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#1
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| Guten Tag erstmal Ich habe nun seit kurzer Zeit mit Aikido angefangen.Und es gefällt mir sehr doch sind die Technikübungen so gestellt und langsam das ich mich wirklich frage, werde ich es überhaupt in ein paar Jahren als SV benutzen können oder ist Aikido in diesen Lehrmethoden nur für die Estetik da Ich weiss Aikido ist eine KampfKUNST doch osensei konnte sich ja auch damit verteidigen. Also kurzgesagt ist die Lehrmethode meines Lehrers nur für die Estetik da oder ist es der normale weg Aikido zu lehren.Und werde ich damit in Jahren mich auch realistisch verteidigen können? Ich bedanke mich schonmal herzlich für die Antworten |
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#2
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| Ja, das ist der normale Weg, Aikido zu üben. Für Fortgeschrittene kommen dann wesentlich fetzigere Methoden dazu, aber das dauert, je nach Stilrichtung, ewig lange. Ich glaube nicht, dass du genug Interesse am Aikido hast, um es ein paar Jahre lang intensiv zu trainieren. Wenn du dich austoben möchtest oder realistische SV trainieren, dann such dir einen anderen Sport, ergänzend zum oder als Ersatz für das Aikido. |
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#3
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| Ueshiba hatte auch eine gute Basis im Jiu Jitsu und Sumo und war alleine körperlich schon sehr gut trainiert. Die heutigen Aikidokas haben sehr oft noch nie in ihren Leben eine Runde gerungen oder gar Sparring gemacht und sind körperlich nicht so fit.... Tschüß Björn Friedrich |
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#4
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| ... und das mit der körperlichen Fitness... tz tz tz Es kommt immer darauf an was man(n) erreichen will und wie man sich einsetzt. Der Aikidoka wird wahrscheinlich nicht im Käfig bzw Ring auftauchen...denke ich. |
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#5
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__________________ "aus elben elfen machen heiſst unserer sprache gewalt thun;" Deutsche Mythologie, 1844, Jacob Grimm |
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#6
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| Zitat:
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#7
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| Aller Anfang ist schwer. Und je komplexer die Methode, desto länger braucht man in der Regel um die Methode zielgerichtet und sicher anzuwenden. Aikido ist komplex und braucht seine Zeit bis es den gewünschten Effekt entfaltet. ![]() Wenn du was Simples bevorzugst mach einen Boxstil oder Krav Maga oder Escrima oder Crazy Monkey Defence. Das ist weniger komplex und bringt fixe Ergebnisse. |
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#8
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| Hi! Ich mach jetzt seit 5 Jahren Aikido und in dieser Zeit ist mir das hier klar geworden: Am Anfang sollte man die Technikabläufe lernen. Die Techniken unterscheiden sich dabei in der rein mechanischen Ausführungsweise, wie zum Beispiel Griffart (ai hanmi, katate dori, ushiro ryote dori...) und deine Reaktion darauf (Wurf, Hebel, Haltetechnik, omote, ura...) Aber allen Technikabläufen ist eines gemeinsam, das über die reine Technik hinausgeht. Das lernst du, wenn du die Techniken fließend, in Bewegung und spontan ausführen kannst. Die Techniken sind dazu da, deinem Körper ein neues "Bewegungsmuster" beizubringen. Eine Art "Gefühl" oder "Gespür". Die Technik gibt dir einen neuen Zugang dazu, aber jede von einer anderen Seite her. Jede Technik beschreibt sozusagen einen anderen Teilaspekt eines Ganzen. Es ist wie eine Art Programmierung deiner Körperreaktionen auf jegliche "Energie", die von außen an dich trifft, seien es Schläge, Tritte, Rempler, etc. Wenn du eine Weile die Techniken trainierst, erkennst du, dass sie dazu da sind, dir dieses "Feeling" zu geben. Die Techniken sind nur der Weg, Hilfsmittel dorthin. Wenn du dieses Feeling besitzt und umsetzen kannst, kannst du die Techniken "vergessen". Dein Körper wird sie in seinen Bewegungsmuster gespeichert haben und du wirst sie intuitiv anwenden können, je nach Situation. Und dir aus einzelnen Technikelementen zum Teil eigene Techniken entwickeln, die für die Situation und für dich passend sind. Also: Ja, du kommst von dem starren Muster nach und nach weg! Ob du dich in ein paar Jahren realistisch verteidigen kannst hängt von dir ab. Von deinem Training, deiner Entwicklung und deiner Absicht. Ich bin der Überzeugung, es ist möglich. Aber es ist mit Anstrengung verbunden. Eine Grundlagenausdauer wird in der Regel oft im Aikido vernachlässigt, auch wenn man bei intensivem Training im fortgeschrittenen Stadium den gesamten Muskelapparat gebraucht. Nur kann ich dir empfehlen, zu dem Aikidotraining noch Grundlagenausdauertraining zu betreiben, wie zum Beispiel Body Weight Exercices, Laufen oder Schwimmen zu gehen. Das ist das, was mir in meiner "Aikidolaufbahn" bisher klar geworden ist. Bestimmt wirst du während deines Trainings andere Erfahrungen machen - aber möglicherweise beantworten dir meine eigenen ein paar deiner Fragen.
