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#1
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| Ich bin sicher jeder hat solche Leute schonmal getroffen. Leute die sich nach 3 Jahren Karate und einem Capoeira Workshop hinstellen und sagen:"Ich bin Capoeira Trainer." Für mich, der sehr viele Trainingstrips zu anderen Gruppen unternimmt ist das jedenfalls nichts neues. Und das Geldverdienen mit Qualitäten die man nicht hat ist ja gang und gebe. Ich mein Prinzipiell und je nach Anspruch findet man halt bei sowas Lehrer unterschiedlichster Erfahrung . Im Schnitt haben die Tatsächlich Capoeira gelernt (1-2 Jahre max. bisher und sind dann bei ihren alten Gruppen rausgeflogen). Und vom Prinzip ist da auch nichts gegen zu sagen wenn man das erlernte Teilen will. Es ist nur immer eine Sache der Aufmachung. Allerdings heute hab ich zum ersten mal einen kleinen Entsetzensschrei nicht unterdrücken können als ich sah das es tatsächlich "Freie Gruppen" gibt wo sich Leute mit unter 10 Jahren Capoeira Erfahrung als "Mestre" und "Contra-Mestre" bezeichnen. Das allerdings mit Fähigkeiten die bei uns nichtmal in die nähe der Trainer-Kordeln kommen... Mir geht es nicht darum irgendwen blosszustellen...auch wenn mir ziemlich danach ist...aber was meint ihr wie man am besten damit umgehen sollte? ICh kann durchaus damit leben wenn Leute unqualifiziert unterrichten, aber sich dann noch anmassend Mestre zu nennen ist so unfassbar Respektlos das ich nicht sicher bin wie man da reagieren sollte... meine erste Idee war 2 Graduados einzupacken und einfach mal vorbei fahren ![]() Wie gesagt nichts gegen Freie Gruppen oder Capoeiristas die ohne entsprechende Graduierung Training geben sondern, halt leute die ungraduiert sich Mestre nennen und Capoeira unterrichten...bzw es versuchen....
__________________ "Sir we are Surrounded!" "Excellent! Now we can Attack in any Direction" |
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#2
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| ja das kennen wir ja mittlerweile alle...es gibt mittlerweile workshops in denen man in 5 tagen zum Capoeira Trainer betitelt wird..also einen workshop der über 5 tage geht in dem einem versprochen wird dann selbst unterrichten zu können. dann fährt man dann mal zu solchen workshops hin mit nem profesor oder auch graduados und und dann müssen sich diese pseudo mestres halt in der Roda gegen echte graduierten capoeristas behaupten..was dann böse ausgehen kann.. |
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#3
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| Das war auch meine erste Idee als ich die ersten Zeilen von deinem Post gelesen hab. ![]() |
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#4
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| Man sollte halt immer in der Lage sein in der Roda das zu halten was man verspricht Find die Idee klasse Envy! Vor allem merkt man halt grad in der Roda bei wem man zu Gast ist Ich hatte bisher echt Glück! Die Mestres und ContraMestres denen ich bisher begegnet bin, waren auf alle Fälle "echt". Es ist ja nicht nur so, dass ein Mestre die ganzen Bewegungen super korrekt ausführen können muss, akrobatisch in gewissem Maß gut sein muss und in der Roda bestehen können muss. Er muss singen können, sehr gut Berimbau (Atabaque, Pandeiro) spielen können und evtl. auch in der Lage seine eigene Lieder zu schreiben. Allein das alles braucht ja Zeit (und vor allem viel Fleiss)! Aber mit noch das Wichtigste was ich von einem Mestre erwarte ist eine gewisse persönliche seelische Reife und Lebenserfahrung. Deswegen finde ich die Handhabung sehr gut, dass die Mestre-Corda nach mind. 20 Jahren Capoeira-Erfahrung verliehen wird. Ok, jemand der talentiert genug ist und auch wirklich hart dafür arbeitet kann bestimmt nach 3, 4, 5, oder 6 Jahren soweit sein, dass er eine eigene Gruppe leiten und unterrichten kann, also den "Stand" eines Monitors oder Professors haben kann, aber der Titel "Mestre" sollte auch meiner Meinung nach nur "Altverdienten" verliehen werden. @ Envy Solche Pseudo Mestres gehen mir auch total auf die Nerven, auch wenn mir bisher persönlich noch keiner begegnet ist. Normalerweise bin ich ja kein Fan von organisierten Verbänden, aber hier ist es echt ein Nachteil das keiner besteht. So ist es halt einfach - grad für Neulinge - schwer zu überprüfen ob sie an einen Pseudo-Mestre geraten sind. Weil 10 Jahre Karate und ein Wochenendkurs im Capoeira machen halt noch keinen Capoeira-Mestre. Nur das merkt man oft erst später .... Caramujo
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#5
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| Ein Übergeordneter Verband hätte bestimmt etwas...nur leider leider bringt das Deutsche-Beamtentum dann auch sowas wie Prüfungen für Mestres mit sich. Ich mein bis Graduado is das ok...bis dahin kann man die voraussetzungen schön abzählen aber alles danach hat mit soviel mehr zu tun als nur gut zu spielen (instrumente oder Roda egal) sondern wie du schon sagtest mit Lebenserfahrung
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#6
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| Da kann man dann nur den Teufel mit dem Belzebub austreiben ![]() Ich kenn z. B. bisher nur einen richtig jungen Contra-Mestre. Aber der hat´s meiner Meinung nach echt verdient. Spielt echt super, tolle Bewegungen, spielt erstklassig Berimbau, hat Ahnung von der Musik, kann das ALLES auch sehr gut vermitteln und hat in seinen jungen Jahren schon unglaublich viel geleistet. Der hat doch echt vor ein paar Jahren hier die Koffer gepackt und ist nach Jamaika gegangen und hat dort seine eigene Schule aufgebaut und will so die Kids dort (in einem Sozialprojekt) vom Gangleben und von der Straße wegholen. Finanzieren tut sich das Ganze nur über Spenden..... Dabei ist er nett, höflich, lustig und bescheiden geblieben. Jemand der mich wirklich tief beeindruckt hat ![]() Caramujo
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#7
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| Warum wäre das schlecht? Man befindet sich doch sowieso immer in einer Dauerprüfungssituation.
