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  #1  
Alt 05-02-2017, 22:05
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Selbstverteidigung
 
Registrierungsdatum: 27.11.2010
Alter: 51
Beiträge: 68
Standard Sparring: Wann Schlaghärte des Gegners bremsen?

Sonst habe ich Sparring nur immer mit Trainern oder erfahrenen Wettkämpfern gemacht. Sie haben mir in sehr langsamen Schritten einiges beigebracht, waren aber hinsichtlich der Schlaghärte gnädig und rücksichtsvoll mit mir.

Die letzten drei Male hat mich der Trainer aber mit insgesamt vier Personen Sparring machen lassen, die bisher gar keine Sparring-Erfahrungen haben, weil sie sich zuvor nie getraut haben, aber sonst länger oder erfolgreicher im Training sind als ich. Deshalb gingen meist so ungefähr 70 Prozent der Treffer auf das gegnerische Erfolgskonto und 30 Prozent auf meins. Alle vier Sparringspartner hatten ziemlich harte Fäuste, mit denen sie mich allerdings nur auf den Körper, nicht zum Kopf geschlagen haben.

Während der Sparringskämpfe fand ich die Schlaghärte eigentlich nur positiv, ich fühlte mich endlich mal richtig ernst genommen. Erst nach dem Sparring (bis ein paar Tage danach) merke ich jeweils so langsam, dass Rippen und Brustbein zwar höchstwahrscheinlich nicht gebrochen oder geprellt sind, aber dem Körper schon recht ordentlich zugesetzt wurde.

Daher stellt sich bei mir die Frage:
Ab wann sollte man den Gegner bitten, die Schlaghärte ein wenig zurückzunehmen? Woran erkennt man die sinnvolle Grenze, wenn man beim Sparring kaum was spürt, nachher aber schon mehr?
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  #2  
Alt 06-02-2017, 05:30
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 23.07.2011
Beiträge: 77
Standard

Wenn DU das Gefühl hast es wird DIR zu hart dann sag das Deinem Partner.
Außer Du befindest Dich in einer Wettkampfvorbereitung dann musst halt mal durch :-)
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  #3  
Alt 06-02-2017, 09:13
Benutzerbild von Björn Friedrich
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu - Kampfkunst nach biomechanischen Grundlagen
 
Registrierungsdatum: 02.09.2001
Ort: Rhein-Main Gebiet
Beiträge: 6.129
Standard

Man sollte defintiv seine eigenen Grenzen respektieren und der Gegner sollte dies auch tun. Klar gerade am Anfang will man gerne mal austesten was geht und wir haben uns als Teenager und junge erwachsene oft so vor den Kopf gehauen, das wir tagelang ein Schleudertrauma hatten (dank Gitter war das Gesicht o.k.) aber die eigene Erfahrung und auch viele Studien und Erfahrungen anderer Menschen zeigen, das es langfristig gesehen nicht gut ist, sich ständig zu verhauen......

Gerade wenn man keine 18 mehr ist und keine Wettkampf Ambitionen hat, sollte man eher lockeres Sparring machen, ohne dabei den Respekt vor den Schlägen zu verlieren.....
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  #4  
Alt 06-02-2017, 09:43
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Vollkontakt-Mikado 3. Dan
 
Registrierungsdatum: 11.11.2010
Beiträge: 684
Standard

Hi

ich bin auch in Ü50 Klasse, und als erstens fällt mir ein das Du wahrscheinlich erhebliche Defizite in deiner Deckung hast. Wenn du so viele und so harte Schläge auf den Körper kriegst, das Du Tage später noch Schmerzen hast, dann würde ich als erstens mal daran arbeiten dein Körperdeckung zu verbessern.

Wenn ich harte Schläge auf meinen Körper bekommen habe (war in der letzten Zeit so gut wie gar nicht) dann hat das bei mir sofort weh getan, oder ich bin nach einem Leberhaken gleich zu Boden gegangen.

Wenn Du da am Körper ein Problem hast, kannst du es ja mit einem Schutz für die kurzen Rippen probieren.

Ansonsten stimme ich den Vorrschreibern zu, einfach sagen mach mal langsam. Es kann natürlich auch sein, das da spezialisten dabei sind die einfach nicht locker Sparring machen können, da gibt es in unserem Verein auch welche, und mit denen mache ich grundsätzlich kein Sparring.
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  #5  
Alt 06-02-2017, 11:56
Benutzerbild von clkblack
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kickboxen, Boxen
 
Registrierungsdatum: 28.11.2011
Ort: Offenbach
Alter: 29
Beiträge: 2.592
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Zitat:
Zitat von RibaldCorello Beitrag anzeigen
Es kann natürlich auch sein, das da spezialisten dabei sind die einfach nicht locker Sparring machen können, da gibt es in unserem Verein auch welche, und mit denen mache ich grundsätzlich kein Sparring.
Den Typ kenne ich auch, scheint sehr weit verbreitet zu sein .

