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#1
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http://membres.lycos.fr/japanisch/ (mal unter Genealogie schauen) Zitat:
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)Vielleicht kann ja Daimyo noch ein bißchen was ergänzen. ![]() |
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#2
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Er meinte (und seine Kollegen bestätigten das), dass er damit schon mehrere Urlaube in China gemacht hätte und bisher hätte es wenig Probleme bzgl. Schrift gegeben. Zitat:
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__________________ www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL findet am 13. +14.12.2008 statt! |
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#3
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| Bin hier zwar nicht gerade ein Experte aber meines Wissens gibt es für jedes Kanji sowohl japanische als 'chinesische' Aussprachen (on- bzw kun-Lesung), welche dann aber nur entfernt mit den tatsächlichen chinesischen Aussprachen verwandt sind (wenn überhaupt). Die Bedeutung ist aber üblicherweise gleich oder zumindest ähnlich. Daher sollten Japaner auch chinesisch lesen können und umgekehrt (was aber nicht auf das gesprochene Wort zutrifft). Ob die Japaner in Ermangelung einer eigenen Schrift einfach die chinesische übernommen haben (wie sie das bei einigen anderen Dingen auch getan haben sollen) oder ob sie diese aus ihrer Heimat mitgebracht haben, weil sie selber ursprünglich Chinesen waren, weiß ich nicht. Gelesen habe ich eigentlich immer das erstere... Die Sache mit den Ureinwohnern habe ich auch schon einmal gehört. Die letzten von ihnen sollen irgendwo im Norden Japans leben...
__________________ Gruß Weudl |
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#4
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| Hallo Zitat:
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)Zitat:
Ok. Ich bin leider in jap. Frühgeschichte auch nicht hundertprozentig fit. Bin auch gerade nicht an meinem Studienort und umgezogen; ich schau mal was ich demnächst noch zusammenkratzen kann. Jedenfalls hab ich letztes Semester eine Dokumentationsreihe des jap. Fernsehens gesehen, wo es um die Entwicklung des jap. Volkes ging. Es gab Ende der Jomon Zeit auf jedenfall eine Einwanderung einer höherentwickelten Kultur, die die ursprüngliche Bevölkerung abgedrängt hat. Allerdings haben sich die Bevölkerungen auch vermischt. Die heutige jap. Bevölkerung setzt sich wie schon mal erwähnt aus verschiedenen Elementen zusammen. Zitat:
(Hallo Daimyo; Hilfe ) |
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#5
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(Sorry, bin grad in "Chat-Laune"). |
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#6
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). Ich denke aber dennoch, dass Du recht hast. Man wird wohl das eine oder andere Wort verstehen, aber bei komplexen Texten wird es Probleme geben, da ja auch die Grammatik eine andere ist (schließlich gibt es im Chinesisch keine Hiragana). Ich kann aber auch einmal einen Freund fragen der Japanologie studiert hat und sich zur Zeit mit chinesischer Sprache beschäftigt...
__________________ Gruß Weudl |
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#7
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1. um die SCHRIFT-Verwandschaft auf die sich der o.g. Japaner bezog und 2. um die Abstammung (und dbzgl. hab ich auf Deinen Text mit der Einwanderung der Chinesen - inkl. deren Handelsstationen usw. verwiesen) Daher auch hier nochmal n DICKER, damit Du die VERWANDTSCHAFT, die Du selbst aufzählst besser erkennst: [quote=FireFlea] Es gibt zwar viele chin. Lehnwörter und die Schrift ist aus China übernommen (mit Veränderungen) aber sprachwissenschaftlich sind die Sprachen nicht verwandt. Das wird Dir auch jeder Sprachwissenschaftler bestätigen. (Hoffentlich )Das bzgl. der Sprache hatte ich ja vom japanischen Taucher ebenso geschildert ... eine Verständigung war nach seinen Aussagen NUR SCHRIFTLICH möglich und dies, soll ohne große Probleme funktionieren. Zitat:
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#8
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| Ja die Schrift (heul) die ist natürlich verwandt, da aus China übernommen. Die Kanji stimmen bis auf ganz wenige Ausnahmen mit den chinesischen Kanji überein. Mir ging es darum darzustellen, dass diese Aussage Zitat:
