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#1
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| Hallo, ich habe gestern beim Aikido reingeschnuppert. Ich empfand es, trotz des nur kurzen Eindruckes von 2 Stunden als absolute Bereicherung. Ich will nicht sagen, dass ich gestern schon viel gelernt habe, aber ich bekam den Eindruck, dass es für mich als Ergänzung zum JJ eine gute Möglichkeit ist. Insgesamt war das Training nur mäßig anstrengend.. der Meister (2.Dan) macht einen guten eindruck (obwohl er nur der Schüler des eigentlichen Meisters ist,welcher nicht da war). Die Mitschüler waren alle etwas älter als ich. Unter anderem war auch meine JJ Trainerin dabei. Der durchschnitt der anderen war ca. 50 Jahre alt. Ist das ein normales Bild beim Aikido? Einer der Mitschüler sagte, dass viele Kampfsportler zum Aikido wechseln, wenn sie aus gesundheitlichen gründen nicht mehr ihre eigentliche KK ausüben können. ist das so? Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich das kritisiere oder schlecht finde.. das training war ausgesprochen interessant und hat auch echt spass gemacht. ich habe einige techniken gesehen, die ich nicht für möglich gehalten habe. Am Freitag gehe ich nach dem Jiu Jitsu wieder hin und schau mir mal an, wie der Andere Meister (5.Dan) sein training gestalltet. Anschließend ist eine Fortgeschrittene Gruppe dran. Da werde ich, wenn ich darf mal zusehen...oder sogar mitmachen, wenn sensei es erlaubt...(ui..das sind dann 3,5 Stunden training am Stück ( und 5KM laufen am morgen) wird ein harter tag...naja...samstag ausschlafen und neue kräfte sammeln.. bin voll neugierig wie es weitergeht.. |
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#2
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| Hi, na das klingt doch super. Gruß |
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#3
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| Ich will ja nicht zu neugierig sein, aber ich finde es interessant daher kannst du vl ein wenig mehr vom Training berichten ![]() Wie war der Ablauf, wie war für dich die Fallschule insbesondere im Vergleich zum Ju Jutsu und auch zum Jiu Jitsu auch wenns der selbe Verein ist, und natürlich die spannendste Frage, welche Techniken hast du anfangs für unmöglich gehalten? Ok die letzte Frage ist gemein da die Namen sicher beim ersten Mal nicht gerade im Gedächnis geblieben sind, aber ein Versuch ists wert ![]() |
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#4
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| Schön, dass dir das Training gefallen hat. Bei mir im Verein sind die meisten Aikidokas so zwischen 35 und 45. Das ist die Altersgruppe, welche am stärksten vertreten ist. Es gibt aber durchaus auch ein paar Jüngere und ein paar Ältere. Vorteil ist bei Jüngeren in der Regel, dass es auch mal etwas härter zur Sache gehen kann. Der älteste von uns ist übrigens jenseits der 70. Bei mir im Verein gibt es einige, die aus anderen Kampfsportarten kommen. Vorallem Judokas. Durchaus nicht unüblich, aber die Mehrzahl der Leute hat nur Aikido gemacht. Gruß |
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#5
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| Zitat:
also am Anfang angrüßen, aufwärmen...das übliche eben... dann ein paar trockenübungen..so verschiedene schrittfolgen und drehungen.. die wurden dann in reale techniken umgesetzt. Wir haben 3 abwehrtechniken für ein gefasstes handgelenk gelernt.. aus dem JJ kenne ich natürlich ganz andere techniken, die viel radikaler und brutaler sind...der weg zum ziel ist dort so anders.. der aikidomeister hat sich einfach weggedreht und aus der körperdrehung durch ein bißchen arm auf und abbewegen einen hebel erzeugt... was für mich neu war, war dieses flüssige..diese ..keine ahnung, wie ichs beschreiben soll..h,,..beim jj geht das oft viel ruckartiger...bei den techniken im aikido die wir gemacht haben ist es irgendwie ein einziger fluss ....vielleicht wie eine art tanz (nicht abwertend gemeint) habe glaub ich viel mehr die kraft des gegners umgeleitet als beim jj... gegen einen gegner, der nicht mitmacht, kann ich die techniken natürlich nicht einsetzen..aber ich bin sicher, dass der meister das kann... am ende des trainings haben wir noch stockkampf geübt...wußte nicht, dass das im aikido auch gemacht wird...ich persönlich fand das eher langweilig...aber wenn es dazu gehört ist das eben so... |
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#6
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| Also ich habs mal mit Aikido probiert, dann aber recht schnell wieder aufgehört. Das Training war ganz nett, aber mein Rücken fand das Rollen und die Bewegungen nicht wirklich als Bereicherung... Muss wohl jeder selber erfahren, ob Aikido für ihn geeignet ist. Die Aussage, dass Aikido ideal für Ältere und körperlich beeinträchtigte sei, halte ich für sehr pauschal.. Gruß |
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#7
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| Das sehe ich genauso. es stimmt zwar das es beim Aikido vielleich mehr ältere Leute gibt als in anderen Stilen die mehr Wettkampf orientiert sind, aber Aikido ist alles andere als anspruchslos. Besonders das ausgiebige Ukemi Training dürfte nicht für jeden älteren Herr oder Dame wirklich gesundheitsförderned sein. @Domo77 Schön das dir Aikido Spaß macht, nur wenn du es weiterhin machen möchtest dann musst du dich mit den Waffentechniken aueinander setzen. Es gibt neben JO Techniken auch noch Techniken mit dem Bokken im Aikido. Je nach Verband werden diese Waffentechniken mit unterschiedlicher Intensität. |
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#8