Auf jeden Fall drauf hinweißen, dass sie lockerer machen sollen. Kriegen sie das nicht auf die Reihe, die Partner meiden. Und selbst wenn der Trainer dich beim nächsten mal mit so einem zusammenstecken will, ihm das selbe sagen. "Mit dem will ich nciht machen, der Schlägt immer wie ein Bauer."

Dann sollte das ja iwie hinhauen.
__________________
Für klassisches Kickboxen führt kein Weg an der Wako vorbei: http://www.wako-deutschland.de/Die-W.../Portrait.html
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  #6  
Alt 06-02-2017, 14:15
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Jeet Kune Do
 
Registrierungsdatum: 08.01.2011
Ort: Köln
Alter: 26
Beiträge: 283
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Ganz einfach:

Wenn es dir zu hart wird, musst du das sagen. Das kannst am besten nur du selbst einschätzen. Ändert sich das nicht, machst du einfach kein Sparring mit der Person.
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  #7  
Alt 06-02-2017, 19:12
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Selbstverteidigung
 
Registrierungsdatum: 27.11.2010
Alter: 51
Beiträge: 68
Standard

Danke für eure Tipps.

Mein Problem:
Ich habe noch nie jemanden ernsthaft verletzt und bin auch noch nie ernsthaft verletzt worden. Dabei fühle ich mich aber immer mehr zu härteren Sparringspartnern hingezogen. Nur: Wo ist die Grenze, wenn man sich einerseits abhärten will, aber andererseits auch nicht mit gebrochenen Knochen oder Rippen zur trainingslosen Zeit gezwungen werden möchte? Erkennt man die Grenze erst, wenn man schon einmal zu weit gegangen ist?

Ich freue mich übrigens schon (und das ist ernst gemeint) auf das nächste Sparring. Denn ich bin regelrecht süchtig nach einem harten Sparringskampf, solange man im großen und ganzen unversehrt aus der Sache raus kommt. Und bis jetzt haben weder ich noch meine Sparringspartner irgendetwas falsch gemacht. (Und der Trainer hat nach meiner Meinung auch mit Recht nicht eingegriffen.)
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  #8  
Alt 06-02-2017, 19:41
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karate , UFC gucken
 
Registrierungsdatum: 13.03.2008
Beiträge: 2.269
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Ähh... na klar merkt man es öfter erst zu spät. Gibt ja auch keine Feinjustierung.

Bei uns älteren brechen die Knochen halt auch schon schneller.
Um die Verletzung rum trainieren gehört ab und an zu grenzentestendem Sparring dazu.

Ist kein Unfall, sondern Teil vom System.

Wenn Du hinterher nicht mit dem gleichen Spass in den Folgeschmerz wie in das Sparring selbst gehst, mach halt wieder weniger.
__________________
"We are voices in our head." - Deadpool
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  #9  
Alt 06-02-2017, 20:10
Benutzerbild von Kannix
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Experte, Onlinegutachter
 
Registrierungsdatum: 22.07.2004
Beiträge: 11.758
Standard

Zitat:
Zitat von Seniorfighter Beitrag anzeigen
Erkennt man die Grenze erst, wenn man schon einmal zu weit gegangen ist?
Ich denke ja, wie sonst?
Ich habe eine Zeitlang sehr viel hartes Sparring gemacht und bin durch die Leistungszentren getourt. Ich hatte dann irgendwann blackouts und Sprachprobleme.
Soweit sollte es nicht kommen, aber ein bisschen Aua gehört nunmal zu dem Sport
__________________
Aller höherer Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt -WT-Herb
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  #10  
Alt 08-02-2017, 15:11
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 17.02.2012
Alter: 27
Beiträge: 138
Standard

Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Ich denke ja, wie sonst?
Ich hatte dann irgendwann blackouts und Sprachprobleme.
Was genau meinst du damit?
War das nur temporär?
Ich spüre seit einiger Zeit auch, dass mir bei längeren Unterhaltungen manche Wörter "fehlen", allerdings habe ich das eher auf Stress und Schlafmangel zurückgeführt.
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  #11  
Alt 08-02-2017, 17:11
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 111
Standard

Das hört sich nicht mehr gesund an...
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  #12  
Alt 08-02-2017, 17:48
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: amerikanisches Boxen.
 
