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#16
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| [QUOTE=carstenk;2094520]Meiner Meinung nach weil es verschiedene Arten der Überwindung gibt. Lieber Carstenk, ich habe die Zeilen über den Lehrgang Yoshinkan Aikido, bei Muguruza-Sensei, gelesen. Sicher verstehe ich es, wenn sich einige Leute mit aller Gewalt quälen wollen. Nur was hat das mit einem Budo-Lehrgang zu tun? Möchte ich meine körperliche Grenzen kennenlernen, so gibt es viele Sportarten, die mir dieses ermöglichen. Wer die reale Gefahr erleben will, kann das sogar bei der Bundeswehr erleben - nur möchte er das auch? Für mich - nur meine ganz persönliche Ansicht - ist Budo mehr als nur ein Spiel. Ich lerne Kampftechniken, übe mit einem Partner, erfahre auch einiges über die geistigen Hintergründe meiner Kampfkunst. In meiner Arbeitszeit gehe ich einem normalen Beruf nach - dort kann ich keine Kampftechniken anwenden - aber vielleicht haben mir die Kampfkünste den Weg zur rechten Lebensführung aufgezeigt. " Fluche nicht, wenn es dunkel wird. Zünde lieber eine Kerze an" zen -Sprichwort. Noch einen schönen Abend, vergebt mir, habe eine andere Vorstellung von den Kampfkünsten. soto-deshi |
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#17
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| Hallo zusammen! Erstmal Danke an alle die meinen Blog gelesen haben! @hashime&carsten: Was mein Nein angeht - das sage ich nicht nur so überzeugt, weil der Kurs mich sosehr zerschunden hat. Sondern deswegen, weil ich einfach nicht glaube, dass mich dieser Teil des Kurses - die Kälte, der Drill, die Liegestütze bis ans Limit - in meinem Budo wirklich weiter bringen. @soto-deshi: Ich sehe auf jeden Fall ein, wie intensives Training viele Leute weiter bringen kann - Budo hat meiner Meinung nach viel mit der richtigen Einstellung zu tun, mit Motivation und einem klaren Geist. Und genau das trainiert man, wenn man Techniken bis übers Limit übt - irgendwann fallen die ganzen Gedanken, Überlegungen und Details von einem ab. Man denkt nichtmehr darüber nach, wieviele Techniken noch kommen, oder was außerhalb des Trainings stattfindet. Man ist wirklich 100% kristallklar in diesem Moment und das ist eins der Wichtigen Ziele jedes Budotrainings -IMHO ![]() Allerdings glaube ich erstens, dass diese Intensität nur beim Training von Techniken sinnvoll ist, nicht bei Liegestützen oder ähnlichem. Und zweitens glaube ich nicht, dass jeder dieses Training braucht -man kann auch in einem entspannten Umfeld diese Klarheit für den Moment erreichen. Ich versuche lieber letztere Methode - und das nächste mal Summercamp. mfg |
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#18
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| [QUOTE=the5ilence;2096893]Hallo zusammen! Erstmal Danke an alle die meinen Blog gelesen haben! Hallo, lieber the 5ilence, ich danke Dir für Deine nette Antwort. Für mich hat Budo-Kampfkunst nichts damit zu tun - dass der Trainer mich bis zu meinen körperlichen Grenzen führt. Dafür müßte er mich genau kennen, wissen wo meine körperlichen Schwachstellen liegen, usw. Für mich gehört ZEN mit zu den japanischen Kampfkünsten. Leider haben viele " Großmeister " davon keine Ahnung und sind der Auffassung mit Drill dem Schüler den Weg zeigen zu können. Daher habe ich Bücher von Taisen Deshimaru (Kristkeitz-Verlag ) gelesen. Dazu ein Hinweis aus einem seiner Bücher; Wenn ihr euch der Ausatmung hingebt und euch von der Einatmung anfüllen laßt, in einem harmonischen Kommen und Gehen, dann bleibt nicht mehr als ein Zafu unter dem leeren Himmel, das Gewicht einer Flamme. Noch einen schönen Tag soto-deshi |
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#19
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| Genau diese Erfahrung, nämlich durch einen guten Lehrer und gute sempai dazu befähigt zu werden, eigene Grenzen - und zwar körperliche wie auch psychische - zu überschreiten, ist für mich persönlich eines der wichtigsten Elemente meines aikido-Übens. Bis heute. Dabei geht es allerdings nicht um das Durchbeißen bei Liegestützen oder beim Laufen. Zitat:
Und ich kenne auch die Erfahrung, wie sich bei einem anstrengenden Lehrgang zugleich mit dem Einsetzen völliger Erschöpfung Blockaden lösen und sowohl das Werfen wie auch das ukemi ganz fundamental an Klarheit gewinnen. Ich habe aber auch sowohl beim aikido, wie beim zazen aus meiner Sicht sehr gute Lehrer gehabt. Grüße, Carsten |
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#20
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| Zen muss aber nicht zum Aikido gehören, grade Ueshiba war da eher in einer anderen Richtung beeinflusst (Shinto // Oomoto Kyo).
