zwei exakt gleich gekleidete Männer stehen hinter ihm, und legen im gratulierend die Hände auf die Schultern. Rechts und links des Bildes gehen die Spruchbänder "Carpe Diem" und "Tempus fugit" am Bildrand entlang.
8.- La Justice/Die Gerechtigkeit Auf einem Richtersitz eine Frauenfigur mit verbundenen Augen und Schlangenhaaren. In der rechten seitlich ausgestreckten Hand ein Henkerschwert, in der linken ausgestreckten Hand einen gefüllten Geldbeutel. Vor dem Richtersitz zwei Gruppen kniender Leute, von denen jeweils die dem Richtersitz am nächsten ist ein Objekt in der Hand hält. Rechts im Bild hält der Sprecher das Schicksalsrad aus Arcanum 10, links im Bild hält der Sprecher einen Thron. Die Inschrift "Retributio offensionis" ziert als Spruchband eine Waage, die hinter der Richterin an der Wand hängt.
9.- L' Ermite/Der Einsiedler. In einem Kellergewölbe liest ein Mönch bei Kerzenschein ein Pergament, um ihn herum an den Wänden des Gemäuers bis unter die Decke stapeln sich Bücher und Schriftrollen. In der hinteren Ecke, von dem hereinscheinenden Mond beschienen, ein aufrecht stehender, abgesägter Holzstamm mit drei herausschauenden Ästen in Brust/Bauchhöhe die ein Dreieck bilden. Weiter unten am Holzstamm noch eine bizarr verrenkte abstehende Wurzel. Der Mond hat ein menschliches Gesicht, schaut mitleidig auf den Mönch herab, und hält ein Spruchband mit der Aufschrift "Ars longa, vita brevis"
10.- La Roue de Fortune/Das Rad des Schicksals. Ein sich drehendes Wasserrad. Links im Bild ein das Rad emporkletternder Mann mit einer Fahne in der freien Hand. Auf der Fahne das Wort "Vol". Oben auf dem Rad ein weiterer Mann, der eine Fahne mit der Inschrift "Ubi" mit beiden Händen schwenkt, rechts ein herabstürzender Mann, dessen die Inschrift "Lis" tragende Fahne seinen verzweifelt ins leere greifenden Händen entfällt. In der Mitte des Rades eine steinerne Statue einer weiblichen Gestalt mit verbundenen Augen. Die rechte Hand ausgestreckt, die Faust geballt, der Daumen zeigt nach oben. Die Linke ebenfalls ausgestreckt, die Faust gedreht der Daumen zeigt nach unten. Auf der Brust der Statue prangt die Inschrift „quator um“
11.- La Force/Die Kraft. Abgebildet ist ein umgestürzter Baum, die Art des Baumes ist nicht erkennbar. In den herausgerissenen Wurzeln hängt ein Zettel mit der Inschrift "Structura"
12.-Le Pendu/Der Gehängte. Ein gesichtsloser Mann ist kopfüber an einem Fuß an der Außenmauer einer Burg aufgehängt. Unter ihm und unerreichbar ein langer Wanderstock und zwei Kurzschwerter, die er offensichtlich bei seinem unterbrochenen Sturz verloren hat. Die Inschrift lautet „Miser quartalis“
13.- La Mort/Der Tod. Auf einem grasbewachsenen Hügel im freien Feld steht ein Grabstein. Rechts vom Grabstein eine kniende Figur, das Gesicht in der rechten Armbeuge verborgen, die auf dem Grabstein ruht. In der linken Hand zwei umgeklappte Messer. Hinter dieser Person ein stehender Mann, in der linken Hand einen sehr langen Stab, die rechte Hand auf der Schulter der knienden Person. Auf der anderen Seite des Grabes ein einzelner trauernder Mann. Die Inschrift auf dem Grabstein lautet "Et in Oriens etiam ego".
14.- La Tempérance/Die Mäßigung. Man sieht einen großen prunkvollen Saal. Ein dicker kleiner Mann sitzt auf einem großen Thron. Es werden ihm von drei Dienern allerlei Speisen angereicht. Im Vordergrund sieht man viele abgemagerte Menschen, machen liegen kraftlos auf dem Boden, andere knien noch und strecken ihre Arme in Richtung des Thrones. Auf dem Thron ist "Ad Maiorem Gloriam" eingraviert.