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Ja, klar ne einfache Verständigung dürfte möglich sein (da sind wir uns ja jetzt alle einig). Wie das bei einem langen Text gehn soll weiss ich aber nicht, da andere Grammatik usw.bezügl. der Doku: Das könnte wirklich die Gleiche gewesen sein. War auch mit Gentests usw.; hatte glaub ich ca. 6 Teile. War da auch was mit der Entwicklung von Pfeilspitzen zur Kriegsführung ? Wann kam das denn im Fernsehen ? Ich hab das auf japanisch gesehen. |
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#9
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#10
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| Hab nochmal ein wenig die Bücher gewälzt und, mit wenig Erfolg, versucht diese Doku ausfindig zu machen ... Die Besiedelung über die zu Japan gehörenden Inseln im nördlichen Pazifischen Ozean beginnt während der sogenannten Jomon-Zeit (bis 300 v. Chr., aber das hattest Du ja bereits geschrieben) mit der Einwanderung ost- und zentralasiatischer Volksgruppen über die heute zu Rußland gehörende Insel Sachalin nach Nordjapan bzw. über die koreanische Halbinsel nach Südjapan, die sich allmählich zu den Ainu (wörtlich: Menschen) vermischen. Heute leben auf der Nordinsel Hokkaido noch etwa 40.000 direkte Nachkommen dieser japanischen Urbevölkerung. Ca. 300 v. Chr. während der sogenannten Yaoi-Zeit (300 v.Chr.-300 n.Chr.) dringen in mehreren Wellen über die koreanische Halbinsel weitere (wahrscheinlich - da wissenschaftlich noch nicht gänzlich nachgewiesen) ursprünglich ebenfalls aus Zentralasien stammende Volksgruppen auf die japanischen Süd- und Zentralinseln vor. Die Ainu (ihre Religion war eine Art Bärenkult) werden dabei immer weiter verdrängt. Dem Clan von Yamato (Anfang 4. Jahrhundert n. Chr., südlich des heutigen Kyoto auf der Hauptinsel Honshu) gelingt nach heftigen Kämpfen die Unterwerfung anderer Clans und die Gründung eines ersten Staatenverbandes. Über die koreanische Halbinsel gelangen, durch Einwanderer, allmählich sowohl die chinesische Kultur und Schrift als auch der Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus (Nur wenig ist über den Glauben "kami" der frühen "Japaner", die Naturreligion mit starkem Ahnenkult, bekannt, aber hier entstand die Basis für den Shintoismus "der Weg der Götter") nach Japan. Aus den engen Beziehungen zu China erwuchs so zu sagen eine chinesisch geprägte Tochterkultur, die sich erst in der Periode der strengen Abgeschlossenheit (1600-1687) weiterbildete und selbständige Züge entwickelte. Der Einfluß Chinas zieht sich wie ein roter Faden durch die japanische Kultur. Die alte japanische Architektur, Malerei, Kunsthandwerk, Literatur, Musik und die Bildhauerkunst standen sehr stark unter chinesischem Einfluß. Dies alles spiegelt deutlich die Beziehungen zu China wieder. Mit dem Erlaß einer aus 17 Artikeln bestehenden Verfassung will Prinz Shotoku um 604 – er übt seit 593 die Regentschaft für seine Tante, Kaiserin Suiko, aus – die Umgestaltung der altjapanischen Sippengesellschaft in einen monarchischen Vasallenstaat durchsetzen und beginnt mit dem Aufbau eines Beamtenapparats nach chinesischem Vorbild. Chinesisch wird die offizielle Amtssprache. Da er sich als direkten Nachkommen der Sonnengöttin Amaterasu betrachtet, nimmt er zur Unterstreichung seiner Macht den Kaisertitel „Tenno“ (Sohn des Himmels) an. Ab Mitte 15. Jahrhundert, nach einer Zeit der kulturellen und wirtschaftlichen Blüte, unterhält Japan intensive Handelsbeziehungen zu China. Es beginnt eine erneute Zuwanderung. Zusammenfassend kann man also schreiben: Insulare Isolation und Jahrhunderte lange Abschließungspolitik gegen das Ausland haben unter den Japanern die Vorstellung von ethnischer Homogenität entstehen lassen, die sich mit einem ausgeprägten Bewusstsein der Einzigartigkeit verbindet. Dieser Anspruch auf völkische Einzigartigkeit taucht schon früh in Mythen und Chroniken auf, z.B. mit der vermeintlichen Abstammung der Kaiserfamilie von der Sonnengöttin wurde eine herausgehobene Stellung "ihres" Volkes gegenüber anderen Völkern begründet, die im 19. Jahrhundert zur völkischen Staatsideologie weiterentwickelt wurde. Die unbezweifelbare kulturelle Homogenität der Japaner sollte eine ethnische Homogenität begründen. Ein Selbstbetrug wie wir jetzt wissen. Mehrere Einwanderungswellen in vor- und frühgeschichtlicher Zeit (ältesten Funde werden auf 10.000 - 12.000 Jahre geschätzt) brachten (ggf. noch über Landbrücken die, so vermuten einige Wissenschaftler, einst Japan mit Sibirien und Korea verbanden - später übers Meer) vom asiatischen Festland chinesische, zentralasiatische und später auch koreanische Gruppen nach Japan; von Süden drangen südostasiatische und polynesische Völker vor. Aus einer Vermischung dieser Ethnien entstanden die heutigen Japaner. Zitat:
Zitat:
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#11