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#21
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| [QUOTE=pilgrim;2097135]Oh, das ist interessant: Genau diese Erfahrung, nämlich durch einen guten Lehrer und gute sempai dazu befähigt zu werden, eigene Grenzen - und zwar körperliche wie auch psychische - zu überschreiten, ist für mich persönlich eines der wichtigsten Elemente meines aikido-Übens. Bis heute. Dabei geht es allerdings nicht um das Durchbeißen bei Liegestützen oder beim Laufen. Hallo, lieber Carsten, für mich sollte Aikido eigentlich der Sport ( Budo ) für die alten Tage sein. Besonders da ich gelesen habe, daß mit dieser Kampfkunst, der Trainingspartner ohne körperliche Gewalt durch Techniken des Aikido überzeugt wird, daß sein Angriff sinnlos ist. In meinem Lieblingsbuch über Aikido, Aikido und die dynamische Sphäre, wird auch nirgends erwähnt, daß der Aikido-ka über eine besondere sportliche Fähigkeit verfügen muß. Der " Trainingspartner " wird mit Kombinationen gerader und kreisförmiger Bewegungen in eine Kreisbahn geführt und ohne körperliche Gewalt , siehe shiho nage, usw. geführt und durch eine Haltetechnik auf die Sinnlosigkeit seines Angriffs hingewiesen. Liege ich da mit meiner Auffassung falsch? Sicher ist mir auch bekannt, dass o Sensei Ueshiba in seiner Jugendzeit in einem buddhistischen Tempel, in Jizodera, geschickt wurde um zu studieren. (Buch, Budo von Morihei Ueshiba), sicher ist Dir aber auch bekannt, daß in Japan viele Menschen verschiedenen Religionsgemeinschaften angehören, einfach das machen, was ihnen in einer Religion besonders gefällt. Was ist aber ZEN? Das Geheimnis des ZEN besteht darin, in einer Haltung tiefer Konzentration einfach zu sitzen, ohne Ziel und ohne Streben nach Nutzen. Buch von Taisen Deshimaru -Roshi Vieleicht erläuterst Du mir - wo ich mich ungeschickt ausgedrückt habe. Noch eine schöne Zeit, soto-deshi |
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#22
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| Ich übe aber auch nicht die aikido-Richtung, die in dem Buch dargestellt wird. Zitat:
Carsten |
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#23
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| Hallo, ![]() LG aiki-no-michi |
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#24
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| Ich finde " Der leere Spiegel: Erfahrungen in einem japanischen Zen-Kloster" von Janwillem van de Wetering ein sehr gutes Buch zum Thema.
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#25
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| Eine vernünftige Ansicht zu Zen und Aikido hat meiner Meinung nach Fumio Toyoda: http://www.shinjinkai.org/On_Zen_and_Budo.pdf
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#26
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| Hallo, ![]() LG aiki-no-michi P. S. Den Text von Toyoda halte ich für hilfreich. Aikido ist ein Budo, nicht mehr und nicht weniger. Zwischen unserem Training und den Einsichten von O-Sensei klafft tatsächlich eine Lücke, die meiner Erfahrung nach nicht durch Aikido allein zu füllen ist. Der innere Weg bleibt Privatsache, und das ist wahrscheinlich gut so. |
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#27
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| [QUOTE=aiki-no-michi;2098052]Hallo, Zen ist, je nach Lehrer, ein mehr oder weniger brutaler Weg, Dich über Deine geistigen Grenzen zu führen. Es kann ziemlich schmerzhaft sein, "einfach zu sitzen". Schon mal ein Sesshin mitgemacht? Liebe aiki-no-michi, ZEN ist für mich eine Meditationsfrom, die ich nach meinen Bedürfnissen gestalte. Ich kann nicht lange im Lotussitz, oder halben Lotussitz verbringen aber es geht auch mit einer Sitzbank oder auf einem Stuhl Muss ich ZEN so ausüben wie es Japaner machen? Ich persönlich mache lieber autogenes Training, das ich nach einer Einübungszeit, nach meinen Erfodernissen gestalten kann. Ist es nicht auch im Aikido ähnlich. Jeder Meisterschüler von O Sensei Morihei Ueshiba, hat die Techniken gelernt. Aber nur Morihiro Saito, war entschlossen die Techniken so zu lehren, wie er sie von O Sensei gelernt hat. Dabei muss aber auch bedacht werden, dass Uesiba seine Lehrmethoden und Techniken auch in seinem Budo-Leben immer wieder umgestellt hat. So hat eigentlich jeder Grossmeister das Aikdo verbreitet, das er von O Sensei gelernt hat, Noch eine schöne Zeit soto-deshi |