15.- Le Diable/Der Teufel. Auf einem auf den Boden aufgemalten Pentagramm, um das herum das Zeichen einer fünfblättrigen Pflaumenblüte eingraviert ist, erhebt sich eine düstere Gestalt im Umhang, dessen Gesicht nicht gesehen werden kann. Rauchschwaden erheben sich aus allen fünf Winkelpunkten der Zeichnung. Mit der rechte Hand stützt sich das Wesen auf einen langen Stock, in der linken Handfläche liegen zwei gekreuzte Kurzschwerter, die dem Zuschauer mit einer verlockenden Geste angeboten werden. Vor der Gestalt auf dem Boden, mit dem Rücken zum Betrachter, kniet ein Mensch auf dem Boden, die Hände sind in einer bittenden/anbetenden Geste gehoben. Auf dem Boden neben dem knienden Menschen liegt ein geopfertes Lamm mit durchgeschnittener Kehle, sowie ein Pergament mit der Aufschrift "Sic dado anima mea "
16.- La Maison Dieu/Der Turm. Abgebildet ist die auf der Karte 12 erwähnte Burg, diesmal ohne Gehängten. Aus einem der unteren Fenster schaut ein Mann mit Bart, der seinen linken Zeigefinger zum Zeichen der Verschwiegenheit auf die Lippen legt. Keine Inschrift.
16.- L' Etoile/Der Stern. Ein schmächtiger junger Mann mit Bärtchen. Die Beine sind halb zum linken Bildrand gewendet, der Oberkörper hat nur eine Vierteldrehung, das Gesicht schaut den Betrachter an. Die Arme sind angewinkelt zu den Seiten ausgestreckt. Der vordere Arm weist einen tiefen Ellenbogen auf, der hintere Ellenbogen zeigt nach oben, was der Gesamtfigur einen leichte ägyptischen Touch gibt. Statt der Hände weist der Mann jeweils zwei glänzende Sterne auf. Inschrift "Hodie maestrum novum". Im Hintergrund ein Tiger und ein Kranich im Kampf.
17.- La Lune/Der Mond. Abgebildet ist ein ausgestreckter Zeigefinger, der das gesamte Bild einnimmt. Die Inschrift "Luna videre non potes" prangt eingraviert auf dem Fingernagel.
18.- Le Soleil/Die Sonne. Eine Sonne die das gesamte Bild einnimmt. Aus ihr heraus schreitet ein kleiner Mann mit asiatischen Zügen und Brille direkt auf den Betrachter zu. Auf beiden Handflächen trägt der Asiate ein geschlossenes Buch, aus dem sieben Siegelbänder herausschauen. Um das Bild herum windet sich ein Spruchband mit der Aufschrift "Silentium est Aurum"
19.- Le Jugement/Das Gericht. Ein Engel mit ehernen Schwingen, der mit ernstem Gesicht in einem großen Buch liest, das auf einem Lesepult wie in den Kirchen ruht. In der rechten Hand des Engels ein flammendes Schwert, die linke ruht auf dem Buch. Vor dem Engel eine Schar wimmernder Leute in ängstlichen Körperhaltungen, gebückt, händeringend. Am rechten Bildrand der Bärtige aus Arcanum 4 in aufrechter Haltung mit lächelndem Gesicht und verschränkten Armen. Die Inschrift "Nam noveo nomen angeli qui condet clavis abyssus" lässt sich auf einem Papyrus entziffern, der ihm zu Füßen liegt.
20.- Le Monde/Die Welt. Abgebildet werden viele lachende Menschen aus allen Altersgruppen. Die Inschrift „Omnes rident“ läuft über den Himmel.
Die Illustrationen hatte ich mir so im Stil
http://www.eclectichistorian.net/Engravings/
vorgestellt...wer sich künstlerisch veranlagt fühlt, darf sich gerne dran versuchen
Lui