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| Da hast Du Recht; es wird oft auf die japanische Homogenität und Einzigartigkeit gepocht (was auch im Westen zu gerne gehegten Vorstellungen über Japan führt, die sind so und so...); ist natürlich Unsinn. Deswegen hatte ich Dein Ausgangspost ja auch kommentiert (die Japaner könne Chinesen nicht leiden; Nationalstolz usw.); weißt Du dass empfinde ich ungefähr so wie "Deutsche tragen alle Lederhosen; essen Sauerkraut und mögen keine Juden". Mir ging es halt darum zu sagen, das die heutige japanische Bevölkerung von verschiedenen Gebieten stammt und nicht nur eingewanderte Chinesen sind. Wie das mit der Frühgeschichte so ist kann man schwer etwas endgültig beweisen. Zur Sprache: Zitat:
Schrift: Zitat:
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#12
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| Noch zwei Kommentare: 1. Shotoku Taishi war kein Tenno 2. Zitat:
(3. Im 14 Jhr. sind noch Kosaken eingewandert und haben seither den Tenno beschützt ) |
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#13
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| Moin FireFlea, Zitat:
Nein sagen ist ja so leicht, aber n paar Infos dazu sind sehr hilfreich. Nach meinem Wissen war Shotoku Taishi 574 - 622 (eigentlich Umayado, japanisch "Taishi" = Kronprinz oder auch Prinzregent). Shotoku Taishi war der Sohn Kaiser Yomeis, dessen Tod nach kurzer Regierung eine Zeit der feudalen Anarchie auslöste. Ab 593 führte er als Regent für seine Tante Suiko (Kaiserin 592-628) die Staatsgeschäfte. Stark beeindruckt vom chinesischen Vorbild, förderte er u.a. den Buddhismus, erhob ihn 594 zur Staatsreligion und reformierte umfassend das japanische Verwaltungssystem. Dies, nach chinesischem Vorbild. Er installierte eine zentralistische Beamtenbürokratie und verkündete 604 ein vom Konfuzianismus beeinflusstes Gesetzbuch ("Siebzehn Artikel Verfassung"). Seit Shotoku Taishi führt der japanische Kaiser als "Himmelssohn" den aus dem Chinesischen stammenden Titel "Tenno". Was ich nicht weiß ist, ob er selbst "Tenno" wurde. In den Nachfolgewirren nach dem Tod des Kronprinzen setzte sich 645 Fujiwara-no-Kamatari durch, der Shotokus Reformprogramm weiterführte (Taika-Reform). Zitat:
Zitat:
Zitat:
Bzgl. der Sprache Sorry ... leuchtet mir trotz der Erklärung immer noch nicht so ganz ein - habe gegenteiliges Gestern Nacht noch gelesen und so wie es aussieht sehen einige Wissenschaftler (von den Referaten mal ganz abgesehen) Parallelen und andere nicht.
__________________ www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL findet am 13. +14.12.2008 statt! |
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#14
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| NEEEEIIIIIN, hab einen ellenlangen Text geschrieben und vergessen mich vorher anzumelden und jetzt ist er weg. AAAARRRRRGGGGHHHH ![]() |
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#15
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| (Zweiter Versuch )Hallo Michael, Shotoku Taishi war kein Tenno. Zitat:
Zitat:
(Ist nicht böse oder persönlich gemeint; wirklich nicht). Ich würde eher sagen; dass die japanische Kultur durch westliche Elemente erweitert und beeinflußt wurde (bzw. damals durch chin. Elemente). Die Reformen zielten wie schon erwähnt hauptsächlich auf die Stärkung der Regierung/des Kaiserhauses ab; die wichtigste Machtlegitimation des Tenno (immerhin das Oberhaupt des Regierungssystems) stellte als Beispiel die Abstammung von Amaterasu Omikami dar (Shinto), ein deutlich japanisches Kulturmerkmal wie ich meine. Weiterhin musst Du bedenken; dass es zwischen 600 n.Chr. und 1600 n.Chr. weitere, teils tiefgreifende, Änderungen im Regierungssystem gab; mit dem Beamtenstaat nach chin. Vorbild war spätestens mit der Machtübernahme des Kriegeradels im 12. Jhr. Schluß. Das mit den Kosaken war natürlich ein Witz; das Thema hat sich für mich solange erledigt, bis mir die Systema Leute eine Quelle außerhalb ihrer Homepage zeigen. Ich wollte nicht auf Deiner Aussage rumreiten; sondern hab dies nochmal als Grund für mein Ursprungspost dargelegt. Über verschiedene Theorien in der Sprachwissenschaft bin ich mir bewußt; das das Japanische mit dem Chinesischen verwandt sei ist mir aber neu; wäre nett von Dir, wenn Du mir mal eine diesbezügliche Buch- oder Internetquelle liefern könntest. @Mods: Ich würde vorschlagen, den Thread zu splitten und einen neuen Thread mit dem Titel "Jap. Geschichte und Sprache" oder so zu erstellen; viele möglicherweise interessierte Forenuser bekommen von der ganzen, doch recht interessanten und informativen, Diskussion unter dem Thema Kempo vielleicht gar nichts mit. |