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#28
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| [QUOTE=pilgrim;2097968]Aikido, so wie ich es kenne, ist körperlich in unteschiedlicher Hinsicht sehr fordernd. Ich übe aber auch nicht die aikido-Richtung, die in dem Buch dargestellt wird. Lieber Carsten, mit Dir macht das Streitgespräch oder der Meinungsaustauch den größten Spaß. Aikido wie es in dem Buch Aikido und die dynamische Sphäre beschrieben ist, ist das Aikido, wie es Kochi Tohei oder andere Großmeister von O Sensei gelernt haben. Lies Dir einmal die Aikido-Meister durch, die die Autoren in ihrer Danksagung aufführen. Ich persönlich würde mich mehr für Takemusu Aikdo entscheiden, wenn ich dem Aikdo treu geblieben wäre. Aber darum ging es eigentlich nicht. Mein Gedanke war, warum soll ich nicht einen Budo-Lehrgang in einer schönen, angenehm warmen Halle machen. Ich möchte von einem Lehrer Techniken lernen, aber richtig, ich brauche keine Trainer die schreien und ich muß mir auch nichts mehr beweisen. Ich möchte auch nicht körperlich bis an meine Grenzen geführt werden, diese Zeit ist für mich vorbei. Wie ist es super, wie beim Lehrgang in Pilates, seinen Körper zu erfahren.Übungen zu machen, die unsere Muskeln richtig stärken. Die Pilates Methode des Körpertrainings ist keine anstregende Technik, die müde und schlapp macht.Dadurch dass wir mit den Bewegungen den Körper dehnen, während wir gleichzeitig die Muskeln stärken, schaffen wir für den Körper einen Zustand der Entspannung, dem er immer und gerne folgt. Das waren auch meine Erfahrungen mit Pilates. Daher denke ich, es gibt eine Zeit im Leben, da möchte man lernen und nach einem Lehrgang voller Energie sein - nicht total kaputt. Ich habe mich für den letzten Weg entschieden. Noch einen schönen Abend, soto-deshi |
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#29
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| Hallo, LG aiki-no-michi |
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#30
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| [QUOTE=aiki-no-michi;2106231]Hallo, wenn Du die Übung nach Deinen Bedürfnissen gestaltest, dann ist es kein Zen, sondern eine vom Zen inspirierte selbst erfundene Meditationsform. Warum nicht? Liebe aiki-no-michi, nach einer kurzen Pause, möchte ich auf Deine Antwort kurz eingehen. a) Ich hätte besser geschrieben, Entspannungsübungen, mentales Training, Meditation gehören für mich zu den Grundlagen einer Kampfkunst. b) Zur weiteren Erläuterung ein Hinweis auf das Aikido. O Sensei Morihei Ueshiba hat seiner Kampfkunst viele Namen gegeben und erst später den Begriff Aikido festgelegt. Wie es im ZEN viele Richtungen gibt - nicht nur die aus Japan - so hat auch Ueshiba in seiner Jugendzeit bei vielen Meistern gelernt. Hinweis Budo das Lehrbuch des Gründers des Aikido. Aus allen diesen Kampfkünsten hat er dann sein Aikido geformt. c) Welcher Meisterschüler des Gründers des Aikido verfolgt wirklich den Weg des Aikido? d) Warum ist es mir untersagt, das zu machen, was nicht nur O Sensei Ueshiba gemacht hat? Aus den Erfahrungen aus verschiedenen Kampfsportarten - mir eine Kampfsportart auszuwählen - die mir entspricht, oder meinen eigenen Weg zu gehen? e) Ob eine Kampfsport-Richtung die ihr Zentrale in Japan hat - damit besser ist als die Kampfsport-Richtung z.B.: Ju-Jutsu, die in Deutschland entwickelt wurde - ich möchte das bezweifeln. f) In jeder erfolgreichen Sportart werden mentale Trainingsmethoden von den Ausbildern den Sportlern vermittelt. Warum sollen wir den ZEN - WEG aus Japan gehen? Ich denke mit autogenem Training, Meditationsformen zum Beispiel von Christopher Titmuss, können wir auch neue Energien für Körper, Seele und Geist finden. Es würde mich freuen, wenn Du mir erläuterst, wo ich gedanklich den falschen Weg gehe. soto-deshi |
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