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Urbevölkerung: Zitat:
Deine Aussage: Zitat:
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Stimme aber wie schon gesagt nicht mit dem Ausgangspost überein. Zitat:
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Bei Deinem folgenden langen Geschichtstext hast Du immer wieder die chinesischen Einflüsse fett markiert. Die streite ich ja um Himmels Willen nicht ab. Fdür mich führen halt die Einflüsse nicht zu der Annahme, das die jap. Kultur nahezu verdrängt wurde. Jetzt lass mich auch mal zwei Sätze aus Deinem Text markieren. Zitat:
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).Viele Grüße, Florian |
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| Ihr anderen haltet uns bestimmt für total bekloppt, oder ? ![]() |
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| Hi Florian, was die anderen davon halten ist mir total egal ... das bloß mal am Rande und vielleicht machst Du Dir mal die Mühen und siehst Deinen letzten Text nochmal an (wobei sich die anderen auch lohnen), dann wirst Du feststellen, dass die Dinge die wir schreiben mehr Parallelen als Differenzen aufzeigen. Daher hinterfrage ich schon die Ganze Zeit ob ich etwas anderes behauptet habe. Ein weiteres Beispiel, Du stellst mir meinen Text als Beleg für Deine Aussage ein: Zitat:
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Du stimmst mir zu, dass die Kultur maßgeblich von den Chinesen beeinflußt wurde (dies im übrigen, über große Zeitspannen auf EIGENEN Wunsch - Vorbildfunktion (?!)) und pflichtest meiner Aussage, dass sie sich weiterentwickelt haben ebenfalls zu Wo ist nun das Problem? Das sich die importierte chinesische Kultur (von der chinesischen Schrift auf dem Archipel wird bereits 57 n. Chr. berichtet) auf dem Archipel fest verwurzelt hat steht außer Frage für mich. Somit ist und bleibt die chinesische Beeinflußung eine, nach meiner Meinung, Du darfst gern eine andere haben, feste Maßeinheit bzgl. jap. Kultur, Handwerk, Staatswesen usw. auch wenn diese sich weiterentwickelt hat. Es ist also inzwischen ein reines DREHEN der Worte geworden und führt zu nichts ... Zu Deiner Frage (auch wenn Du meinen bzgl. Tenno permanent ausweichst - warum nur?) bzgl. Japan Heute oder Japan in der "Moderne" Als KOMPLETT (guter Versuch - vielen Dank, zeugt nicht gerade von großer Fairness) westlich habe ich sie nicht beschrieben. Pauschalisierung läßt grüßen, dass ist das, was Du mir vorgeworfen hast. Für mich ist es ein oft strapaziertes Klischee, dieses Bild vom alten, traditionellen Japan. Dem Japan der Tempel, der Kirschblüten, der Samurai und Geisha. Es ist ein verklärendes Bild, das mit dem gegenwärtigen, heutigen, modernen Japan nur wenig zu tun hat. Es sagt weniger aus über das tatsächliche Japan als über die Vorstellung von Japan im Westen. Zwar gibt es noch, alte Tempel, Teezeremonie, Kimonos, Kirschblüten und Geishas, doch haben sie keine große Bedeutung für das heutige Japan. Samurais, die tadel- und makellosen "Elitekrieger", gibt es zwar nicht mehr, doch lebt das Klischee in den Angestellten der großen Firmen fort. Sie sind sozusagen die Wirtschafts-Samurais von heute. Beide Klischees sind sehr alt und halten sich hartnäckig ... auf der einen Seite die Kriegernation, die ihre Fortsetzung in der aggressiven modernen Wirtschaftsmacht findet, auf der anderen Seite das sanfte, schöne Japan, das durch die Geisha versinnbildlicht wird. Risse gibt es in der japanischen Identität seit es die Japaner selbst gibt. Das kann man durch die Jahrhunderte verfolgen. Es gab immer Auseinandersetzungen mit anderen Kulturen, früher war es die chinesische Kultur, später dann die westliche. Japan hatte sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts bewusst dazu entschieden, sich von der westlichen Kultur abzuschotten. 