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#8
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#9
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![]() Die da wären? Da bin ich aber von Dir ganz andere Kommentare gewöhnt! ![]()
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#10
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![]() Vorteile mit großen Dachverband: -Einheitliches "Regelwerk" -Einheitliche Namen für Bewegungen -Einheitliche Prüfungsordnung und Graduierung -Die "Pseudo-Mestres" haben es nicht so leicht Nachteile: -relativ starr und unflexibel -passt irgendwie nicht so wirklich dazu ![]() -"Verbandsgehacke" Vorteile o. großen Dachverband: -jeder Mestre kann das so machen wie er mag -alles total flexibel ![]() -Vielfalt -kein "Verbandsgehacke" Nachteile: -keine einheitlichen Namen für Bewegungen => führt oft zur Verwirrung -keine einheitliche Prüfungsordnung / Graduierung => dto. -Jeder kann eine eigene Schule aufmachen und sich sogar Mestre nennen, ober das Versprochene halten kann oder nicht. -nicht so straff organisierte KK werden evtl. in Deutschland anders wahrgenommen ..... Hhhhhm ,seh grad, dass das Ganze etwas wirr geworden ist. Kann grad nicht denken - hab Hunger ![]() Caramujo
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#11
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| Ab Graduado wird es sehr schwer Spielerisch fortschritte zu machen das ganze wird zu einer reinen Erfahrungssache. Klar kann ein Graduado im einzelnen alles was ein Mestre auch kann nur das wie wird es angewendet ist der unterschied. Manche Mestres entwickeln ihren eigenen Stil und geben bestimmten Bewegungen ihren eigenen Touch , oder vielmehr jeder Capoeirista tut das. Das heisst Spielerisch kannst du keinen unterschied machen. Musikalisch gibt es Graduados die viel schöner Singen als der ein oder andere Mestre, einfach Stimmlich. Manche Schüler schreiben unglaublich schöne Lieder , das hat mein Mestrando z.B. noch nicht getan (jedenfalls soweit ich das weiss) Dann das wissen um die Geschichte...das kann man sich (wenn man so will) relativ schnell aneignen. Und die Philosophie , wo jede Gruppe und jeder Capoeirista eine eigene Verfolgt. Das ist alles nicht wirklich Mess- und vergleichbar. Aber wenn man mal mit einem Graduado oder einem Mestre spricht, merkt man an der Ausstrahlung und alleine der Präsenz in der Roda den unterschied. Den Merkt man oft schon zwischen Contra-Mestre und Mestre find ich. Das witzige ist sobald einem ein Richtiger Contra Mestre/Mestre gegenübersteht (1€ in Phrasenschwein) spürt man den Unterschied zu solchen die sich nur so nennen. Ich glaube wenn es sowas wie einen Dachverband gäbe müsste es einer sein der die Individualität der Gruppen nicht einschränkt. Nur dann haben wir mehr sowas wie ein Capoeira-Eventmanagement. Letztlich ist Capoeira frei und muss frei bleiben find ich (ja noch 1€ ins Phrasenschwein). Da nehm ich dann lieber die Pseudo-Mestres in kauf. Letztlich bleibt einem nur übrig einfach mal dort aufzuschlagen und die "Mestres" mal aufschlagen zu lassen^^ Dieses We hab ich keine Zeit und nächste Woche is Batizado in Düsseldorf da kann ich net aber danach die Woche schau ich da denke ich mal vorbei Graduados freuen sich schon ![]()
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#12
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| @Envy Darf ich Dein Phrasenschwein schlachten? ![]() Sorry für OT - musste einfach sein ![]() Die Problematik sehe ich ähnlich .... Das könnte dann sehr schnell zu einem reinen Eventmanagment verkommen. Und bei Einführung einer straffen Prüfungsordnung ist die Gefahr groß, dass an sich talentierte Leute in ihrer Entwicklung behindert werden, nur weil sie einen Teil der Prüfung halt nicht so gut können. Oder es passiert dann wie in anderen KK in denen es Danträger (vergleiche ist jetzt einfach mit einem Mestre) gibt die grad mal 18 Jahre oder jünger sind. Derjenige mag zwar "sein Programm" können und er ist bestimmt kämpferisch (je nach KK / KS) sehr gut, aber deshalb noch lange kein Mestre. Da würde mir dann die Capoeiraerfahrung (bei uns Voraussetzung für einen Mestre = >20 Capoeiraerfahrung), Lebenserfahrung und auch die persönliche Reife fehlen. Wo fährst Du denn da hin? ![]() Caramujo
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#13
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| Nein vom Phrasenschwein will ich nach Brasilien fliegen nächstes Jahr ![]()
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#14
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| Ich glaube nicht, dass Caramujo das gemeint hat! Wo willst'n genau hin?
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#15
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| wenn alles so läuft wie ich das gern hätte erst Sao Paulo dann Salvador und zu guter letzt Cuiabá
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