__________________ "Es sollte so kommen, dass das Schwert mehr als eine einfache Waffe war; es sollte eine Antwort auf alle Fragen des Lebens sein." (Miyamoto Musashi) Geändert von Yeosol (16-11-2010 um 01:03 Uhr). |
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#9
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| Zitat:
Letztlich hängt es von Deinen Motiven ab, und wo Du Dich wohlfühlst: wenn es Dir "sehr gefällt" ist doch gut; wenn Du aber eigentlich SV machen willst, oder denkst, das könnte Dich interesieren, schau da doch auch mal rein, besser jetzt als später. Bevor Du viele Jahre in irgendeine KK investierst, schau Dich gut um und find raus, was zu Dir passt. Und schau vielleicht mal in den Foren Diskussionen darüber an, was überhaupt "SV" oder eine Selbstverteidigungssituation ist, und was es für Dich sein könnte. Viel Erfolg! |
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#10
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| @Yeosol: Wirklich schön und verständlich für einen Beginner beschrieben. @Agni: Gerade am Anfang sollte man viel Energie in die Fallschule stecken. Dann wirst Du schneller angstfrei/unverkrampfter und kannst die Aikido-Prinzipien schneller verinnerlichen. Das mit dem Aikidostart in frühen Jahren ist immer eine Krux. Auf der einen Seite muss man wirklich viel Geduld mit sich selbst aufbringen (Und das haben Jugendliche oftmals nicht) aber auf der anderen Seite läßt sich der Körper noch viel schneller "umprogrammieren". Unabhängig von irgendwelchen Graduierungen sieht man es gerade älteren Aikidoka oft an, in welchem Lebensabschnitt sie mit Aikido angefangen haben. LG |
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#11
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| Wie auch immer man es finden mag. Der Unterricht in mithilfe festgelegter, definierter kata ist eine traditionelle japanischen Lehrmethode. Es ist also kein Zufall, daß aikido so geübt wird, sondern Ergebnis einer jahrhundertelangen Geschichte. Wenn man ein wenig zu den Entwicklungstufen des Übenden liest, die mit den Begriffen shu - ha - ri bezeichnet werden, mag das vielleicht hilfreich sein, um dieses Konzept besser zu verstehen? Man lernt jedenfalls - nach intensivem Üben - gerade aus dieser sehr formalen Arbeit heraus definitiv das freie Arbeiten. Ich kann mich Yeosol nur anschließen. |
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#12
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![]() Und was meinst du denn sieht man wem an? Carsten |
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#13
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| Wenn er dem Angreifer 'nen Rollator zwischen die Beine hebelt, ist das doch deutlich, oder?
__________________ Manche Menschen haben einen Horizont mit Radius null und das nennen sie ihren Standpunkt. |
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#14
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![]() Was ist ein älterer Aikidoka? Nun, auf ein Aussage zu einem Jahrgang lasse ich mich jetzt nicht festnageln aber rechne mal so ab zweiter Lebenshälfte. (Ich würde Dich und mich dazuzählen) Ich möchte mich auch allgemeiner verstanden wissen. Es ist eben ein Unterschied, ob man ein bestimmtes Bewegungsprinzip in der Kindheit oder Jugend erlernt oder erst -sagen wir-ab 30 Jahren, wenn der Körper "ausentwickelt" ist. Gerade im Aikido, weil dieses eben stark auf physisches Üben ausgerichtet ist. Speziell im Aikido wird dieses -aus meiner Sicht- deutlich in der Fallschule oder auch im Suwariwaza. Eine Beschreibung ist schwierig und für mich gar unmöglich, alles wirkt und spürt sich eben weicher, harmonischer und tiefer an. Zusammengefasst: Nicht nur die Dauer des Aikidoübens ist ein Parameter sondern auch das Einstiegsalter. Alles natürlich nur meine These/Meinung. LG p.s: Califax ist mir zuvor gekommen und hat es genau auf den Punkt gebracht Geändert von D (16-11-2010 um 11:35 Uhr). |
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#15
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| Oh ne, mir geht's eher um eine "biographische Aufbereitung" ... ![]() Zitat:
Das nämlich hatt ich schon befürchtet ... : Ich bin ein älterer aikidoka. ![]() Zitat:
![]() (aber ich glaub, das ungefähr fällt noch unter "sagen wir mal" ...? ![]() Zitat:
![]() Puhhh Du hast mich traurig gemacht! ![]() Aber gar nich sieht man mir meinen Lebensabschnitt an. so. ![]() Ü-ba-haupt-nich! Ich glaub Ende zwanzig is auch doch was völlig anderes als "ab dreißig". 30 ist ja viiiiiiel älter als Ende zwanzig! ... Rollstuhl ham wa schon ma geübt ... Rollator is deutlich schwieriger ... |
![]() |
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