250 Jahre lang hatte Japan nur wenig Kontakt zum Westen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zur Öffnung des Landes, nicht zuletzt aufgrund des militärischen Drucks - nicht nur der USA. Das Land hat danach den Weg einer raschen Modernisierung verfolgt, um nicht wie die anderen außereuropäischen Länder vom Westen kolonialisiert zu werden. Japan hat dabei nicht nur vieles aus dem Westen übernommen, es musste sich auch eine neue nationale Identität aufbauen. Sehr viel von dem was westliche Beobachter heute als traditionell japanisch empfinden, ist tatsächlich nicht so alt, sondern hat sich im Rahmen dieser Veränderungen erst vor rund hundert Jahren ausgeprägt. Auch die Veränderungen nach dem 2. Weltkrieg waren immens. Japan hat kulturell, wirtschaftlich, politisch oder gesellschaftlich nie stagniert. Japan war ständig mehr oder weniger starken Veränderungen unterworfen. Das Besondere an den Veränderungen der 90er Jahren ist ihre Geschwindigkeit und die Tatsache, dass sie den gesellschaftlichen Grundkonsens zunehmend in Frage stellen. Viele Umwälzungen, die sich in den 60er, 70er, auch noch in den 80er Jahren angebahnt hatten, führten in den 90er Jahren zu einem Bruch. Wirtschaft In der Wirtschaft gibt es nach dem Platzen der sog. Bubble-economy und der anhaltenden Rezession umfassende Restrukturierungen. Der gesicherte Arbeitsplatz bis zur Pension, das Senioritätsprinzip und andere Praktiken, mit denen der wirtschaftliche Erfolg Japans erklärt wurden, gehören der Vergangenheit an. Politik In der Politik hat sich in den 90er Jahren einiges verändert. Das starre Zwei-Block-System ist nach dem Ende des Kalten Krieges aufgebrochen und die Politik ist pluralistischer geworden, mit wechselnden Koalitionen. Von den politischen Akteuren wird heute mehr Flexibilität verlangt. Das Volk, die Familie ... Die nachhaltigsten Veränderungen sind sicher im sozialen Bereich zu finden: Das Geschlechterverhältnis hat sich sehr stark verändert. Der Generationenkonflikt hat sich zugespitzt. Diese Umbrüche betreffen die ganze Gesellschaft, nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die älteren Generationen. Japan hat sich demographisch sehr verändert, der Anteil der alten Menschen ist stark gestiegen und wird auch in Zukunft weiter stark steigen, sehr viel stärker noch als in den europäischen Staaten. Gleichzeitig ist die Geburtenzahl stark rückläufig. All das bewirkt große Veränderungen im Sozialleben, in den Familienstrukturen, im Generationsgefüge. Sicher, die Familie nimmt immer noch einen wichtigen Platz ein. Allerdings hat sich die Familie selbst gewandelt. Die Ideologie der Familie und des Familienstaates, wie sie die Meiji-Regierung formuliert hat und die bis zum Ende des 2. Weltkriegs Gültigkeit hatte, war ein wichtiges Mittel für die gesellschaftliche und politische Entwicklung. Der Staat war nach dem Prinzip der Familie organisiert. Der Kaiser war das Familienoberhaupt und seine Untertanen sozusagen die Kinder. Diese Ideologie war sehr nützlich zur Errichtung einer modernen Staates, hat allerdings nach dem 2. Weltkrieg rasch an Wirkung und Einfluss verloren. In den letzten Jahren ist man dazu übergangen, neue Formen der Familie zu akzeptieren. Es gibt immer mehr Familien, die nicht dem klassischen Bild entsprechen: Die Anzahl der Klein- und Elementarfamilien hat zugenommen, ebenso Haushalte mit Alleinerziehern. Sowohl die Scheidungsrate als auch die Zahl der Nichtverheirateten ist stark steigend. In den letzten Jahren werden zunehmend auch alternative Lebensgemeinschaften akzeptiert, z.B. das Zusammenleben von homosexuellen Männern und Frauen. Für viele junge Japaner stellen