Ok. Schaumer mal. Liebe Mods und Admins, Beitrag 1 von Lap Sao bitte noch nicht als Off - topic werten und löschen. Ich war aber auch ein bissl blöde. Dafür pflege ich meine Zeilen auch ganz brav. Ein Teil ihrer Räson - Mail ist mir etwas schleierhaft, Mirasol ("...."). Vielleicht per Mail einen Tip geben?
1.) Danke an Herr Calfbite und den Herrn Budoka_Dante. Lange Schwerter werden auch als Hämmer (vergl. "Mordhau") oder am Halben Schwert (Griff an Heft und Hälfte der Klinge) genutzt. Das Aneinandergleiten der Stärken kann man sich leider nicht immer aussuchen. Die meisten meiner Konter im Ringen ("Ringen" im mittelalterlichen Zusammenhang des Fechtens allgemein) beginnen mit Anbinden und testen der Stärke. Das Anbinden hat meiner Erfahrung nach, nicht mehr oder weniger Vorteile als der Versuch eines sauberen Stücks ohne Schwertberührungen. Alles gibt eigene Signale und eigene Möglichkeiten.
Frauen bleiben meist nur sehr kurz bei den KSporten und
KKünsten. Viele meinen einfach, das sowas nicht ihr Ding sei, so aus der Nähe betrachtet. Respektabel! Andere meinen aber, sie wüssten nicht was sie abschreckt aber es ist nicht IHR Training. Da fehlt etwas. Und die Waffen werden oftmals nicht gerne benutzt. Obwohl hier EIN Schlüssel zu Egalität der Geschlechter auf dem Kampffeld liegt.
Herr Budoka Dante: Hier gibt es gleich mehrere Optionen. Der Griff ins Gesicht ist sicher eine Alternative. Aber die Situation wird von einem vorwärts drängendem Stärkeren bestimmt (oberflächlich). Im den Raum zu gebe, sich auszurennen und dem Vorbeifegenden die Beine oder die Wirbelsäule zu zerstören kämen auch in Frage. Eine gute Taktik (auch psychologische Spiele) um sich vom Partner zu lösen wäre anregend. Eigentlich haben alle Stile ihre Tricks dafür.
Ein Wurf im Stile eines Beinstellens, ließe sich beim Vorbeiführen (da muss der Opponent stark drücken und voll auf einen drauf wollen) auch gut anbringen. Jetzt stellen Sie sich das mal aus der Position einer evtl. zierlichen Frau von 160 cm Körperhöhe vor. Da muss der Trick sitzen. Und die Waffe sollte ihrem Gusto entsprechen. Und die Waffe muss in ihren Möglichkeiten diskutiert werden. Mondo nennt man das im Japanischen (frei: Lehr - Gespräch). Allgemein lässt sich sagen: Von den Erfahrungen der Frauen können alle profitieren, da diese sich was einfallen lassen müssen.
2.) An die Damen: Die unterschiedlichen Waffenkünste verlangen unterschiedliche Herangehensweisen. Iranische Kriegskeulen sind nichts für zarte Körper. Im Iran sowieso nicht. Weibliche Samurai mussten mit mehreren Waffen umgehen können. Die Naginata hat sich im LAufe der Zeit als Frauenwaffe in Japan herauskristallisiert.
Aber es gab durchaus noch ALternativen. Man kann schon mal eine Vorliebe entwickeln oder versuchen seine Chancen zu maximieren. Jogo do pao (portugisischer Stockkampf) ist eigentlich eine Prügelei unter Jungs. Kann mir aber nicht vorstellen, das die Damen nix konnten. Heute ist Jogo do pao in gemischten Gruppen trainierbar. Die Lieblingswaffe würde immer "Stock" heißen. Die Rüstung dort ist vorbildlich (Siehe:
www.jogodopao.de) und hat diesen praktischen Hinterhauptschutz.
