Thema: schlagtechnik
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Alt 09-02-2007, 19:47
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Kampfkunst: Lei Gong Nei Quan - Inneres Boxen
 
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Hi Yankee,

in dem anderen Tread schrieb ich dies:

Zum einen löse ich die eigene Statik in mir auf. Das beginnt an der Fußsohle wo das meiste Körpergewicht gesteuert wird. Somit wird eine permanente Fallbewegung nach unten aufrechterhalten, was wiederum zur Folge hat, das der gesamte Oberkörper, die Arme und die Hände leicht und frei werden.
Das unterläuft zum einen sozusagen den Abwehrreflex/Schutzmechanismus des anderen und zum anderen kann man dadurch ohne Rückstoß Treffen.
Man gibt also nur ab. Man könnte es auch treffende Bewegung nennen. Eine Bewegung die einfach durch geht und nicht als Kollision endet, oder gar schon im Kopfe so beginnt.

Also nochmal aber Kürzer: Anstatt sich vom Boden abzudrücken, der Schwerkraft entgegen, löst man den Druck zum Boden beginnend im Fuß und fängt an die Schwerkraft zu nutzen. Gegen die wir gelernt haben, uns immer nur wehren.


Es geht also um eine völlig andere Herangehensweise. Dafür muß man sich erstmal öffnen. Aber eigentlich wird jeder Zweifler eines besseren belehrt, wenn er soeinen Schlag am eigenem Körper spürt. Wenn die besten Bauchmuskeln nicht mehr fangen, und der Schlag tief rein geht.
Der Schlag geht darum tief in die Muskeln und in den Körper, weil duch eine bestimmte Bewegungsart der Unterbewuste Schutzreflex angelöst oder gänzlich aufgelöst wird. Und das geschied von der Arbeit mit dem natürlichen Fallmechnismus, der durch eine bestimmte Körperaussteuerung ausgelöst und aufrecht erhalten wird.

Diese Herrangehensweise ist eigentlich schon sehr alt und kommt aus den Wurzeln einiger chinesischen Boxkünsten. Nur, das es fast vergessen wurde.
Aber das ist einen andere Geschichte.

Es fängt im Kopf an!
Ich muß damit aufhören zu denken, "gegen" etwas gegen zu schlagen. Damit fängt alles an.
Dann muß ich lernen wie ich mich auch "abbaue" anstatt nur "aufbaue"
Es geht auch darum "Drücke/Spannungen" im Körper im richtigen Moment vollständig zu lösen, wodurch dann nicht nur wieder Beweglichkeit entsteht, sondern auch Schlagwirkung aus kürzenster Distanz möglich wird.

Erst dann kommt man dazu ein Gefühl dafür zu entwickeln seine Körpermassen im Spiel mit der Schwerkraft zu bewegen. Das macht die Bewegungen mehr und mehr frei, aber auch zentrierter, effektiver und ökonomischer.

Nun aber zum praktischen Schlag:

Der Kopf

Ich brauche nur einmal daran zu denken, das ich den anderen Treffen will und mehr nicht. Dann gehen ich im Gedanken permanent von dem anderen weg.
Das geht! "Wir können ja auch permanent denken zu dem anderen hin zu gehen"

Die Fußarbeit

Meine Fäuste habe ich genauso oben wie beim normalen Boxen, nun bewege ich mich nur noch von den Füßen aus nach und von unten orientierend, nach vorne, ohne mich nach oben abzudrücken. Und das ist nicht einfach.

Das abdrücken zeigt dem Gegner das ich komme, das Nichtabdrücken bringt ihn in Unsicherheit. Das Aufrechterhalten dieser Unsicherheit läßt mich dann fast nicht sichtbar in den Raum des Gegners eindringen, wenn ich mich nicht mit einer nach "Oben" Körperbewegung verrate.

Die Grundbewegung

Ist eher ein Rollen von den Füßen. Auf keinen Fall ein hin und her von den Füßen.
Dadurch wird quasi die Faust mit einer Gesamtbewegung in den Gegner getragen. Es ist schwierig zu beschreiben, da man schnell etwas falsch vertehen kann.

Ein Schlag wird somit nicht mit Masse reingeschleudert, also nicht als körpergewichts Übertragung mit der Faust, sondern als reine Gesamtkörper-Bewegung-Übertragung mit der Faust. Und die geht eben dann voll durch.

Ich versichere, das sich mit dieser Methode die Schlagwirkung eines jeden in ungeahnter Weise steigen läßt.

Ich hoffe das war nicht zu kompliziert! Wenn doch, dann hilft Fragen!
Beim lernen ist der Angang wesentlich verständlicher und einleuchtender als ich hier versucht habe zu beschreiben.

Grüße,
Torsten
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Es ist gut der Bessere zu sein, doch es ist besser zu lernen. HB www.inneres-boxen.com
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