Kampfkunst-Board

Zurück   Kampfkunst-Board > Kampfkünste / Kampfsportarten > Japanische Kampfkünste

Japanische Kampfkünste Alles über die japanischen Kampfkünste und Kampfsportarten.



Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #46  
Alt 29-09-2016, 16:04
Benutzerbild von ryoma
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô
 
Registrierungsdatum: 23.09.2009
Ort: CH-Basel
Beiträge: 1.946
Standard

Zitat:
Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
Also ich denke unter SV- oder Gewaltpräventions-Experten ist man sich darüber einig, dass SV anfängt bevor Gewalt eskaliert und körrperlich wird.
Es gibt da z.B. Videos von dem User Brodala, in denen das ganz gut dargestellt wird, worauf es da u.a. ankommt.
Ich glaube der ist kein Kampfkunstromantiker.
Das stimmt alles. Aber dieses Gespür für die Umgebung, für Situationen die kippen können etc. lernt man auch bei allen anderen ernsthaften KK. Damit Aikido an den Mann (die Frau, das Kind) zu bringen halte ich für unredlich.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Werbung
  #47  
Alt 29-09-2016, 16:54
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 03.05.2016
Beiträge: 794
Standard

Zitat:
Zitat von ryoma Beitrag anzeigen
Das stimmt alles. Aber dieses Gespür für die Umgebung, für Situationen die kippen können etc. lernt man auch bei allen anderen ernsthaften KK. Damit Aikido an den Mann (die Frau, das Kind) zu bringen halte ich für unredlich.
Warum ist es unredlich zu sagen dass man im Aikido (gilt natürlich nicht nur hier) etwas erwerben kann, was man auch woanders erwerben kann (anzweifeln kann man es natürlich, das steht jedem frei)?
Hebeln lernt man auch woanders, sich bewegen, Struktur, körperliche Fitness, etc.
Womit darf man es dann an den Mann (die Frau, das Kind) bringen, wäre das dann ebenfalls unredlich?
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #48  
Alt 29-09-2016, 17:09
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: BJJ, Muay Thai, Judo
 
Registrierungsdatum: 02.09.2013
Ort: Lübeck
Beiträge: 2.560
Standard

Im Krav Maga und anderen SV Systemen macht man ja extra Stressdrills und spielt Lagen durch, um Situational Awareness zu üben und sich an potentielle Gewalt zu gewöhnen.
Wie wird sowas denn im Aikido geübt?
__________________
“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
- Evolution
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #49  
Alt 29-09-2016, 17:27
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 03.05.2016
Beiträge: 794
Standard

Zitat:
Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Wie wird sowas denn im Aikido geübt?
Ich würde sagen wenn nicht auch unter Druck und Stress geübt wird, dann ist es kein gutes Training.
Es gibt aber sicher kein Outdoortraining, bei dem Überfälle simuliert werden oder ähnliches, habe ich jedenfalls noch nicht gehört.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #50  
Alt 29-09-2016, 17:52
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: BJJ, Muay Thai, Judo
 
Registrierungsdatum: 02.09.2013
Ort: Lübeck
Beiträge: 2.560
Standard

Und wie übt ihr das Erkennen von potentiellen Gefahren und das Deeskalieren?
__________________
“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
- Evolution
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #51  
Alt 29-09-2016, 18:03
Benutzerbild von Filzstift
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Schmeißen, stechen, schlagen (BJJ, MT, FMA...)
 
Registrierungsdatum: 10.02.2014
Alter: 26
Beiträge: 1.449
Standard

So wie ich das verstanden habe bisher "leent man das einfach im aikido".
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #52  
Alt 29-09-2016, 18:04
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: innere Arbeit
 
Registrierungsdatum: 21.05.2013
Beiträge: 1.940
Standard

Zitat:
Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Im Krav Maga und anderen SV Systemen macht man ja extra Stressdrills und spielt Lagen durch, um Situational Awareness zu üben und sich an potentielle Gewalt zu gewöhnen.
Wie wird sowas denn im Aikido geübt?
Ich persönlich kenne kein dôjô, bzw. keinen Lehrer, bei dem etwas Vergleichbares geübt wird.

Die Streßlevel, die man beim aikidô überhaupt theoretisch erreichen können kann, sind nach meiner Erfahrung nicht ansatzweise vergleichbar mit Streßdrills, wie sie z.B. im KM ganz üblich sind.
Das liegt daran, daß - immer noch nach meiner Erfahrung - das grundlegende Setting nie verlassen wird. D.h. die räumliche Umgebung, die möglichen Formen der "Gewalt" und deren Intensität, und vor allem auch die Art der Beziehung und der Kommunikation der Beteiligten bleibt immer vertraut. Selbst bei Übungsformen, die - im Kontext von aikidô - ein sehr hohes Streßlevel generieren.
Ganz platt gesagt: Man muß schlicht keine Angst haben.
Und ebenso platt ist das äußerlich daran abzulesen, daß alle im aikidô üblichen Settings ohne Schutzausrüstung auskommen. Nicht einmal ein Tiefschutz ist vorgesehen.

