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#1
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| Hallo, ich habe mich hier mal ein bisschen umgesehen und denke ich hönnte in diesem Unterforum die Infos bekommen die ich suche. Ich wüßte gern genaueres zur chinesischen Teezeremonie, genauer gesagt zur Bai Si Lai, also zur Zeremonie in der ein Lehrer (Sifu) einen Schüler in seine (Kampfkunst) Familie aufnimmt. Mich würde dazu so ziemlich alles interessieren: Ursprung Praxis evtl. vorhandene Unterschiede in den versch. Stilen etc. Lg, Meishan |
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#2
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| Hi Hier wird einiges erklaert: Bai Si Lai - Es gibt auch andere Aufnahmerituale: Eid,Schwur vor den Ahnen,Lehrer.Reiswein/schnaps trinken, gemeinsames Essen , Moenchsweihe. Geändert von shīzi (12-04-2010 um 04:32 Uhr). |
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#3
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| Hier in Taiwan wird das alles nicht so eng gesehen. Kaum einer spricht seinen Lehrer trotz offizeller Aufnahme mit Shifu an, alle sagen einfach Laoshi, Lehrer XY; gelegentlich sagen wir Shixiong oder Shijie, um etwas Respekt auszudrücken, oder auch Ironie (länger dabei, trotzdem schlechter, lol.) Und dies ist sicher schon 40, 50 Jahre so. Auch die Aufnahmezeremonie hatte bei mir überhaupt nichts mit Teezeremonie zu tun (der Yong Chun-Meister aus Taibei ist ja auch Kantonese), zwar schon feierlich, mit Ritual und Akzeptieren von Indoor-Regeln, aber chin. Teezeremonie bedeutet für mich was ganz anderes: Kleine Kanne, Duft- und Trinktassen, alles im Heißwasserbad, viele Aufgüsse, mit guten Freund (auch nach dem Training, mit Lehrer), etwas Snacks dazu und intensives Gelaber. Wir waren erst letzte Woche nach 3 Std. Training voll durchgeschitzt im Teehaus, schön, aber fast zuviel Wulong. Ob es da regionale Unterschiede gibt, weiß ich gar nicht. Scheinbar aber schon. Geändert von taiwandeutscher (13-04-2010 um 01:49 Uhr). Grund: Fehlbezug |
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#4
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| Jup. Heute ist eh alles anders (und nach der Kulturrevolution bzw. seit der Machtergreifung der Kommunisten sowieso...aber naja anderes Thema ). Und aus der Praxis kenn ich es eh nur von den Wuxia-Filmen und TVB-Dramen Deswegen hängt es davon ab wie "modern" oder "traditioniell" eine Schule ist.Ich wage zu behaupten das in einer modernen KS-Schule (auch wenn es ein alter Stil ist), die die Masse anspricht sowas sicherlich leichter genommen wird als bei einer traditionsreichen Kämpferfamilie wo alles in einer direkten Linie überliefert wird und die Schülerwahl viel selektiver ist. Und ich schliesse mich an. Aufnahmezeremonie und Teezeremonie sind zwei paar Schuhe =) Geändert von Reshi (12-04-2010 um 15:24 Uhr). |
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#5
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| Zitat:
Die von Taiwandeutscher geschilderte ist sozusagen die große Version. Hier geht es nur um den Tee, seinen Geruch und Geschmack. Oftmals werden kleine Mengen teuersten Tees serviert und genossen. Weiterhin gibt es davon eine "abgespeckte" Version. Hier wird der Tee nicht in einer kleinen Kanne zubereitet sondern in einem sog. Gaiwan. Hier kann, muss aber nicht, das hölzerne oder tönerne Tropfgestell zum Einsatz kommen. Die Teezeremonie in der ein Meister seinen Schüler offiziell in die Familie und den Stammbaum aufnimmt, die Bai Si Lai, ist hingegen nicht so sehr durch den Tee als solches dominiert, vielmehr (so hat es mir jetzt ein befreundeter Kung Fu Lehrer erklärt) geht es um die "Intimität" bzw. das Vertrauen dass im anbieten (durch den Schüler) und das annehmen (durch den Lehrer) des Tees ausgedrückt wird. |
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