Das Bujinkan - System kennt keine besondere Schutzausrüstung. Allerdings kann jeder eine Samurai - Rüstung oder einen Kendo - Panzer benutzen. Speziell in diesem Jahr ist die Kukishinden Ryu Happo Hikenjutsu dran. Diese Schule wird speziell auf Rüstungstragen trainiert. Das Waffenarsenal ist beeindruckend. Schwerpunkte sind natürlich das waffenlose Kämpfen, die Stöcke, das Nihon-to und Lanzen. Aber auch die Rüstung selber ist als Waffe zu verstehen. Doch genug von Kriegsrüstungen. Hier ging's um das Training, den Schutz dafür und zivilem Gefecht á la Thalhoffer und Lichtenauer (siehe: im internet freywild - Schwertkämpfer] aber nicht:FREYWILD - Musik, die rööööhrt[/url]) .
Verstehen die Besucher dieses Themas nun etwas besser, wohin die Diskussion entwickelt werden soll? Der Beitrag der Frauen zu den Kampfkünsten ist sicher unerforscht hoch. Jetzt will ich wissen, wie hoch genau? Und: Was wollen Frauen im Kampf erreichen. Wie sehen sie ihre Rolle im Gerangel und welche Mittel sind ihnen recht und welche Mittel wollen Sie haben? So!
3.) Um daran vielleicht doch noch einen Sachtext zu entwickeln, lasse ich den Urtext erst einmal stehen. Ich arbeite mal an was gefälligerem - ich kenn ja jetzt ein paar Schwächen.
4.) Die Art und Weise meines Beispiels scheint ein Fehlgriff zu sein. Es dient als Exempel, wie ich mir eine Diskussion und das Geschreibs dazu vorstelle. Es kämen Beiträge aus einer Vielzahl von Stilen in Frage, daher kann ein gemeinsames Beschreibungssystem nur hilfreich sein. Alle sollen das ansonsten halten, wie es beliebt.
5.) Die Umfrage soll vor allem die angesprochenen Damen aufmerksam machen. Denn deren Meinung ist die eigentlich erwünschte. Aber alle sind herzlich eingeladen, die topic zu verfeinern, zu präzisieren oder grundsätzlich auf einen besseren Weg zu bringen. Wie "Mein Thema, meine Regeln" gemeint sind, habe ich an anderer Stelle vertieft - eine kleine diktatorische Ader hab ich sicher. Sorry! Ja, ich will lernen.
6.) Herr Lap Sao - ich ignoriere ihre Einwürfe im weiteren, weil er verdammt der Diskussion von Herr CLown (schreibt viel, meint wenig), etc. ähnelt. Um diesem Aufhänger für Off - topic den Hahn abzudrehen: Nein, ich trainiere die Kriegskünste nicht primär, um einem eventuellen Ernstfall entgegnen zu können. Ich hatte ekelige Situationen, es war haarscharf und meine schnellen Beine und mein Mundwerk haben völlig gereicht.
Waffentraining hat für mich vor allem den Charakter der Schulung. Es wurden ausdrücklich keine Waffen ausgeschlossen - siehe Zeile 17 des Urtextes. Über das allgemeine Kämpfen und damit auch Waffen habe ich in Kernpunkt 5.) eine kurze Note verfasst, Herr Lap Sao. Die Alten Meister sind die Alten Meister und das Gesetz hatte damals öfter Urlaub oder war nicht besser als irgendein anderer Agressor (Aaaltes Thema!). Die Selbstschutzproblematik ist auch schon an anderer Stelle durch - bitte ältere threats aufsuchen oder wirklich ein wenig aktuelles Recht einsehen.
Momentan laufen in Bad Frankenhausen die Vorbereitungen für den "Heerbann", eine mittelalterlich geprägte Feldschlacht mit viel langem Schwert. Ne relativ große Menge Frauen bei. Hauptwaffen: Schild, (Holz-)Schwerter und (stumpfe Holz-)Lanzen, Schutzausrüstung = Grundbedingung. Geographische Einordnung: Mitteldeutschland . Zur letztmaligen Kenntnisname: Trotz meiner relativ zivilen Grundeinstellung hat die Fragerei keinen sportlichen Charakter. Ziel ist das (theoretische) kampfunfähig - machen des Partners. Chancenungleichheit halte ich in diesem Zusammenhang für normal. Das sind halt die Kriegskünste und Artverwandte, auch in zivilen Zeiten. Nett, oder? Weitere Unsachlichkeiten oder Anregungen im Stile von Clown und Sao werde ich nicht mehr kommentieren!
Mit freundlichen Grüßen, Christian Carolus