Registrierungsdatum: 21.07.2015
Ort: Frankfurt dribbdebach
Alter: 27
Beiträge: 90
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Zitat:
Zitat von kavuch Beitrag anzeigen
Was genau meinst du damit?
War das nur temporär?
Ich spüre seit einiger Zeit auch, dass mir bei längeren Unterhaltungen manche Wörter "fehlen", allerdings habe ich das eher auf Stress und Schlafmangel zurückgeführt.
Tja, musste halt mal einen der beiden möglichen Faktoren für ein paar Wochen eliminieren. Also entweder mal mehrere Wochen weniger Stress und mehr Schlaf und kein Training.
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  #13  
Alt 08-02-2017, 18:22
Benutzerbild von Kannix
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Experte, Onlinegutachter
 
Registrierungsdatum: 22.07.2004
Beiträge: 11.758
Standard

Tatsächlich mir fehlten Wörter. Es kam noch Übertraining dazu. Das hat sich dann wieder gelegt
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  #14  
Alt 08-02-2017, 20:04
Benutzerbild von Peter_FFB
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 06.02.2017
Beiträge: 5
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Zitat:
Zitat von Seniorfighter Beitrag anzeigen
Wo ist die Grenze, wenn man sich einerseits abhärten will, aber andererseits auch nicht mit gebrochenen Knochen oder Rippen zur trainingslosen Zeit gezwungen werden möchte? Erkennt man die Grenze erst, wenn man schon einmal zu weit gegangen ist?
Nimms mir nicht übel, aber mit einer solchen Einstellung bist du vielleicht in einem SM-Studio besser aufgehoben. Es handelt sich immer noch um Sport. Zwar Kontaktsport, Vollkontaktsport u.U., aber es kann nicht das Ziel sein mit schweren Verletzungen (das sind für mich Knochenbrüche) da raus zu kommen. Das gilt auch für "richtige" Kämpfe.

Das A und O ist der Trainer. Ich bin selber auch schon aus Sparringskämpfen rausgenommen worden, weil er gesehen hat dass mir gleich die Lichter ausgehen und ich es aber nicht (mehr) überrissen habe in dem Moment.

Zitat:
Ich freue mich übrigens schon (und das ist ernst gemeint) auf das nächste Sparring. Denn ich bin regelrecht süchtig nach einem harten Sparringskampf, solange man im großen und ganzen unversehrt aus der Sache raus kommt.
Natürlich macht es Spaß, grad wenn man sich deswegen im Kampfsportbereich betätigt. Geht mir ja genau so. Aber es gibt hier überall Grenzen.

Zitat:
Zitat von clkblack Beitrag anzeigen
Den Typ kenne ich auch, scheint sehr weit verbreitet zu sein .
Schön dass das überall so ist. Ich hatte letztes Jahr nach 3 Monaten Verletzungspause das erste Sparring genau gegen so einen. Ich sag´s ihm noch, "Mach langsam, ich fang erst wieder an und weiss nicht wie meine Gräten halten. "Ja, geht klar." *BUMM*, und Sterne gesehen...

Geändert von Peter_FFB (08-02-2017 um 20:15 Uhr).
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  #15  
Alt 08-02-2017, 20:17
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Judo, Kickboxen, Bujinkan Budô Taijutsu
 
Registrierungsdatum: 11.06.2015
Alter: 37
Beiträge: 90
Standard

Zitat:
Zitat von Seniorfighter Beitrag anzeigen
Woran erkennt man die sinnvolle Grenze, wenn man beim Sparring kaum was spürt, nachher aber schon mehr?
Das ist normal das du infight kaum etwas spürst und nachher hast du vor Schmerzen eine Ganzkörper Lähmung. Du setzt den Körper ja einer Stress Situation aus, und somit entsteht ein Coktail aus Botenstoffen, das Blut zieht sich ins Innere des Körpers zurück, deine Körpertemperatur steigt an und und und.

Irgendwann weis man aber eigentlich wie viel man seinem Körper zumuten kann, ohne das man danach 3-7 Tage nicht mehr arbeiten gehen kann oder zu viele Pillen einschmeißen muss.

Mit der Zeit gewöhnt man sich dann auch an gewisse Schmerzen z.b. Rippen-/Brustbein-Prellungen - dann juckt es einen nicht mehr so.
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