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#1
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| Hallo Kampfsportbegeisterte, Ich hab leider nichts eindeutiges über der SuFu gefunden und deswegen wollte ich euch mal fragen, ob Aikido in auf der "Strasse" als SV nützlich ist. Den auf Youtube sah ich ein, zwei Videos wo einer Aikido Ausübender gegen einen MT-Kämpfer verloren hat. Der Aikido hatte keine Chance seine Techniken anzuwenden. Ist das wirklich schwer in einem reinen Schlagabtauch noch mit einer Aikido-Technik zu kontern? Es ist nur reine Information, weil mich das schon lange beschäftigt. Fals es so ein Post schon gibt, bitte drauf Hinweise und den Link dazu. Dank im vorraus |
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#2
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| Ich würde an deiner Stelle nochmal suchen. Das thema hatten wir hier schon sehr oft. Aber ich will mal nicht so sein und trotzdem was dazu sagen. Die Meinungen gehen stark außeinander. Gerade VK Wettkämpfer halten nichts von Aikido und halten es für ineffizient. Da ist zum Teil schon was dran,aber Aikido würde ja auch nicht für den MMA Cage oder den Boxring entwickelt. Ich persönlich halte Aikido für durchaus effektiv wenn man es einmal schafft das Aikido Prinzip wirklich zu begreifen. Nur dafür ist jahrelanges, wenn nicht sogar Jahrzehntelanges Training notwendig. Und selbst dann gibt es keine Garantie das man es im Ernstfall anwenden kann. |
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#3
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| Wobei man es dafür auch einfach entsprechend hart trainieren müsste, was in den meisten "Wellnessdojos" nicht getan wird, und zumindest eine Art Randori mit einem frei angreifenden Uke. Wenn du jemanden findest der es entsprechend trainiert, wird es auch SV tauglich sein. Nur sojemanden zu finden könnte schwierig werden. |
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#4
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#5
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| Bitte keine anderen Fragen, das soll jetzt nicht dumm kommen oder eine Anmache werden, sondern ich wollte nur ein wenig mein Horizont erweitern, sonst artet es in einer riesen Diskussion aus... Vielen Dank für die Antworten ich denke meine Frage hat sich damit erledigt ![]() |
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#6
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| Hi, kann mich den Vorrednern nur anschließen. Es ist so, dass man mit den meisten Sachen die man im Dojo lernt, gegen einen anderen KKünstler mit gleicher Trainingserfahrung, wenig Chancen hat. Zumindest gilt das für die ersten ~15 Jahre Wie ich zu der Aussage komme? Habe leider noch niemanden gesehen dem ich zutrauen würde sein Aikido in einem kürzeren Zeitraum gegen einen anderen KKünstler anzuwenden. Ich habe selbst längere Zeit Karate gemacht und maße mir daher an das Beurteilen zu können. Trotzdem sind die meisten Techniken gegen einen normalsterblichen ziemlich effektiv. Das kann ich aus eigener Erfahrung behaupten.Warum ist das so? Nun, Aikido hat NICHT als primäres Ziel die SV. Es werden absichtlich, ich nenns mal so, "unrealistische" Angriffe ausgeführt damit die Prinzipien besser verinnerlicht werden können. Die Techniken dienen eigentlich nicht dazu sie 1:1 in einer Realsituation anzuwenden. Viele Leute sehen Demos, beobachten die Techniken und denken aber genau das. Selbst Aikido Ausführende unterliegen diesen Irrtum. In Wirklichkeit sind die Techniken dazu dar, dir ein gewisses Feeling / gewisse Prinzipien zu vermitteln. Hast du diese Prinzipien aber erstmal drauf, bist du mit Aikido auch sicherlich Wehrhaft. Der Mehrwert gegenüber anderen KK liegt für mich auch darin, dass du mit Aikido noch ganz andere Sachen lernst, die dir im alltäglichen Leben sehr hilfreich sind. Z.B. das friedliche Reagieren auf einen Aggresor, egal ob physisch oder psychisch. Die inneren Prinzipien sprech ich jetzt mal bewusst nicht an Und mal ganz ehrlich, in unseren Breitengraden ist es doch so, dass man sich wirklich sehr sehr selten gezwungen sieht, sein Leben zu verteidigen. 99% der Fälle lassen sich durch Deeskalation im Vorfeld bereinigen. Also muss sich jeder selbst fragen: will ich wirklich der ultimative Kämpfer werden, möchte ich mir durch tägliches VK Kämpfen mein Gesicht verschönern lassen, warum will ich das überhaupt, was hab ich davon, wem will ich was beweisen, schlürf ich evtl mit 50 mein Bier nur noch aus der Schnabeltasse etc.Für mich ist Aikido eine sehr geniale und gute Sache, aber wenn du schnell SV Fähig sein willst, ist Aikido nicht die richtige Adresse. PS: Natürlich nur meine Interpretation des Ganzen. Gruß |
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#7
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| Zitat:
Bitte sagen wenn meine Frage jetzt zu weit führt. @ Unkurze Und wie sieht das im Takeda Ryu das ja auch quasi Aikido beinhaltet.