Ein Freund, der KM und aikidô übt, hat mal ein aikidô Training geleitet, das Licht ausgemacht und stattdessen ein Stroboskop an. Erstaunlich, was allein das schon verändert hat. Und das war ein total liebes, freundliches Stroboskop ...

Geändert von carstenm (29-09-2016 um 18:09 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #53  
Alt 29-09-2016, 18:07
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 28.09.2016
Alter: 25
Beiträge: 10
Standard

Ich finde Aikido eigentlich gar nicht mal so schlecht, und wäre vielleicht was für mich in 10-20 Jahren.

Das einzige was mir nicht gefällt ist, dass dort explizit für den realen Kampf geübt wird, zumindest laut dem Trainer. Und wenn ich mir dann vorstelle das z.B. die schmächtige Frau dort in einer Konfrontation zur Deeskalation eingreift weil sie denkt, sie könnte mit ihren griffen etwas erreichen, habe ich wirklich Angst um sie.
Denn die meisten "Ghetto" (absichtlich keine Nationalität genannt) Jungs bei uns prügeln sich öfter mal, du hat eine Frau, allein auch wegen den körperlichen Nachteilen keine Chance. Zumindest da in meiner Großstadt sehr viele der Problemkinder Boxen betreiben.



Nachher geht es zum BJJ und je nach Verfassung danach mache ich vielleicht auch beim MMA mit. Bin mal gespannt

edit: was mir auch nicht gefallen hat, dass ich an den gelenken schmerzen habe, da vorallem ein älterer herr bei einigen übungen mit seinem Körpergewicht meinen Arm den er an meinem Rücken gebogen hatte drückte.

Geändert von 0815Defence (29-09-2016 um 18:10 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #54  
Alt 29-09-2016, 18:13
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: innere Arbeit
 
Registrierungsdatum: 21.05.2013
Beiträge: 1.940
Standard

Zitat:
Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Und wie übt ihr das Erkennen von potentiellen Gefahren und das Deeskalieren?
Ich persönlich kenne kein dôjô, bzw. keinen Lehrer, bei dem das geübt wird.

Ich kenne sehr viele Lehrer und Übende, die sich an anderen Stellen damit beschäftigen, weil es inhaltlich ja schon verwandt ist. Aber als Bestandteil eines aikidô-Trainings habe ich das noch nie erlebt und wüßte auch niemanden, der so etwas integriert.

Häufig erlebe ich dagegen, daß die Arbeit an Haltung, Achtsamkeit, Distanzbgefühl und dergleichen, die im aikidô Üben ja wie in anderne KKen auch zur Basis gehören, in dieser Weise verstanden wird.
Ich halte das allerdings für ein Mißverständnis.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #55  
Alt 29-09-2016, 18:21
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: innere Arbeit
 
Registrierungsdatum: 21.05.2013
Beiträge: 1.940
Standard

Zitat:
Zitat von 0815Defence Beitrag anzeigen
Ich finde Aikido eigentlich gar nicht mal so schlecht, und wäre vielleicht was für mich in 10-20 Jahren.
Warte nicht so lange: aikidô ist eine sehr intensive Körperarbeit und es ist schwer bis unmöglich, das noch zu lernen, wenn man schon uralt ist.

Ich kenne etliche Leute, die aikidô zu BJJ oder KM oder Karate oder ... dazu üben und denen das sehr viel bringt.
Sei haben Lehrer gefunden, die aikidô als Arbeit an den inneren Strukturen und der "Organisation" des Körpers verstehen und an dem Kontakt zweier Körper. Und nicht als kämpfen.

Wie auch immer: Was du von dem dôjô erzählst, klingt nicht so, als wäre es nützlich, dort zu üben. Auch in meinen aikidô-nerdigen Ohren nicht.

Geändert von carstenm (29-09-2016 um 18:24 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #56  
Alt 29-09-2016, 18:25
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 28.09.2016
Alter: 25
Beiträge: 10
Standard

Das Ding ist halt, ich habe sehr wenig Geld als Student

Und suche momentan hauptsächlich etwas um mich verteidigen zu können, und ich denke da helfen mir andere KK/KS mehr.

