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#31
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| Zitat:
<- Was'n das? ![]() Nee, das ist nicht richtig! Darüber reden wir ja: Sollte man nur die Capoeira als Artistik lernen und sich ansonsten nicht mit dessen Herkunft und Zukunft beschäftigen? [1] oder Sollte man eine Sprache lernen und nur den Ist-Zustand annehmen, oder auch die Herkunft betrachten? >>Wozu soll ich wissen wie mein Auto funktioniert, es muss nur fahren!?<< Wenn Du also Portugiesisch lerntest, müsstest Du Dich nur fragen, woher manche Skurrilitäten kommen, anstatt sie nur als gegeben hinzunehmen, né? ![]() Wahrscheinlich habe ich den Eingangseintrag falsch formuliert und sollte evtl. mal einen neuen Strang zu [1] eröffnen, der Thread entwickelt sich sowieso in diese Richtung. Wäre aber auch abseits von einem speziellen Gegenstand eine genauere Betrachtung wert, dann aber nicht im KKB. Würde ich Capoeira betreiben, wäre ich wahrscheinlich auch ein Fan von Angola! Keine Ahnung, warum. Wahrscheinlich, weil ich so gerne auf dem Boden herumrolle! Ich mag auch das europäische Portugiesisch besser, als das brasilianische, obwohl es von außen betrachtet eher das hässliche, unspektakuläre Entlein ist! Von innen betrachtet, sieht es jedoch ganz anders aus. ![]() Capoeira Angola würde sich aus diesem Grunde wohl auch nur schwer durchsetzen, eben weil es das unspektakuläre, hässliche Entlein ist, in das man sich erst mit Mühe einarbeiten muss, bevor es begeistert. Regional dagegen ist schnell, spritzig und insbesondere für Frauen sehr schön und geeignet! Für mich ist Capoeira aber insgesamt eher ungeeignet... Zu Obrigado/a: Wahrscheinlich wissen das nur die wenigsten portugiesischen Muttersprachler, das hat über die Jahrhunderte einfach die metaphorische Bedeutung von "Danke" angenommen, so wie wir beim "Fernseher" ja auch sofort an das TV-Gerät denken und nicht an jemanden, der in die Ferne sieht - vor 150 Jahren wäre das wohl noch anders gewesen. Manche sagen übrigens auch, das "Obrigados/as" falsch wäre, aber wenn man sich als Gruppe bedankt? Estamos lhe obrigados/as? Habe ich noch nie gehört, aber möglich wäre es...
__________________ |Dias de luta são dias de glória| |Kampfestage sind Ruhmestage| Geändert von Chickenlipper (08-09-2010 um 11:16 Uhr). |
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#32
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| "Ist halt einfach so" ![]() Und genauer nachgefragt hab ich dann auch nicht mehr ![]() Also merken: Mehr und genauer nachfragen ![]() Ich persönlich finde halt das "Gesamtpaket" viel reizvoller .... Klar bleibt aus Zeitmangel ein bissl was auf der Strecke bzw. dauert halt länger aber gut Ding braucht Weil und der Weg ist das Ziel ![]() Klar fährt mein Auto auch ohne, dass ich genau weiss wie´s funktioniert, aber wenn´s mich - wie letzten Freitag - mal hängen lässt guck ich unter Umständen wegen einer Kleinigkeit ziemlich in die Röhre ![]() Ähhhm ja, hab ich da dann auch ![]() Fühl mich auf´m Boden auch heimischer als in der "Luft" ![]() Was ich aber an der Angola einfach toll finde ist, dass man sich die Bewegungen viel besser und genauer erarbeiten kann / muss und man ein viel schöneres "Frage-Antwort-Spiel" bekommt. Von diesem "Zuhören" würde bestimmt mancher Regionalista auch profitieren ![]() Also ich find den niedlich Ich seh den so als "Motivations-Smiley" ![]() Caramujo
__________________ A luta que se cria é da arte A luta que se tem é da vida |
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#33
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| @envy: Zitat:
guck dir die FMA an - dort gibt es noch einen direkten bezug zum dschungel-guerilla-kampf. deshalb passt für mich die entwicklung nicht. wenn capoeira im kampf um die quilombos verwendet wurde, warum enthält es dann nicht mehr die elemente mit denen die verteidiger der quilombos über die sklavenhalter siegten ? @brasilien als quelle: als ich im letzten jahrtausend in brazil war, gab es so gut wie nichts über capoeira. ich habe exakt ein buch gefunden. dazu gab es noch 3 CDs (für einen schweinepreis). das war alles. 2 jahre später fand ich da schon ca. 20 CDs. bücher habe ich keine weiteren gefunden. auch ein mestre ist kein historisches lexikon. die waren nicht selbst dabei und haben ihre version der geschichte auch nur vom hörensagen. die können alle schöne geschichten zu bimba/pastinha und dem "moderenen" capoeira erzählen. historische relevanz haben ihre aussagen nicht .@portugiesisch: sag doch einfach "´brigad". dann ist es egal ob du männchen oder weibchen bist .@angola: ja - warum nicht ? finde ich eigentlich schöner als regional. trifft mehr mein kk-verständnis, da sie im angola "gemeiner" sind, als im athletischen regional. hatte nur leider nicht die möglichkeit hier angola korrekt zu lernen. Zitat:
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#34
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| @ big x: du darfst nur nicht vergessen Capoeira sah damals noch ganz anders aus als das heute...Regional Capoeira gibbet ja wenns hoch kommt mal grade fast 100 Jahre. Und auch die Angola von damals hat sich auch sehr verändert. Ich denke was der Capoeira aus den tagen auf die du dich beziehst am nächsten kommt ist das was die Gangs in Salvador und Rio praktizierten(eine Art Messerkampftechnik soweit ich weiss) vermutlich mit praktiken des Batuque-Kampfes. Ich hab dazu letztes Jahr noch eine sehr schöne Doku auf einer Batizado zu sehen bekommen. btw. is das auch nicht weiter verwunderlich das du keine bücher gesehen hast...ich mein versuch mal hierzulande ein buch in einem normalen Buchladen zu finden das die Historische Entwicklung des Fussballs vom 16. Jahrhundert bis heute behandelt. Übrigens kannst du auch als Regionaler eine anständige Capoeira Angola lernen und umgekehrt ist es auch möglich^^ nur manche eigenheiten die man sich selbst im spiel angewöhnt hat sind schwer loszuwerden das hat aber weniger mit der Capoeira als vielmehr mit dir selbst zu tun ![]()
__________________ "Sir we are Surrounded!" "Excellent! Now we can Attack in any Direction" |
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#35
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| @envy: genau deswegen würde mich interessieren, was die junx & mädelz damals gemacht haben. was ist "batuque" ? ist mir noch nicht unter gekommen. glaub mir - hier hätte ich zu dieser zeit wesentlich mehr bücher zum thema fussball gefunden, als ich in brasilien bücher zum capoeira gefunden habe. und ich wollte nur allgemeine bücher zum thema, keine historischen dokumente, überlieferungen oder geschichtswerke .auch glaube ich, dass das thema fussball hier deutlich besser durchleuchtet wurde, als das thema capoeira in brazil. oh - natürlich kann ein regionalist angola spielen. umgekehrt auch. nur wird der fokus bei beiden stilen auf andere attribute gelegt. die techniken werden mit anderer intention ausgeführt und und und. deswegen sieht mensch ja auch ob der spieler im roda regionalista oder angoleiro ist (ok - bei manchen contemp-leuten wird es schwierig). auch werden dann teilweise techniken in den jeweils anderen roda mitgenommen, die dort nicht gerne gesehen werden (zb martelo im angola-roda). welche angewohnheiten meinst du ? wenn ich den martelo aus dem regional mitbringe, liegt das nicht unbedingt an mir, sondern am training. ist ja schliesslich auch der sinn des traininx den leuten das was trainiert wird beizubringen. so war ich zu meinen SV-zeiten noch auf den eierkick spezialisiert. der kam dann bei jeder gelegenheit. wo ist da der bezug zu meiner person (ausser das ich die deckunxlücke bei vielen meiner traininxpartner gesehen und ausgenutzt habe ) ? |
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#36
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| laut Wikipedia: Batuque ist darüber hinaus eine ältere brasilianische Kampfkunst. Eine Variante bestand darin, dass ein Kämpfer in der Mitte einer Roda stand, während sein Gegner versuchte, ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen und auf den Boden zu werfen. In einer anderen Variante versuchten die Kämpfer, den Gegner mit Bein- und Armschlägen außer Gefecht zu setzen. Diese Kampfart hat große Ähnlichkeiten mit der Capoeira Regional. Der Vater von Mestre Bimba, dem Mitbegründer der Capoeira Regional war ein angesehener Batuqueiro-Meister. Der Batuque hatte einen gewissen Einfluss auf die brasilianische Capoeira-Bewegung. Und betreff der angewohnheiten: Wie z.b. Martelo in einer Angola Roda zu benutzen^^ bzw. Prinzipiell bestimmte Techniken und Abfolgen zu verwenden. Bsp. hab ich während des letzten Jahres sehr häufig nach einer Queixada direkt ein Au gemacht^^ sowas mein ich...aber auch anderes wie z.b. jede Rasteira gleich sofort mit irgendner anderen Bewegung zu "belohnen" die dazu gedacht is das der andere am Boden liegt aber auch so sachen wie sich bei der Ginga zu sehr zu versteifen(grade unter Regionalern sehr beliebt vor allem wenn sie anderen Kampfsport nebenher machen bzw. vorher gemacht haben )der Unterschied is meiner ansicht nach nicht groß...es ist nur halt anders ![]() Und ob Martelos in Angola Rodas gern gesehen sind...ka..ich denke in manchen schon XD Aber dazu haben 20 verschiedene Gruppen 21 Meinungen ![]()
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