__________________ Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hats gemacht. |
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#8
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| Naja es beinhaltet nicht Aikido, es ist ein Verwandter vom Daito Ryu, aus welchem ja Aikido entstand. Bei uns gibt es die freie Übungsform, auch in einem Wettkampf, wenn auch nicht Vollkontakt. Ehrlichgesagt kann ich nicht beurteilen ob es SV tauglich ist, da ich noch in keiner entsprechenden Situation war, und das Training auch nicht darauf ausgelegt ist. Ich traus mir also nicht zu eine absolute Aussage darüber zu machen. Die meisten Techniken sind direkt und kurz. Die Hebel und Würfe funktionieren so wie sie gelehrt werden, da auch Fauskampf enthalten ist ist man nicht komplett unvorbereitet. Aber um einen Wurf/Hebel (immerhin gehts ja eigentlich um Aikido) in einem freien Kampf setzen zu können braucht man Balls of Steel und ein gutes Timing (insbesondere wenn ich da an die Waffendisziplinen denke) ![]() Um schnell SV fähig zu werden ists also definitv nicht geeignet, und nicht gedacht. |
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#9
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| Und wenn du dann noch auch nur im Mindesten ein normaler Mensch bist, gibt es nicht nur dein Leben, das dich interessiert. Da kannst du deinen Lebtag lang vor dich hin träumen und denken, dass du ja niemandem was willst und dir daher auch keiner was will. Und plötzlich steht man am Rande eines Abgrunds an dem der beste Lösungsweg offenbar das Einstampfen eines Schädels ist. Zum Schutz der Menschen die du liebst und zum Schutz der restlichen Gesellschaft.
__________________ "aus elben elfen machen heiſst unserer sprache gewalt thun;" Deutsche Mythologie, 1844, Jacob Grimm Geändert von Daniel_ (29-06-2011 um 11:55 Uhr). |
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#10
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| Probier einfach mal aus, einen Schlag zu fangen, wenn der Partner den Arm nicht direkt wieder zurück zieht.
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#11
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| Zitat:
Gruß |
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#12
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| die gibt es natürlich nicht, man kann immer jemanden treffen der besser ist als man selbst, aber Aikido da trotzdem ein Sonderfall, da es da noch stärker auf die Person ankommt als bei anderen Systemen. Es ist natürlich auch möglich, das ein VKler der jahrelang im Ring gut ist, auf der Straße versagt weil es eine komplett andere Kampfsituation ist als im Ring, aber Warscheinlichkeit ist geringer als das ein wirklich kompetenter Aikido, der seine Techniken im Traing beherscht in einer Streßsituation versagt. Das man mit Aikido kämpfen kann stelle ich nicht in Frage. Ueshiba Morihei und andere große Aikido Meister konnten es bestimmt, und es gibt auch sicher heute noch Leute die es können. Nur bis dahin ist es ein langer beheschwerliche Weg, den nur die wenigsten Freizeit KKler gehen wollen und können. Ein Problem ist auch, das man dafür das Training anpassen müsste. In den meisten heutigen Aikido Dojos geht es nicht sehr kämpferisch zu. ps: Ich hoffe du versteht jetzt ungefähr was ich meine. Geändert von mrx085 (29-06-2011 um 12:25 Uhr). |
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#13
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| Bin ja leider Aikidounerfahren, aber angelehnt auf die Aussage würde ich eher sowas wie WT/WC usw.vorschlagen. Habe es anfangs auch gelernt um mich schnell und recht effektiv zur Wehr zu setzten und um meine Familie und speziell meine Freundin in Situationen beschützen zu können. Mit WT/WC usw kann man schnell einige effektive Techniken gegen Würgen, Klammern von hinten um den Unterkörper, Klammern von hinten der Arme und Unterkörper und Schwitzkasten, einfache Kicks und Schläge lernen. Dabei sei gesagt, man sollte auch immer kritisch mit den Techniken sein. Bei uns wurde immer der "typische" Boxer als Anfangsgegner genommen. Strassenkämpfer sind ja Leute die sich Techniken aus allen KK herausnehmen die sie effektiv finden. Aikido war sehr beindruckend als ich in einem Threat das alte Demo von Steven Segeal (oder so?!^^) gesehen habe, doch kann ich die Effektivität nicht einschätzen. Hoffe konnte trotzdem etwas helfen?! |
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#14
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| Gruß |
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#15
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| Selbst bei Übungen mit dem Uke sollte man darauf achten sich und den Uke nicht absichtlich oder zu sehr zu schaden, wenn es um leichtes Sparring geht. Im Kampf ist es ebenso. Nur eine schnelle und scharfe Auffassungsfähigkeit kann schon den Kampf vorbeugen und "deeskalierend" sein. Beim Wettkampf oder in einer echten Situation ist das "lebens" notwendig um bestehen zu können. Man kämpft nicht nur mit dem Körper(z.B. auswendig gelernten Techniken wie ein Roboter abspulen), sondern man muss auch mit dem Kopf dabei sein und "kämpfen". Strategien entwickeln/umsetzten, Fehler finden und ausnutzen. Oder bin ich da durch die fehlende Erfahrung im Unrecht? Bin da offen. Edit1: Würde auch sagen, wie der ITF Teakwon-Do Meister Lan Ung Kim meines Freundes immer sagt: "Es bedarf auch eines kämpferischen Herzens!" Das ist wie das sprichwörtliche Reiskorn, dass die Waage zum kippen bringt. Geändert von Yán sì (29-06-2011 um 12:37 Uhr). |
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