@carsten: ja ich wurde auch schon stutzig ob das "legitim" ist, aber anscheinend sind die in mehreren Verbänden drinnen.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #57  
Alt 29-09-2016, 18:31
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: innere Arbeit
 
Registrierungsdatum: 21.05.2013
Beiträge: 1.940
Standard

Ja klar Es klingt sehr typisch für das, was man leider zu Hauf findet.
Aber es steckt eben eigentlich sehr viel mehr in aikidô.
Kämpfen lernen allerdings nach meinem Verständnis nicht.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #58  
Alt 30-09-2016, 12:24
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 03.05.2016
Beiträge: 794
Standard

Zitat:
Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Häufig erlebe ich dagegen, daß die Arbeit an Haltung, Achtsamkeit, Distanzbgefühl und dergleichen, die im aikidô Üben ja wie in anderne KKen auch zur Basis gehören, in dieser Weise verstanden wird.
Ich halte das allerdings für ein Mißverständnis.
Es gibt da wesentlich speziellere Sachen zur Entwicklung eine bestimmten "mindsets", die über das was allgemein als Basis verstanden wird, weit hinausgehen.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #59  
Alt 30-09-2016, 13:47
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Aikido, Karate, Ninjutsu, Iaido, Ju Jutsu
 
Registrierungsdatum: 12.04.2013
Ort: Norddeutschland
Alter: 28
Beiträge: 643
Standard

Leute geht nach Japan trainieren wenn ihr vernünftiges Aikido sehen wollt oder zu Tissier


In Deutschland hab ich bisher von allem hier Beschriebenen etwas gesehen:
Der Trainer der meint man brauche zig Jahre bis man das effektiv anwenden kann, der Trainer der sagt man brauche nicht kämpfen (und selbst noch nie in nem Sparring war) bis hin zu richtig schwarzen Schafen und jenen, die im Randori und im Training auch Bodentechniken mit bei haben und Gegentechniken dazu (de im Übrigen auch im traditionellen Aikido Ueshibas zu finden sind).

Aikido kann zur SV taugen, wenn der Anwender neben dem vernünftigen Körpergefühl auch flexibel arbeiten kann. Das ist m.E. ein Problem bei vielen Aikidoka: Wenn etwas abweicht vom im Dojo Gelernten laufen sie rum wie kopflose Hühner.
Im Übrigen: Ja, es gibt leider nicht wenige Aikidoka, die nur Aikido machen statt sich auch andere Sachen mit reinzuholen ins Repertoir. Das ist m.E. aber insgesamt für jeden, der ernsthaft eine KK betreibt, wichtig. Oder irr ich mich da?
__________________
The only easy day was yesterday!
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #60  
Alt 30-09-2016, 16:03
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate (Shotokan)
 
Registrierungsdatum: 12.11.2014
Ort: Köln
Alter: 41
Beiträge: 29
Standard

Ich habe als Jugendlicher (in den 90ern) etliche Jahre Aikido gemacht und habe es sehr gerne gemacht. Unser Trainer Richard Eberl war sehr kompetent, schon damals floss das Ki durch ihn durch wie nix. Randori gehörte immer dazu, aber halt auch viele Stunden Tai Sabaki im Stehen und auf den Knien, dazu viel Fallschule und Partnerübungen.

Das parallele Karatetraining ließ bei mir immer mehr Zweifel aufkommen, wie realistisch die Befreiungstechniken, Hebel und Würfe wohl sind. Allerdings hatte ich im Shotokantraining auch nach einiger Zeit den Eindruck, dass es "nicht funktioniert". Das lag an den damals typischen Kihon Bahnen und steifen Partnerübungen. Am liebsten wäre mir damals eine Kampfkunst gewesen, die die Rundheit des Aikido mit den harten Techniken des Karate kombinieren würde. Von anderen Stilrichtungen wusste ich damals nichts.

Inzwischen, ca 25 Jahre später, habe ich ja wieder mit Karate (wieder Shotokan) angefangen. Vielleicht liegts am Trainer, vielleicht an Lehrgängen mit z.B. Ludwig Binder, an neuen Methoden im Shotokan. Ich sehe immer mehr Zusammenhänge, die Aikido-Vergangheit ist mir immer mehr von Nutzen. Die Hebel und sogar Würfe kann ich Bunkaitraining bei uns sehr gut gebrauchen. Statt Osoto Gari, fühlt sich für mich z.B. meist der Irimi Nagi natürlicher an. Auch die Fallschule ist ein dickes Plus, auch im Kumite. Wird im Karate viel zu sehr vernachlässigt!
Ich musste mich in meinem Leben Gott sei Dank noch nie verteidigen, die Handbefreiungstechniken haben mir aber mehr als einmal meine kleineren Schwestern vom Leib gehalten, als die in ihrer Nervphase waren
Ich bin der Meinung, dass die beiden Kampfkünste sich sehr gut kombinieren lassen, aber auch, dass Aikidokas unbedingt über den Tellerrand schauen sollten.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Aikido-Video: Principles of Aikido (Moriteru Ueshiba) greenclarinet Japanische Kampfkünste 8 05-05-2014 22:27
Aikido oder nicht Aikido, das ist hier die Frage. Yannik Anfängerfragen - Das Forum für Kampfkunst-Einsteiger 12 20-11-2010 15:12
Hab eine Frage Zu Aikido ChipmunkVilla Japanische Kampfkünste 15 30-08-2010 12:26
Aikido Frage Sarang Japanische Kampfkünste 9 05-09-2008 22:51
Eine Frage an die Aikido Fraktion SpikeSpiegel Japanische Kampfkünste 18 28-03-2007 10:51



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:07 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0 ©2009, Crawlability, Inc.