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#31
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Da täuscht man sich soo leicht, dass jemand, der ein Buch über Taiji geschrieben hat, mit größerer Wahrscheinlichkeit auch unglaubliches Gongfu plus Vollkontakt drauf hat, zumindest ist es genauso wahrscheinlich wie alles andere, oder?
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#32
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| Wenn man nach den Fakten geht, ist es sogar eher wahrscheinlich dass ein Taiji Quan Lehrer (egal ob in D, oder anderswo) seine Kunst im Kampf nicht anwenden kann und also auch keine Anwendungen lehren kann. Im Normallfall muss man leider davon ausgehen, dass kein gong fu vorhanden ist. Als Kriterium für das Gegenteil müsste sein, ob Anwendungen (Tui Shu zähle ich da nicht dazu) und Freikampf unterichtet wird.Was dann noch lange nicht heisst, das das auf Taiji Quan Art geschieht, oder auf herkömmliche Techniken basiert |
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#33
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| Yürgen Oster gibt seit Jahren oder beinahe Jahrzehnten Qigong-Unterricht und leitet mehrjährige Qigong-Lehrer-Ausbildungen. Also gehe ich davon aus, dass er viel Ahnung davon hat, und das vermutlich auch gut macht. Sein Qigong fand ich bei der genannten Vorführung auch gut und tiefgehend, dementsprechend halte ich ihn in dem Bereich für einen Fachmann. Weil ich aber nichts sehen konnte, was auf Gongfu und Kampf/SV-Kunst im sportlicheren oder "härteren" Sinne hinweist, erlaube ich mir zu unterstellen, dass ich da nichts Verstecktes übersehen habe. Falls jemand Yürgen Oster besser kennt, bitte ich um Berichtigung der Angelegenheit (aus diesem Grund habe ich auch geschrieben, dass ich ihn nicht wirklich kenne!).
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#34
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#35
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#36
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Ich behaupte, dass ich das sehen konnte, als ich ihn mit meinen Augen sah und mit meinem Kenntnisstand über solche Dinge bewertet habe. Ich erlaube mir diese Unterstellung mit einer weiteren Unterstellung, nämlich dass 90-99% der Taiji- und Qigong-Lehrer ebenfalls kein bzw. nur minimales Gongfu haben, d.h. vom im eigentlichen Sinne auch keine Gongfu-Methoden unterrichten, sondern lediglich Qigong-Methoden. Taijiquan ist aber ursprünglich eine Gongfu-Methode und die Kampf-SV-Fähigkeit erlangt man über Gongfu und nicht über das Erlernen von SV-Techniken ala Aikido, oder über eher softe Qigong-Übungen. Ich finde, dass ich nicht jedem, der Qigong-Vorführungen gibt, automatisch unterstellen muss, dann sicherlich auch ein super Gongfu entwickelt zu haben, wenn ich es nicht sehen kann. Ich muss auch nicht jedem, den ich mal ein bisschen amateurhaft mit einem Basketball dribbeln sehe, zugute halten, er könnte in der Basketballbundesliga spielen, nur weil ich es nicht defintiv nachgeprüft habe. Damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann, schreibe ich hier, aufgrund welcher Eindrücke ich meine Meinung gebildet habe. Dementsprechend bitte ich Hilla und Sascha zuerst Y.O.s Gongfu anhand konkreterer Quellen zu belegen und erst danach wieder die Steine in die Hand zu nehmen, um mich dann damit zu bewerfen, und dann aber richtig. Danke. -- Weiter: Es ging hier um Buchempfehlungen, und hier geht es bei der Bewertung von Literaturempfehlungen nun eben auch um die Autoren und den mutmaßlichen Horizont, der beim Schreiben der Bücher zugrunde lag. Ich finde, dass man in dem Bereich, den man nicht definitiv kennt oder nachgeprüft hat, durchaus auch ein bisschen spekulieren darf, wenn es dafür Anhaltspunkte gibt, insbesondere wenn man dies explizit so benennt. Ich finde, dass es nichts bringt, wenn man 1000 Bücher auflistet, und so tut, also wäre sicherlich jedes Buch gleich gut und der Inhalt stets gleich richtig, wichtig und korrekt, nur weil man nur 1-10 dieser Bücher tatsächlich kennt. Bücher, bei denen ich den begründeten Eindruck habe, dass sie nichts besonderes sind, lese ich erst gar nicht, und schon gar nicht, nur um dann mit Sicherheit zu wissen, dass sich das Lesen nicht lohnt. Bei welcher Buchempfehlung war denn mal eine Begründung dabei, WARUM man welches Buch lesen sollte und welches vielleicht eher nicht? (Abgesehen vom angeblichen Renommee des jeweiligen Autors)
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. Geändert von nagual (24-09-2009 um 11:32 Uhr). |
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#37
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| Ich fange gleich mal an und detailliere, warum man meine Empfehlung lesen sollte : "Von Adam Hsu "Lone sword against the cold cold sky." – Es werden grundlegende Prinzipien der chinesischen Kampfkünste erklärt, die oft vernachlässigt werden, wie die Ganzkörperbewegung, Seidenspultechniken (nicht nur für TJQ auch für alle anderen gong fu Stile!) und andere den chinesischen Stilen eigene Methoden. – Es werden die Basispositionen und wichtige Punkte dazu erklärt. – Es gibt einen Teil, der die "Taichi Klinik" genannt wird, indem über gängige Probleme beim TJQ geschrieben wird. z.B. Relaxation, Atmungstechniken, Sinken, Die Vernachlässigung der Bewegungen, die zwischen den einzelnen Posturen stattfinden und vieles andere. – die Kapitel sind übersichtlich und lassen sich leicht lesen. Quer lesen ist kein Problem, da sie eher wie Essays geschrieben sind. – Weitere Stile die neben dem TJQ behandelt werden sind, traditionelles Chang Quan, Mizong Quan, Nördliche Mantis Stile, Baji Quan, Pigua Zhang und Paqua Zhang. – ein weiteres Kapitel widmet sich dem Waffensparring und im besonderen dem Schwert. Erwähnen möchte ich den Teil "Warum die modernen Hiebschütze bei chinesischen Schwertern in die falsche Richtung zeigen und warum das gefährlich ist." (Achtung Polemik-Alarm )Was es nicht darin gibt: – Es gibt KEINE esoterischen Konzepte darin, selbst das Qi wird relativ rationell behandelt – es wird nur am Rande auf die Geschichte des TJQ eingegangen, es gibt allerdings einige Episoden, in denen er sich auf die Suche der Wurzeln seiner erlernten Künste begibt. Chenjiagou, Zhaobao. Interessant ist ebenfalls ein Kapitel über den sehr seltenen Huleija Stil, eine Variante des Chen aus einem Nachbardorf von Chenjiagou. |
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