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| Zitat:
aber das zeigt die zeit..erstmal weiter reinschnuppern... |
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#9
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| Zitat:
Im Aikido gibts heute viele versch. Richtungen. Welche Richtung wird dort unterrichtet? |
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#10
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| Zitat:
Normalerweise sollten die Rollen, bzw. das Ukemi im allgemeinen nicht schädlich für den Rücken sein, wenn richtig gemacht im Aikido. Unser Trainer achtet da sehr genau drauf, da er vor Jahren schon nen schlimmen Bandscheibenvorfall hatte. Das Positive daran war, dass er dadurch gemerkt hat, wie seine Bewegungen und sein Ukemi anzupassen sind, damit es keine Probleme damit gibt. Das gibt er auch an die Schüler weiter. Ein Lehrer der solche Erfahrungen evtl nicht hat, wird vermutlich gewisse Feinheiten nicht beachten, bzw nicht weitergeben können. Daher ist das schon ein wichtiger Faktor. @TE: Dieses "fließen" was dir aufgefallen ist, ist halt eine besonderheit des Aikido. Dieser Punkt unterscheidet es eben recht stark vom JJ. Ich habe auf nem Lehrgang mal die JJ-Leute mir angesehen und musste selber feststellen, dass die Techniken im Grunde gleich sind, aber eben anders ausgeführt werden. Wie du schon meintest: ruckiger. Wenn du es hinbekommst ab und an die Aikido Stunde mit zu machen, dann denke ich kann dir das schon interessante neue Einblicke für dein JJ bringen. |
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#11
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| Und ja, es gibt Stile im Aikido die sind rabiater. (Einige behaupten Iwama Ryu gehöre dazu :P) ansonsten würde mir noch Makoto Ryu einfallen (kommt aus der Steven Seagal Linie) |
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#12
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| gestern war ich beim Jiu Jitsu und habe mich mit nem Trainingspartner unterhalten. Er machte eine leicht ironische Aussage, die aber irgendwie meinen Eindruck vom Aikidotraining ein bißchen wiedergibt. nicht falsch verstehen, habe großen Repekt vor Aikido:"Aikido ist wie tanzen, nur, dass irgendwann einer auf der Fresse liegt" So albern das klingen mag und so beleidigend das von den ein oder anderen aufgefasst werden könnte, fand ich trotzdem, dass das was dran ist. Dieser Eindruck drängte sich mir auf. Durch diese Aussage beschrieb er irgendwie auf selbtsame weise diesen "Fluss", den ich bemerkt habe. Ein Tänzer versucht ja auch, sich flüssig zu bewegen und bewegungen ineinander fließen zu lassen...(jaja...nicht bei jedem Tanz(siehe Popping)) und am ende liegt einer auf der fresse... das macht aikido aber gerade so schön anzusehen. durch diesen fluss wirken die techniken so leicht und schwebend. heute abend gehe ich wieder hin...freue mich schon darauf |
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#13
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| @Spark Ob Iwama Ryu wirklich rabiater ist, kann ich nicht sagen, aber die Techniken davon scheinen irgendwie direkter gehalten zu sein, als beim Aikikai. Wobei man das auch nicht paschaul sagen kann, Aikikai ist ja sehr vielfältig. Was die "härteren" Aikido Stile betrifft, sollte man auch noch Yoshinkan Aikido erwähnen, wo es ebenfalls etwas ruppiger zugehen soll. Bestätigen kann ich das aber nicht, Yoshinkan gibt es bei uns in Österreich leider nicht. Was mich nervt, da ich es sehr gern mal ausprobiert hätte. Aber egal, Takemusu ist auch nicht zu verachten, welches ich auch üben werde wenn ich ab Jänner wieder in meiner Heimatstadt bin. Geändert von mrx085 (02-12-2011 um 09:39 Uhr). |
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#14
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| @domo: Das was du im Moment als Unterschied zum JJ spürst ist wahrscheinlich genau der Unterschied zwischen Aikido und JJ: JJ ist eher technikbasierend, d.h. auf eine Angriffstechnik folgt die Abwehrtechnik. Diese wird im Zweifel auch auch mit Kraft durchgesetzt. Im Aikido wird die Abwehr während der Angriffstechnik entwickelt. Man "fliesst" dort hinein. Man nennt dieses hineinfliessen Takemusu. Zu Beginn ist dieses natürlich schwer umzusetzen, daher wird die Abwehrtechnik vorgegeben und der Angreifer geht eben mit. Als Fortgeschrittener spürt man dann genau den Bewegungsfluss des Angreifers und klinkt sich dort ein und fließt dann weiter in eine Technik die sich spontan ergibt. Von aussen kann das aussehen wie eine JJ-Technik, nur man kommt anders dahin. Schwierig zu erklären, man muss es üben. @Spark: Die Iwama Leute starten etwas rabiater im Kihon Gotei, werden doch dann aber auch weicher?! (so ab 1.Dan) Aber Du könntest recht haben, die durchschnittlichen Unterarme sind schon etwas dicker bei denen. ![]() gerade gesehen: @mrx: Wo siehst du genau den Unterschied zwischen Takemusu- und Iwama Aikido Stil? Geändert von D (02-12-2011 um 09:34 Uhr). |
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#15
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| Ob es bei den beiden Stilen abgesehen von verbandspolitischen Dingen überhaupt Unterschiede gibt kann ich nicht sagen. Ich habe in der letzten Zeile nur Takemusu geschrieben, weil das das Dojo in meiner Heimatstadt in dem vor habe Akido zu üben sich mal als Takemusu Dojo bezeichnet. Es war nicht meine Absicht etwas von etwaigen Unterschieden zwischen Iwama Ryu und Takemsu Aikido zu schreiben. Sorry wenn das so rüber gekommen ist. Geändert von mrx085 (02-12-2011 um 10:51 Uhr). |
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