Ehe und Familie heute keine absoluten Werte mehr dar. Dennoch ist der Konformitätsdruck nach wie vor ziemlich stark. Die japanische Identität befindet sich in einem Umbruch, dies nicht erst seit Gestern oder Heute … Übrigens, in einem Umbruch, der nicht nur auf Japan beschränkt ist. Globalisierung heißt der Motor. Die Frage nach den kulturellen Eigenheiten und den nationalen Identitäten weicht zunehmend einer globalen Identität. Das führt natürlich zu Konflikten. Im Fall von Japan ist das vielleicht stärker ausgeprägt als in Europa. Aber dieselben Phänomene, dieselben Konflikte sind auch hier, in Deutschland oder in Frankreich, anzutreffen. Auch hier gibt es große Diskussionen, wie man der fortschreitenden Globalisierung entgegentreten kann und wie man seine eigene Identität in diesem Globalisierungsprozess behalten kann. Aufgrund all dieser o.g. Faktoren ist Dein Spruch (den Du mir gern untergejubelt hättest) - "Nach der Niederlage Japans im 2. Weltkrieg veranlasste die amerikanische Besatzungsmacht umfassende Reformen des Regierungs- und Rechtssystems nach westlich- demokratischem Vorbild; die japanische Kultur wurde daraufhin wohl von der ameriaknisch/westlichen Kultur verdrängt." - gar nicht so verkehrt. Dies sehen, und das hatte ich Dir auch schon geschrieben, viele, vor allem ÄLTERE Japaner, ebenso. Zumindestens ist dies in persönlichen Gesprächen so rübergekommen.
__________________ www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL findet am 13. +14.12.2008 statt! |
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Die japanischen Elemente nach den chinesischen Einflüssen waren doch weiterhin auch wichtig. Worauf willst Du den mit dem Tenno Begriff hinaus ? Der Begriff Tenno (himmlischer Herrscher) bzw.Tenshi (Himmelssohn) wurde vom jap. Herrscher angenommen um seine Machtlegitimation zu festigen. Das Regierungssystem wurde nach chin. Vorbild verändert. Wenn ich jetzt in meinem Geschichtsbuch zwei Sätze weiterlese, kommt dieser Satz "Dennoch verlor der japanische Souverän seine ursprüngliche Funktion als erblicher Hohepriester nicht, wie sein fortdauerndes priesterliches Wirken und sein Glaube an die Idee der Abstammung von der Sonnengöttin beweisen. Hierin lag die erste der vielen Abänderungen, die die Japaner an der chinesischen Staatstheorie vornahmen." J.W. Hall, Das Japanische Kaiserreich S. 56 Diese Priesterfunktion hat der Tenno bis heute ! Das mit der Göttlichkeit wurde ja nach dem 2. Weltkrieg widerrufen. Der Tenno war seit jeher das Oberhaupt des Shinto in Japan. Dies war DIE Machtlegitimation des Herrscherhauses über mehr als 1500 Jahre. Deswegen konnten auch später Shogun den Tenno nicht einfach komplett aus dem Weg räumen. Der Tenno war quasi göttlich legitimiert. Was ich eigentlich sagen die ganze Zeit sagen will, ist das Japan nicht einfach nur eine chinesische Tochterkultur war sondern eine ganz eigene Kultur darstellte auf die die chinesische Kultur sehr starken Einfluss ausübte, die aber stets auch eigene Charakteristika bewahrte und entwickelte. Das wär jetzt auch mal mein Schlußwort zu diesem Diskussionsabschnitt, verschiedene Argumente habe ich in den vergangenen Posts gebracht, sonst wiederhol ich mich andauernd. Ich mache gleich noch einen neues Textfenster zum modernen Japan auf, ich möchte noch zwei Dinge aus Deinem vorletzten Post ergänzen, die mir noch aufgefallen sind. Zitat:
(btw. Es gibt noch eine sog. Reiterkrieger Theorie von Egami Namio glaub ich, die besagt, dass in dieser Zeit Krieger aus Korea in Japan einfielen, da man in Hügelgräbern koreanische Malerei und kor. Zaumzeug gefunden hat. Hab ich noch so im Hinterkopf, weiß nicht mehr genau) Zitat:
Ergänzung: Eine Verlegung der Hauptsatdt von Nara (über Nagaoka) nach Heian (später Kyoto; Haupstadt ab 794 n.Chr.) war übrigens der gelungene Versuch Kaiser Kammus dem zunehmenden Einfluß der buddhistischen Tempel auf die Regierung zu entgehen in dem der Regierungssitz verlegt wurde, die buddhistischen Tempel aber in Nara zurückbleiben mußten. |
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jein.. ![]() ![]() Wenn man darüber nachdenkt, daß Japan vielleicht von Chinesen besiedelt worden ist, dann hatten sie sehr wohl über einen gewissen Zeitraum eine gemeinsame Sprache. Inwieweit damals die Besiedler selbst schon eine Schrift hatten, kann ich nicht beurteilen. Es ist aber auch durchaus möglich, daß sich neue Besiedlungswellen den Inselbewohnern angepasst haben, und ihre chinesischen, koreanischen oder malayischen Sprachkenntnisse/ -einflüsse verschwunden sind. Zur Schrift ist noch zu bemerken, daß der japanische Adel Chinesisch als Amtssprache genutzt hat, zumindest schriftlich. Und dieses wurde nach und nach dem Japanischen angepasst. Wenn wir von Zeichenverwandtschaft reden, muss auch immer klar sein, daß wir von den traditionellen Langzeichen sprechen, und nicht von den Kurzzeichen des heutigen modernen Hochchinesisch. Das kann kein Japaner lesen, der nicht selbst Chinesisch kann. Es gibt sehr viele Beispiele, wo sich Gemeinsamkeiten finden lassen (z.B.: Wasser, Reis); aber genauso lassen sich sehr viele Beispiele finden, wo Japaner und Chinesen heute unterschiedliches Vokabular (schriftlich) benutzen (z.B.: Buch, Zimmer, Essen).
__________________ Danke und Gruß, René "[...] but to express oneself honestly, not lying to oneself, to express myself honestly, that, my friend, is very hard to do.” |
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| Hallo Michael, dann auf ins moderne Japan ! Zitat:
Und dann kommt wieder so eine in meinen Augen "krasse" Schlußfolgerung: Zitat:
(Und dies könnte ich mir vorstellen war vor 1500 Jahren auch so). Zitat:
Weitere Anmerkungen: Wi Zitat:
Das nimmt an Bedeutung ab findet sich aber durchaus noch. Zitat:
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| Hallo Daimyo, was fällt Dir ein, Dich zwischen meine eigentlich zusammenhängende Posts zu setzen ? Aber wenn Du schon mal da bist, die Diskussion zum modernen Japan ist noch nicht so alt, schreib auch mal was. |
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| @ Daimyo Danke für die Infos, sehr Aufschlußreich ... muß trotz allem den Japaner schlagen gehen ![]()
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Ich habe Dir Deine Sichtweise schon mehrmals zugestanden - hast Du im Eifer vermutlich übersehen - warum Du mich BEKEHREN willst weiß ich nicht.Zitat:
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Damit hat sich Deine Rückfrage doch ENDLICH selbst beantwortet. Ohne eine "Rückbesinnung" auf und ein "Berufung" auf Amaterasu Omikami hätte man nichts, nach chin. Vorbild, verändern können. Wäre fair von Dir gewesen, wenn Du noch darauf eingegangen wärst, warum man nach chin. Vorbild dem "Reformatoren" ganz Recht war?! Wieso es dafür wichtig war sich Rück zu besinnen und sich auf Amaterasu Omikami zu berufen?! Aber gut, lassen wir das ... Zitat:
![]() Wie für eininge Wissenschaftler, so auch für mich, bleibt der Begriff "Tochterkultur" bestehen. China hatte einen, Du nennst es, "SEHR STARKEN EINFLUSS", ich nenne es MASSGEBLICHEN EINFLUSS. Zitat:
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Nächstes Post: Zitat:
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Stichwort "ground breaking ceremonies": At the ground-breaking ceremony or at the start-up of new facility, be it a high-tech or a smoke-stack industry, a Shinto priest is always invited to perform the purification and exorcism rituals. Those a |