Zitat:
Zitat von Apfelbaum Das ist leider der große Schwachpunkt des Anti-Terror-Kampfs. Man lernt zwar Abwehrtechniken gegen alle möglichen Schläge und Tritte, aber die müssen, um abgewehrt zu werden, wirklich vorhertelegrafiert werden. Die Eingänge in gegnerische Angriffe sind leider aus dem klassischen Jiu Jitsu übernommen und sind leider in den meisten Fällen völlig realitätsfremd. Funktionieren würden sie eventuell gegen einen undurchtrainierten Kneipenschläger mit 3 Promille, der einen Angriff erst verbal ankündigt und dann durch eine endlose Ausholbewegung signalisiert, was er vorhat. Gegen einen geübten Kämpfer oder gar einen trainierten Kampfsportler bräuchte man nicht einmal im Traum daran zu denken, einen Faustschlag abzufangen und in eine Hebeltechnik zu verwandeln. Geht einfach nicht. Außerdem sind sämtliche Abwehrtechniken immer nur gegen einen einzelnen Angriff ausgelegt, was einem gegen einen Kombinationen schlagenden Boxer oder Kickboxer innerhalb von Sekunden eine K.O.-Niederlage einbrächte. Die Standard-ATK-Techniken aus dem Gürtelprogramm sind im Ernstfall leider völlig ungeeignet um einen wirklichen Angriff zu kontern.
Für Stock- und Messerabwehrtechniken gilt im übrigen das selbe wie für die waffenlosen Angriffe. Effektive Kontertechniken, die durch völlig realitätsfremde Eingänge im "Alltagsgebrauch" komplett unbrauchbar sind. Auch sie funktionieren nur, wenn der Gegner seinen genauen Angriff vorher bekannt gibt, ihn nur mehr als halbherzig durchführt und nach der Ausführung zur Salzsäule erstarrt und die folgende Abwehr brav über sich ergehen läßt.
Der Fehler liegt hier schon im Training, denn jede Technik wird schon bei der Vorführung (wie übrigens auch beim Vorbild und Ursprung "Jiu Jitsu") durch die Trainer angekündigt. "Angreifer kommt mit geradem Fauststoß der rechten Hand" - verwechselt der Angreifer bei der Demonstration auch nur die rechte mit der linken Hand platzt die Seifenblase. Von den unzähligen Möglichkeiten zu schlagen und zu treten einmal ganz abgesehen - und dies mit links oder mit rechts! Leider kündigt niemand seinen Angriff vorher an... |
Das trifft ja nicht nur auf das ATK, sondern auf -fast- alle Kampkünste zu...!
Exakt das ist der Grund warum ich zum SAS gefunden habe..., es funktioniert
auch unter unvorhersehbaren, somit realistischen Bedingungen, richtig gut.
Als Ergänzung stelle ich mir das ATK aber sehr gut vor, alleine die unkonvent-
ionellen Bodentechniken und Reissattacken, sind eine geniale Zutat für viele
SV-Künste.
Gäbe es ATK in meiner Nähe, würde ich das vielleicht als Zweit-
KK in Erwäg-
ung ziehen...
